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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 11

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Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 11 (sequence 15)
Language
German
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nicht verhalten willen, daz wir Menlein (Mendel) Jud zu den Juden bey ewch zu Presburg mit etlicher Werbung von uns an sie abgefertiget haben, uns zu unsern meglichen anliegen Vierhundert gülden Ungarisch zu leihen; also gibt uns der obgenant Menlein Jud zu versteen, wie er an denselben Juden bey euch gar nichts habe erlangen und awsrichten mügen, und so uns danne alle andre Juden mit solichem unserem begere nicht verlassen haben und zu willen gewest sein: Befehlen Wir euch Ernstlich, die obgenanten Juden bey ewch hartiglich derwegen halden, und si gefengknus einnen, bissolange dassie unns in einen solichen Zuwillen werden und uns, In Unsern mercklichen nottdurft, die Vierhundert gülden ane alles ausreden leihen. Thut Ir unser ganz Wolgefallen und Ist Unser Ernste meynunge. Geben zu Ternaw am Freitag vor Barbara, Unseren Reiche des hungerischen yme ersten und dez Behemischen un Zwanzigisten Jaren. Comissio propria domini Regis, (Preßburger Stadtarchiv.) Wir lernen das Leben und Wirken der Judenpräfekte nur aus ähnlichen Akten kennen, kein jüdisches Dokument, kein jüdischer Autor erzählt uns von ihren Beziehungen zum jüdischen religiösen und wissenschaftlichen Leben. Hingegen blitzt unverhofft in den Erinnerungen eines Erfurter Ritters (Kohn Samuel, Zsidök törtenete Magyarorszägon) das blendende Bild des Einzuges des Judenpräfektes bei der Krönung Wladislaus II. auf, „da hatte der Mendel Jude 24 Pferd und eine solche koestliche Ruestung, das sie kein Mann gesehen hatte". (S. Bild.) War ein solcher königlicher Aufzug eines Juden zur Zeit, wo die Not an allen Türen pochte, entschuldbar? Dem Bibelkundigen fällt beim Anblick dieser prunkvollen Pferde-Parade die Mahnung ein: „Er möge sich nicht viel Pferde anschaffen, damit er das Volk nicht wieder nach Mizrajim zurück bringe", nach dem Mizrajim der Unterdrückung! Und wahrhaftig all diese blendende Pracht und der mächtige Einfluß beim Könige endigte in Verfolgung und Vertreibung. Im Jahre 1505 schickte Jakobus Mendel II. schon seine Familie nach Preßburg und König Wladislaus II. empfiehlt diese dem Schutze der Stadt. (Preßburger Stadtarchiv.) VERTREIBUNG DER JUDEN AUS TYRNAU UND PRESSBURG. Auch der Schutz, den der Judenpräfekt seinen Glaubensgenossen zu bieten vermochte, scheint nicht übermäßig groß gewesen zu sein. Wenige Jahre nach Ernennung des Judenpräfekten kommt es in Tyrnau zu blutigen Unruhen gegen die Juden, ohne daß der Judenpräfekt dagegen einschreiten konnte. Eine hebräische Elegie, offenbar von einem Augenzeugen gell

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