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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 10 (sequence 14)
Language
German
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IRI
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Jahrhundert, dessen Name als einziger aus dem damaligen Ungarn unter den Juden der ganzen Welt als eine anerkannte Autorität galt, und um dessen Familie sich ein ganzer Kranz von Legenden spann, war ein Sohn dieser Stadt. In den letzten Jahrzehnten des fünfzehnten Jahrhunderts hatten hier die Juden sogar ein Privilegium besessen, das kein Analogum in der jüdischen Exilsgeschichte hat. DIE JUDENPRÄFEKTUR. Um 1480 herum hat König Matthias die Institution der Judenpräfektur geschaffen. Die Ungarn nannten den Judenpräfekten „az sydoknak elewthek yaroyok", in deutschen Dokumenten heißt er „Obrister Vorgeher der Juden", am prägnantesten ist die französische Bezeichnung „prince des juifz" (juifs). Der Präfekt vertrat die Angelegenheiten der ungarischen Juden unvermittelt beim König. Er war der oberste Judenrichter des Landes, entschied in den inneren Streitfällen der Juden und vermittelte in solchen Fällen auch zwischen Christen und Juden. Er war mit der Eintreibung der Steuer bei den Juden betraut, darin lag wohl in erster Linie seine Bedeutung für den Staat. In der Tat konnte der Judenpräfekt fünfmal mehr Steuer bei seinen Glaubensbrüdern hereinbringen, als sie vorher bezahlt hatten. Allerdings klingt dieses Faktum ganz abweichend von den Erzählungen aus dem Leben anderer jüdischer Vorsteher, die erfolgreich bemüht waren, die Steuerlasten der Judengemeinden herabzumindern, bemerkt hier Bettelheim, dem wir hier wörtlich folgen (siehe „Judaica", Heft 7/8). Der wackere Historiker, der gerne Macht und Reichtum bewundert, fügt wohl begütigend hinzu, daß der Einfluß des Judenpräfekten beim König und bei den Großen des Reiches in demselben Maße gestiegen sei, ohne daß die wohltätigen Folgen dieses Einflusses für das anbefohlene Judentum aber festzustellen sind. Die Mitglieder dieser Präfekten-Dynastie waren: Jacobus Mendel von ungefähr 1480—1502, dessen Sohn Juda Mendel 1502—1512, dessen Sohn Jacobus Mendel 1512—1523, dessen Sohn Israel Mendel 1523—1526. Der letzte Präfekt war Isak, der auf dem von den Türken unbesetzten ungarischen Gebiete sein Amt ausgeübt hat. Die Mendels haben von jeher nebst ihrem Heime in der Residenz Buda (Ofen) auch Haus und Besitz in Preßburg gehabt, wo sie auch zeitweilig einen Stellvertreter hingesetzt haben. Folgender Akt vom 2. Dezember 1491 von Tyrnau datiert, gibt ein klares Bild von der Mission des Judenpräfekten: Wladislaus von gots gneden zu hungern und Behmen etc. künig Markgrave wir fugen euch hiemite wissen und euch i n X\j

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