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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1865-01-01 · 1865 · p. Seite 33

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1865
Date
1865-01-01
Page
Seite 33 (sequence 37)
Language
German
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IRI
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33 bald durch eigne Anregung, bald durch äußere Einwirkung, immer aber ohne gewaltsam störendes und verwirrendes Eingreifen unterbrochen wird. Wenn wir Arbeit, regelmäßig geordnete und pflichtmäßige Arbeit als das sicherste Schutz- und Heilmittel gegen die Gefahren bezeichnen, von denen diese sinnigen Naturen bedroht sind, so meinen wir hiermit nicht bloß die Arbeit des materiellen Thuns, sondern auch, gewissermaßen als Uebergang zu derselben, die Selbstthätigkeit des bewußten Denkens und Wollens. — Träumerisch zerstreute Kinder müssen frühzeitig angehalten und gewöhnt werden selbst zu denken, damit sie die Kraft gewinnen, sich aus dem dumpfen Empfindungstraum, dem sie sich willenlos hinzugeben geneigt sind, zunächst wenigstens zu einem bestimmteren Bewußtsein ihres Empfindens zu wecken. Die Schule, die fortwährend zum Hören, Aufmerken und Mit- oder Nachdenken nöthigt, wird in dieser Richtung ohne Zweifel sehr kräftig, vielleicht aber auch zuweilen zu kräftig wirken, weil sie es zu der diesem Zögling natürlichen Empfindungsweise gar nicht kommen läßt. Die häusliche Erziehung wird etwas behutsamer zu Werke gehen können, weil sie die Individualität des Kindes mehr zu berücksichtigen vermag. Der Vater wird mit seinem Sohne zuweilen über dies und jenes sprechen, ihm zur Aeußerung seiner Empfindungen Gelegenheit bieten und ihn dadurch nöthigen dieselben in Gedanken zu übersetzen. Die Mutter wird das Mädchen zu allerlei kleinen Bestellungen anhalten, ihr einige Sorgen für ihre eignen Angelegenheiten oder für die ihrer Geschwister auferlegen und diese allenfalls mit ihr besprechen. Auch hier und da einen Brief zu schreiben, jüngeren Geschwistern etwas zu erklären, Mitteilungen über das in der Schule Erlernte oder Vorgefallene zu machen, wird für Kinder von diesem Naturel heilsam sein. Vor Allem aber wird darauf gehalten werden müssen, daß sich der Knabe und das Mädchen gewisser Pflichten bewußt wird und sich nicht nur an ihre Erfüllung, sondern auch an eine genaue Zeitbestimmung für dieselbe gebunden weiß, und daß besonders das Mädchen frühzeitig daran gewöhnt wird, auch über das Maß ihrer vorgeschriebenen Pflichten hinaus, sich nach dem, 3

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