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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1865-01-01 · 1865 · p. Seite 10

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1865
Date
1865-01-01
Page
Seite 10 (sequence 14)
Language
German
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10 fr / ' 'Tj Winde bewegte Blatt und der fliegende Vogel fesseln seine Phantafle. Er will den Hund und die Katze, oder wohl auch den Knaben, mit dem er spielt, sich unterwürfig machen und das Spielzeug, das man ihm geschenkt hat, wird er bald zu untersuchen anfangen und dabei nicht selten zerstören. Die Schule ist für ihn der-Schauplatz eines vielbewegten Lebens, der Unterricht nicht ein leidendes Empfangen, sondern die kräftigste Anregung znm selbstthätigen Denken, zum freien Besitzergreifen des dargebotenen Denkstoffs, zur innern Entwickelung und Fortbildung der angeregten Gedanken und Empfindungen und endlich zur praktischen Uebnng und Berwerthnng dessen, was er gelernt hat. An jede Vermehrung seiner Kenntnisse knüpft sich eine Anregung zur Selbstthätigkeit, die der verständige Lehrer natürlich in steter Bewegung erhalten wird. Ein Schüler von überwiegend selbstthätiger Natur wird an den Unterricht in der Physik und Chemie sehr bald den Versuch mit eigenen Experimenten knüpfen, die regelmäßigen Körper, die er in der Formenlehre oder in der Mineralogie kennen gelernt hat, in Pappe oder Holz ausschneiden, für den natnrgeschichtlichen Unterricht Sammlungen anlegen n. dgl. mehr. Es ist keineswegs die größere Lebhaftigkeit oder gar Unruhe das Symptom dieser Entwicklungsrichtung. Ein Knabe von überwiegend selbstthätiger Natur wird nicht nur dem anregenden Unterricht seines Lehrers mit gespannter Aufmerksamkeit, obwohl mit dem Zeichen einer fortgesetzten innern Arbeit, folgen, sondern auch bei einer freiwillig gewählten Thätigkeit, in der er sein neuerworbenes Wissen verwerthet, wird er nicht selten mit einer Emsigkeit und Ausdauer verharren, daß er Spiel, Essen und wohl auch seine Pflichten darüber vergißt; währeiH ein Anderer vielleicht mit eben so großer Emsigkeit Fratzen zeichnet, oder auch den Schultisch zerschneidet, wenn der Unterricht seiner Selbstthätigkeit nicht eine andere Richtung zu geben vermochte. Aber auch hier werden die Gegensätze zwischen dem gleichmäßig ausdanernden Beharren in der einmal begonnenen Arbeit und einem erregten Thätigkeitsdrange leicht erkennbar sein. Doch möchte ich glauben, daß der Thätigkeitstrieb, der mit Unruhe und jsr&r" 1 >. *' * '

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