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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1864-01-01 · 1864 · p. Seite 17

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1864
Date
1864-01-01
Page
Seite 17 (sequence 21)
Language
German
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17 Hieran knüpft sich in natürlicher Weise die Doppelaufgabe den Gesammtstofs eines Unterrichtsgebiets eben so wohl nach der sachlichen Zusammengehörigkeit seiner Elemente, wie nach der jedesmaligenFassungskraft des Schülers auf den verschiedenen Entwickelungsstufen desselben zu ordnen. Hieraus ergibt sich zunächst die unabweisbare Forderung an den Lehrer, sich von seinem Unterrichtsgegenstande eine vollständige, geordnete, das ganze Gebiet in seinem Zusammenhang und in seiner Gliederung klar überschauende Kenntniß zu verschaffen. Auf diese und auf das Bild des kindlichen Verständnisses hat er die Ordnung des Stoffes und die Form der Mittheilung für seinen Unterricht aufzubauen. Er wird dabei die schwierige imd scheinbar sich selbst widersprechende Aufgabe zu lösen haben, niemals über die Fassungskraft des Zöglings hinauszugehen, und doch überall in der von dem Stoffe selbst gebotenen Ordnung und in lückenlosem Zusammenhang fortzuschreiten. Diese Aufgabe wird er nur zu lösen im Stande sein, wenn er es versteht, auch schwierigere Stoffe durch die elementare Form des Unterrichts der Fassungskraft des Schülers näher zu führen, d. h. die elementare Anschauung von der begrifflichen Erfassung in der Weise zu trennen, daß derselbe Unterrichtsstoff auf zweien oder mehreren Unterrichtsstufen wiederkehrt, und auf der einen dem Kinde nur als thatsächliche Anschauung vergegenwärtigt, auf der zweiten in seinem begrifflichen Zusammenhang deutlich gemacht, auf einer dritten vielleicht auch die ethische, ästhetische oder praktische Bedeutung desselben ins Auge gefaßt wird. Oder er wird auch die Ordnung seines Unterrichtsstoffs (z. B. im Sprachunterricht) in der Weise zweckentsprechend herzustellen wissen, daß der Fortschritt der verschiedenen Stiffen sich nicht als ein allmäliges Anfügen neuer Theile, sondern als ein immer reicheres Entfalten und Gestalten eines ursprünglich nur in seinen allgemeinen Umrissen vorgeführten Gesammtkörpers darstellt. Endlich muß der Lehrer im Stande sein die Frucht seines Unterrichts einer größeren Zahl von Zöglingen zugleich zuzuwenden, bei denen zwar eine gewisse 2

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