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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1863-01-01 · 1863 · p. Seite 37

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1863
Date
1863-01-01
Page
Seite 37 (sequence 41)
Language
German
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IRI
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37 väterliche Religion durch Bewunderung der erhabenen Wahrheiten befestigt, die von ihr ausgehen. Die Bibelkunde bildet in dieser Weise eine der wichtigsten Grundlagen für den Aufbau des eigentlichen und insbesondere des s p e z i f i s ch e n Religionsunterrichtes, der in bestimmtester Weise immer die Aufgabe der Schule und der Jugenderziehung bleiben soll- Die religiöse und sittliche Idee in ihrer Reinheit, wie sie für Alle dieselbe sein muß, mag der Philosoph begreifen oder zu begreifen suchen. Religion ist die geschichtlich in bestimmter Form und Erscheinung gewordene und gewonnene Wahrheit. Sie kann nur in diesem Rahmen, in dieser Form zum Eigenthum der Geister und Gemüther werden. Sie muß dem Kinde als seine Religion, als die Religion seiner Väter lieb und theuer werden. Das wird den Erzieher nicht hindern, seinem Zögling frühzeitig die Achtung vor der Religion Anderer einzuflößen, wie es ihn nicht hindern wird, ihn zum eignen Denken und Erkennen anzuregen, auch wo es die Aufnahme und Auffassung von Lehren der Religion gilt. Zu dem Lehrmaterial, das den Zwecken des Religionsunterrichts zu dienen bestimmt ist, müssen wir auch das Hebräische rechnen. Das Erlernen der hebräischen Sprache soll weder dem praktischen Gebrauch noch dem Zweck der allgemeinen Geistesbildung in ähnlicher Weise dienen, wie das beim Erlernen der lebenden Sprachen der Fall ist. Unsere Schüler sollen und können hebräisch weder sprechen noch schreiben lernen, und auch die Kenntniß der hebräischen Grammatik kann in dem begränzten Umfang, in dem sie gelehrt wird, nicht als der Zweck dieses Unterrichts erscheinen. Mit der Erlernung der hebräischen Sprache sollen unsere Zöglinge, meine ich, vielmehr eine Pflicht der Pietät gegen die Religion ihrer Väter erfüllen; und so stehen wir mit diesem Lehrstoff in zweifacher Beziehung auf dem Boden des Religionsunterrichts. Die Kenntniß des Hebräischen soll unsere Schüler in den Stand setzen, das Verständniß, oder ich möchte sagen, das Bild der väterlichen Religion unmittelbar aus dem Quell zu schöpfen, aus dem sie entsprungen. Die heilige Schrift in der Sprache zu lesen und zu verstehen, in der sie uns von den

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