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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1863-01-01 · 1863 · p. Seite 33

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1863
Date
1863-01-01
Page
Seite 33 (sequence 37)
Language
German
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IRI
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33 nicht geopfert werden dürfen. — Warum will der Deutsche allein so große und dennoch erfolglose Anstrengungen machen, um in Frankreich für einen Franzosen und in England für einen Engländer zu gelten, während der Engländer und der Franzose stolz darauf sind, tiberall sogleich für das erkannt zu werden, was sie sind? Der Schüler soll französisch sprechen und schreiben lernen. Er soll sich des gesammten Sprachmaterials in Wort und Form bemächtigen und sich desselben mit Sicherheit und Leichtigkeit bedienen lernen. Hier begegnen sich die beiden Zwecke dieses Unterrichts zum innigsten Zusammenwirken. Die Schule kann und soll nicht danach streben, zu diesem Ziele lediglich auf dem Wege der praktischen Uebung zu gelangen, der gewiß der leichtere und für das Sprechen vielleicht auch der sichrere wäre. Sie muß, als Stätte geistiger Bildung für die Jugend, die fremde Sprache auch zum geistigen Eigenthum derselben machen, ihren Zögling mit dem Geist der Sprache d. h. mit dem in ihrem Bau und in ihrem Gebrauch herrschenden Gesetz bekannt machen und in der bewußten Anwendung dieses Gesetzes üben. Die französische Sprache insbesondere ist durch die strenge Gesetzlichkeit in ihrem grammatischen Bau, durch die Feinheit und Schärfe ihrer Destinktionen in der Wortfügung imb Wortverbindung, durch die Eleganz ihrer Wendungen in der Phraseologie ein treffliches Bildungsmittel, um den Schüler in den Geist der Sprache überhaupt einzuführen; und wenn es nicht zweifelhaft ist, daß nur auf diesem Wege die Sprache, zum geistigen Eigenthum des Schülers gemacht und insbesondere im Schreiben die nöthige Sicherheit erworben wird, so muß eine gründliche grammatische Kenntniß der fremden Sprache, und vornehmlich der französischen, in einer Schule, in welcher die alten Sprachen nicht gelehrt werden, auch zum Verständniß der Muttersprache wesentlich beitragen. Denn durch Vergleichung beider mit einander und durch Beobachtung der zuweilen sehr feinen Unterschiede beider bietet sich die Gelegenheit zu den mannigfachsten und fruchtbarsten Belehrungen dar, weshalb es dringend erforderlich scheint, daß der Lehrer der fremden und insbesondere der 3

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