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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1862-01-01 · 1862 · p. Seite 42

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1862
Date
1862-01-01
Page
Seite 42 (sequence 42)
Language
German
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IRI
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eigentliche Aufgabe einer solchen Anstalt in der consequenten Fortführung des in den Vorbereitungsklaffen begonnenen Bildungswerkes während der ganzen Lehrlingszeit und auch noch über dieselbe hinaus zu erkennen. Wir achten die Stellung, welche der Kaufmannsstand in unfern gegenwärtigen Verhältnissen einnimmt, zu hoch, um zu glauben, daß an irgend welchen Stand ein Anspruch auf höhere und allseitigere allgemeine Bildung gemacht werden darf, als an diesen. Daher darf das für denselben erforderliche und wünschenswerthe Bildungswerk auch mit dem vollendeten siebzehnten Jahre keineswegs als abgeschlossen betrachtet werden. Nicht nur der Handlungslehrling, sondern auch der Handlungsgehülfe soll Gelegenheit und Anregung finden, sich auf den bereits gewonnenen Grundlagen immer weiter fortzubilden. Eine Handelsakademie wird daher auf diesen Stufen ihrer Wirksamkeit nicht etwa nur specisisch Kaufmännisches und für den Kaufmannsstand Erforderliches theoretisch und praktisch lehren, wenn auch dies ein wesentliches Gebiet ihrer Lehrthätigkeit bildet, sondern fortfahren, auch auf dem Boden der heimischen und fremdländischen Literatur, der Welt- und Völkerkunde und der Geschichte und besonders der Naturwissenschaft in ihren verschiedenen Disziplinen Sinn und Geist der jungen Männer zu eben der Höhe heranzubilden, auf der die Jünger des sogenannten Gelehrtenstandes stehen. — Wie sollte der junge Kaufmannsstand solchen Bestrebungen nicht zugänglich sein, wenn wir uns überzeugen, mit welchem Eifer und mit wie sichtbar erfreulichem Erfolg der Handwerkerstand diesen Weg der fortgesetzten Selbstbildung und der Erhebung seines Berufes zu immer höherer Bedeutung ergriffen hat. Wer die Leistungen der Handwerkervereine, wie dieselben in Berlin in den Jahren 1847—50 und nun wieder in neuerer Zeit wirksam sind, näher kennen zu lernen die Freude hatte; wer Gelegenheit gefunden hat, sich zu überzeugen, mit welchem andauernden Eifer und mit welch ernstem Verständniß die jungen Handwerker den verschiedenen Unterrichtskursen und den mannichfachen Vorträgen selbst aus dem Gebiete der ernstesten Wissenschaft folgen; wer den bildenden und versittlichenden Einfluß kennen gelernt hat,

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