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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1861-01-01 · 1861 · p. Seite 24

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1861
Date
1861-01-01
Page
Seite 24 (sequence 28)
Language
German
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IRI
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24 lichkeiten, sowohl die Lichtals die Schattenseiten, zu einem zauberhaften und verklärenden Glanze zusammenfließen, dem keine Zeichnung und keine Schilderung genügen kann. Und wieder auf der andern Seite ist dies der sicherste Beweis von den hervorragenden Tugenden und höhern Eigenschaften eines Menschen, daß er solche begeisterte Liebe und Verehrung gefunden, die mit heiligem Sinne sein Andenken umfaßt und bewahrt. Nicht bloß wegen seines segensreichen Wirkens hat Dr. Heß so warme und allgemeine Anerkennung gefunden; diese galt zugleich dem Manne und ihm vor Allem, ihm in seiner ganzen Individualität. Und in der That war auch sein Wirken ein unmittelbarer Ausfluß dieser seiner Persönlichkeit. Wenn die Geschichte dieser Schule von der Geschichte der meisten ähnlichen Anstalten sich in Vielem unterscheidet; wenn sie in dem Kampfe mit ganz besondern Hindernissen und Schwierigkeiten immer mehr erstarkt und siegreich durch gedrungen ist und eine Stellung und Bedeutung nicht gewöhnlicher Art erreicht hat; wenn sie so tief aus das Leben eingewirkt und so viel beigetragen hat, um innere und äußere Verhältnisse umzugestalten: so war dies, weil sie einen Leiter wie Dr. Heß gesunden, der ihr seinen Geist eingehaucht und als die belebende Seele in ihr gewaltet hat. Er war nicht der Leiter der Anstalt im gewöhnlichen Sinne des Wortes, sondern diese war gleichsam der Körper, den sich sein Geist geschaffen. Er hat der Schule Richtung und Ziel vorgezeichnet, und ihm folgten hierin mehr oder weniger alle seine Mitarbeiter. Bildung und Veredlung des Menschen als Menschen, dies war das Ziel, das er im Vereine mit trefflichen Männern innerhalb und außerhalb der Anstalt erstrebte; dieser Geist, der unbeirrt durch eingewurzelte Vorurtheile, die hemmenden Schranken durchbrochen und in lebendiger Strömung sich Bahn gemacht hat, dieser Geist wurde immer von Neuem genährt und angeregt durch den Mann, dessen Lebenselement die Humanität war, der die Fahne der Anstalt, auf welcher die Worte: freie Menschenbildung im schönsten Lichte strahlen, stets hoch emporgehalten und gegen alle Angriffe vertheidigt hat. Zu dieser Aufgabe rechnete er aber besonders auch die Pflege des sittlichen Geistes und wahrer

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