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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1861-01-01 · 1861 · p. Seite 23

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1861
Date
1861-01-01
Page
Seite 23 (sequence 27)
Language
German
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IRI
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23 Umgänge und Wechselverkehre mit ihm zu empfinden pflegten. Denn die gegenwärtige Feier, wie ernst sie uns auch stimmen möge, soll nicht der Trauer um seinen Verlust gewidmet sein, sondern der dankbaren Erinnerung dessen, was er uns war und geblieben ist. Das Bild dieses seltnen Mannes aber, der noch vor wenigen Wochen als eine jugendliche Erscheinung mit greisem Haupte unter uns einherging, steht in diesem Augenblicke lebendig vor unsrer Seele und kann nie aus unserm Gedächtnisse schwinden. Wenn wir während dieser Tage diesen Raum betraten und unsere Schüler und Schülerinnen vor uns sahen, die von ihrem Fleiße und Fortschritte in dem verflossenen Jahre Rechenschaft ablegten, wenn wir dem Gange des Unterrichts in den einzelnen Fächern folgten, bei jeder Bemerkung, die sich uns aufdrängle, bei jeder Ansicht, die wir über diesen oder jenen Gegenstand äußern mochten, immer und überall dachten wir an den Mann, der dieser Schule ihren Charakter gegeben, stets erinnerten wir uns des von ihm vernommenen Urtheils und der Grundsätze, mit denen er uns das rechte Ziel und die rechten Mittel und Wege unsrer Berufsthätigkeit bezeichnete. Wir sehen ihn vor uns, den scharfblickenden und unablässig regsamen, dabei aber so anspruchslosen und bescheidnen Mann, dem keine Seite, kein Mangel und kein Vorzug unsrer Thätigkeit entging, der mit wenigen Worten vor Irrwegen zu warnen und jede gute Leistung anzuerkennen pflegte. Nie werden wir seinen Namen nennen, ohne daß wir unwillkürlich seines wahrheitsliebenden und offenen, dabei aber wohlwollenden und harmlosen Wesens, seines klaren und umfassenden Geistes, seines lebhaften Eifers für alles Gute und Schöne, insbesondere aber des unermüdlichen Strebens gedenken, mit dem er das Wohl und Gedeihen dieser Schule beförderte. Es würde vergeblich sein, wenn ich es versuchen wollte, sein Bild so zu zeichnen wie es sich unserm Gedächtnisse eingeprägt hat; denn das ist das Geheimniß der Liebe und Verehrung, daß sie sich nie ganz ergründen läßt, daß sie tief im Jünersten des Herzens alle einzelnen Züge und jede Eigenthümlichkeit des von ihr umfaßten Wesens birgt, daß alle diese Eigenthüm-

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