Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Volume
- 1861
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 22)
- Language
- German
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18 begonnenen Werk die ganze Fülle seiner reichen Kraft zu widmen, und so schien sein Geist mit dem mehr und mehr sich erhebenden Werk immer in gleichem Maße zu wachsen. Denn nun ordnete er mit sicherer Hand Glied an Glied zu einem organisch aufsteigenden wohlgeordneten Ganzen, das er in allen seinen Theilen mit seinem schöpferischen und gestaltenden Geiste zu durchdringen und zu beleben wußte, bis das Werk in seiner gegenwärtigen Gestaltung vollendet war, in der es den anerkanntesten Schöpfungen unserer Zeit auf diesem Gebiet würdig zur Seite steht und unter den Lehr- und Bildungsstätten des Judenthums einen so hervorragenden Platz einnimmt. Seht, meine Söhne und Töchter, das ist das Vermächtniß des Mannes, den wir in dieser Stunde zu Grabe tragen, das reiche und unvergängliche Vermächtniß, das er der Jugend dieser Stadt und dieser Gemeinde in ihren wechselnden Geschlechtern hinterlassen hat, und an dessen Segnungen Theil zu nehmen die strebende Jugend aus fernen Ländern und Welttheilen zu dieser Stätte herbeiftrömt. — Und ihr, die ihr heut im segensreichen Genuß dieses herrlichen Vermächtnisses seid, ihr solltet jemals des Mannes vergessen können, dem ihr diese Wohlthat verdankt und der auch noch der Wohlthäter kommender Geschlechter sein wird, wie er der eurige ist? Ihr seid die Letzten, von denen die sich noch seiner unmittelbaren Wirksamkeit erfreut haben. Mögt ihr nimmer die Letzten in der Anerkennung und Würdigung dessen sein, was er für euch gethan, in der Erhaltung und Pflege des Geistes, den er an dieser Stätte gepflanzt; und möge diese Stunde in eure Seele das Gefühl einer tiefen und unauslöschlichen Ehrfurcht einpflanzen vor dem Namen des theuren Hingeschiedenen, dessen Geist noch weit über sein Grab hinaus über der Stätte der Bildung und Erziehung walten wird, die er geschaffen. Und von denen, die noch die letzten seiner Zöglinge waren, wende ich mich zu euch, meine theuren Freunde und Amtsgenossen, die ihr den Hingeschiedenen wie kein Anderer in der ganzen Fülle seines Wirkens kennen und würdigen lerntet und denen es vergönnt war in vieljähriger Gemeinschaft des Berufs mit ihm zusammenzuwirken; ja von denen viele erst so manches Jahr als Schüler zu ihm aufblickten, um dann als Genossen seines Wirkens chm zur Seite