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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1861-01-01 · 1861 · p. Seite 17

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1861
Date
1861-01-01
Page
Seite 17 (sequence 21)
Language
German
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IRI
…/9643703-7658106--260-7658125
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17 derung des Gemeinwohls gewonnen, und von seinen andersglaubenden Mitbürgern, die ihm vornehmlich die endliche Befreiung von einem unwürdigen Vorurtheil verdanken, das ihnen als ein trauriges Erbtheil finsterer Jahrhunderte überkommen war. Wahrlich ein reiches Vermächtniß, das er euch allen hinterlassen hat. Und wenn ihr dessen Bedeutung zu würdigen wißt, so werdet ihr in dessen Wahrung und Pflege seinen letzten Willen ehren, indem ihr nicht aufhört den Geist der Bildung und der Gesittung, den Geist der Aufklärung und des Fortschritts in euch selbst zu pflegen und in eurer religiösen und staatlichen Gemeinschaft den Geist der Einheit und des Gemeinsinns, den Geist der Humanität und der Verbrüderung mehr und mehr zu kräftigen. Und wenn ich mich nun an euch wende, ihr Knaben und Mädchen, die ihr euch noch in der Zeit der Vorbereitung fürs Leben befindet, um in näherer oder fernerer Zeit die Schwelle des ernsten Eintritts in dasselbe zu überschreiten, so möchte ich, daß es eurer Seele in dieser Stunde recht gegenwärtig werde, wie ihr euch in dem unmittelbarsten Genuß des reichen Erbtheils befindet, das der Heimgegangene als ein bleibendes Vermächtniß dem gegenwärtigen und so Gott will noch manchem kommenden Geschlecht zurückgelassen hat. Denn die Lehr- und Erziehungsstätte, auf deren Boden ihr gepflanzt seid, um aus demselben die belebende Nahrung eures Geistes und eures Gemüths zu schöpfen, ihr wißt es und sollt in ehrfurchtsvoller Dankbarkeit jederzeit dessen eingedenk sein, daß sie seine Schöpfung, das Werk seines lichtvollen Geistes und seiner unermüdlichen Thatkraft ist und daß es der Athem seines vieljährigen Wirkens und Waltens ist, der sie noch heute belebt und durchdringt und der auch mit seinem Hinscheiden aus ihrer Mitte nicht schwinden soll. Denn er hat sich in jener Zeit, da sie mit winzigem Anfang in's Leben gerufen wurde, zum unverrückbaren Grund- und Eckstein dieses Baues gemacht, der nach und nach immer größer und gewaltiger über demselben aufgerichtet wurde; er hat mit rastloser Ausdauer den harten und schwierigen Boden geebnet, die Bausteine hier und da mühsam zusammengetragen und sorgsam aneinandergefügt, daß der begonnene Bau mehr und mehr aus dem Boden hervortrat. Er hat es nicht verschmäht, dem klein 2

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