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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1859-01-01 · 1859 · p. Seite 33

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1859
Date
1859-01-01
Page
Seite 33 (sequence 37)
Language
German
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IRI
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33 aber schwach und inkonsequent zeigen. Strafe und Zwang Verletzer: daher das weibliche Gemüth schärfer als das männliche, weil das Gefühl der Abhängigkeit hier zugleich zur Demüthigung wird, und weil sie auf dieses mehr den Ein-' druck der persönlichen Nöthigung, als der gesetzlichen Wirkung Hervorbringen. Zwang wird meist nur in negativer Form, als Untersagung, anzuwenden sein; denn die Nothwendigkeit des Verzichtleistens liegt mehr in der weiblichen, die Nothwendigkeit des Thuns mehr in der männlichen Bestimmung. Als Strafe wird wohl nur die natürliche Folge der Verirrung selbst geeignet erscheinen, wenn man z. B. die Trotzige sich selbst überläßt, bis ihr die Unzulänglichkeit ihrer Kraft fühlbar wird, in demselben auszuharren. Nahe verwandt mit den hier charakterisirten Fehlern ist die Laune des weiblichen Geschlechts. Sie entspringt in der Regel aus dem Mangel an Selbstbefriedigung, aus dem Gefühl der eignen Unzulänglichkeit, sich selbst zu genügen. Die plötzlichen Uebergänge in entgegengesetzte Stimmungen sind das Haschen nach dieser Befriedigung, die man aus der vorangehenden nicht zu schöpfen vermochte. Die gelassene Gleichmäßigkeit und Selbstgewißheit des Benehmens, die man ihr gegenüberstellt, wird das beste Mittel sein, sie zu heilen. Eitelkeit, Gefallsucht und Koketterie sind ebenfalls anerkannte Fehler des weiblichen Geschlechts. Aber sie sind noch sichtbarer als jene nur Verirrungen weiblicher Tugend. Denn der Beruf und die Bestimmung des Weibes ist nicht wie die des Mannes, sich selbst zu genügen, sondern Andern. Nicht in der eigenen Zufriedenheit mit sich selbst, sondern nur in derjenigen, die sie Andern bereitet, kann und soll sie ihre innere Befriedigung finden. Wie der menschliche Ehrgeiz überhaupt aus der Bescheidenheit, d. h. aus dem Mangel an Vertrauen zu unserem Urtheil über uns selbst entspringt, so die weibliche Eitelkeit und Gefallsucht aus den: acht weiblichen Gefühl, daß 3

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