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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1857-01-01 · 1857 · p. Seite 7

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1857
Date
1857-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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IRI
…/9643703-7657848--064-7657855
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Kinder in die Schule schicken, damit sie stille sitzen lernen, und Schulen, die zu diesem Zwecke Kinder aufnehmen, verrücken vor der Seele der Kinder den ganzen Standpunkt der Schule und der \ Erziehung Denn sie fordern Etwas, und zwar etwas sehr Unj natürliches und daher sehr Schweres von ihnen, wofür sie ihnen 1 Nichts bieten; und die Schule wird ihnen bald entweder als eine j barbarische Zwangsanstalt, oder der Unterricht als eine Zeit des j dumpfen Träumens erscheinen. j Wer aber für die Freude am Lernen, Aufmerksamkeit aufs \ Lehren und Sorgfalt für's Neben fordert, wird bei'm Kinde die j natürliche Bereitwilligkeit des Gehorsams finden, die sich immer j mit dem Gefühle des natürlichen Zusammenhanges zwischen Forj dem und Gewähren vereint. Für die Erweckung und Pflege! der Tugend, die wir Fleiß nennen, und für die Einpflanzung j des auf dieselbe gerichteten Pflichtgefühls in die Seele des ' Kindes, bietet also das erste Schulleben das natürlichste und wirkj samste Mittel in dem Interesse des Kindes an der Sache, an dem Zweck, für den es thätig sein soll; und für den ersten Schul- | unterricht wird es keine dringendere Anforderung an den Lehrer j geben, als daß er es verstehe und darauf bedacht sei, jederzeit das \ Interesse seiner Zöglinge wach zu halten, und das Gefühl eines i fortschreitenden Wissens und Könnens in ihnen anzuregen und j zu beleben. — Nicht minder anregend ist für das kindliche Gemüth in dieser ersten Schulzeit das Bild eines geregelten Organismus, j das die Schule bietet und an dem es sich eines gewissen Antheils bewußt wird. Das Läuten der Glocke, das mehrere Hundert Kini der an ihre Plätze ruft, imponirt ihm nicht nur, sondern gewährt \ ihm auch ein Gefühl der Gemeinschaft mit denselben, von dem I es sich gehoben fühlt, indem ja das Alles auch für ihn und zur j Regelung seiner Thätigkeit geschieht. Der Gang der Schulordnung ist ihm im ersten Augenblick ein großartiges Spiel, an dem seine Phantasie arbeitet; und das Kind will mitspielen an seij nein Platze und reihet sich willig in die Ordnung ein, die ihm dasselbe anweist. Der Stolz, mit dem das Kind in die Schule geht

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