Einladungsschrift zu der auf den ... festgesetzten öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der auf den ... festgesetzten öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
- Volume
- 1855
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 18)
- Language
- German
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14 terlichen Hause das erzielen, woraus ihr Augenmerk gerichtet sein muß: die Bildung gediegener, nach Selbstvervollkommnung unablässig strebender Jungfrauen, die einst eine ihrer Bestimmung würdige Stellung in der bürgerlichen Gesellschaft einnehmen werden. Schulnachrichten. Diese gegenwärtige Einladungsschrift ist die letzte, die dem Verfasser an die Aeltern unserer Schüler und an das verehrte Publikum zu richten vergönnt ist. Nachdem er einen Zeitraum von neun und vierzig Jahren in seinem Wirkungskreise verlebt hat, mahnt ihn das Alter, sich von demselben zurückzuziehen und ihn jüngeren Kräften zu überlassen. Als er im Jahr 1806 denselben antrat, zählte die, nicht lange vorher durch edle Männer zum Besten einiger unbemittelten Knaben ins Leben gerufene Anstalt, die den Namen Philantropin führte, 16 Knaben. Er hat sie durch die vielfachen Kämpfe begleitet, die sie, als eine Umgestaltung des hergebrachten Systems des Jugendunterrichts, mit den Anhängern desselben zu bestehen hatte. Die unabweisbaren Forderungen der fortgeschrittenen Zeit machten sich von selbst bei diesen geltend, und nach wenigen Jahren hatte sich das Philanthrop in, durch den Eifer und die Thätigkeit für ihren Beruf begeisterter, obwohl kärglich besoldeter Lehrer, zu einer zweckmäßig organisirten Knaben- und Mädchenschule erweitert, der auch der größere Theil der anfänglichen Gegner ihre Kinder anvertrauten, so> daß sie im Jahr 1813, bei der neuen Organisation des Schulwesens im damaligen Großherzogthum Frankfurt, zu einer Staatsanstalt, unter dem Namen „Bürger- und Real-Schule der Israelitischen Gemeinde" erhoben wurde. Obwohl nach der Auflösung des Großherzogthums