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Einladungsschrift zu der auf den ... festgesetzten öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 24

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Journal
Einladungsschrift zu der auf den ... festgesetzten öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 24 (sequence 24)
Language
German
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IRI
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24 täglichen Gegenstände, bei denen das Auge nicht mehr verweilt. Sodann wird das Vertrauen, das wir dem schenken, was wir oft wiederholt haben, uns eine neue Prüfung als unnütz erscheinen lassen. Allein in manchen Fällen verlangen die vielen Elemente, die in einen Ausdruck vereinigt sind und das Unbestimmte, das ihnen vermöge der Natur des Gegenstandes eigen ist, ein beständiges Mißtrauen und eine um so öftere Untersuchung ihrer Geltung, als schon in der ersten Einsetzung der Zeichen größere Gefahr der Veränderlichkeit bei der wiederholten Anwendung verborgen liegt. Die Gewohnheit 'aber, welche solche Aufmerksamkeit ausschließt, und einen blinden Mechanismus an deren Stelle setzt, kann uns auf verschiedene Weise irre leiten. Warum sollten wir aber fürchten, die Motive unseres Glaubens oft einer neuen Prüfung zu unterwerfen? Sind sie gegründet, so werden wir sie befestigen; stützen sie sich auf etwas Falsches, so werden wir sie verbessern; jedenfalls werden wir die Selbständigkeit unserer Urtheile retten und die hartnäckige Gewohnheit wird uns nicht zwingen, das ganze Leben hindurch schlecht zu urtheilen, weil wir das erstemal schlecht urtheilten. In dem zusammengesetztesten,' anfangs sehr mühsamen Räsonnement scheinen, nach häufiger Wiederholung, der Anfang, und der Schluß unmittelbar sich zu berühren und verbunden zu sein, weil die Ideenkette mit so großer Leichtigkeit und Schnelligkeit durchlaufen wird. So durchläuft das Genie mit Blitzesschnelle die längsten Folgereihen von Sätzen, bringt Massen von Ideen einander nahe und häuft sie aufeinander. Sind wir mit einem Räsonnement durch Wiederholung ganz vertraut geworden, so vernachlässigen wir die Operationen, die es ursprünglich, begründeten, und vergessen sie endlich oder betrachten sie als nutzlos. Daher die vielen Ellipsen in den Formen des Räsonnements sowohl, als im gewöhnlichen Gespräche. Wozu auch bei einer langen Reihe von Ausdrücken verweilen, wenn man gewohnt ist, uns beim ersten Worte zu verstehen? Wir werden die Zwi-

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