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Einladungsschrift zu der am ... statt habenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde · 1852-01-01 · 1852 · p. Seite 4

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... statt habenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1852
Date
1852-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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— 4 Hebung eine fortschreitende sei und niemals das Maaß überschreite, das der jedesmalige Zustand unserer Kräfte gestattet. Die Gewohnheiten sind die neuen Arten zu sein, die erworbenen Neigungen, die aus einer länger» oder kürzer» Ucbung oder Unthätigkeit entstehen. Die Erziehung setzt sich demnach zum Zwecke, durch gute Gewohnheiten unsere Fähigkeiten zu erweitern und ihnen die zweckmäßigste Richtung zu geben. Wir können aber über die Natur der nützlichen Uebungen, über den Karakter der Gewohnheiten und ihrer Wirkungen sehr irren. Die anhaltende oder häufige Wiederholung übt nicht allein verschiedenartige, sondern selbst einander entgegengesetzte Wirkungen auf unsere körperlichen Organe und auf unsere thätigen Kräfte, auf unser äußerliches Empfindungsvermögen und auf die innern Gefühle aus. Daß man diese Umstände nicht richtig zu unterscheiden wußte, hat zu großen Jrrthümern in der pädagogischen Erziehung geführt, und aus derselben Ursache kann der Mensch, auch in dem Werke seiner eignen sittlichen Vervollkommnung, große Fehler begehen. , Diese Unterscheidung kann uns lehren, wie sehr der Mensch von seinen Organen abhängt, zugleich aber, welche Macht ihm verliehen ist, sie zu beherrschen. Die so zahlreichen Erscheinungen, welche aus einer wiederholten Uebung hervorgehen, und die, den ursprünglichen Zustand des Menschen umwandelnd, ihm gleichsam eine neue Natur erschaffen, lassen sich unter einige Hauptgesetze bringen. Die erhaltene Empfindung verliert durch Wiederholung allmählig an Stärke und entgeht endlich fast gänzlich der Aufmerksamkeit. Gleichzeitig nehmen die mit derselben verbundenen Gefühle der Luft oder Unlust ab. Aber auf eine wunder-

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