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Einladungsschrift zu der am ... statt habenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde · 1852-01-01 · 1852 · p. [Seite]

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... statt habenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1852
Date
1852-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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IRI
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©te Gewohnheiten werden zu Gesetzen des Geistes und der körperlichen Organe, zu mechanischen und eben deßhalb um so gebieterischer Gesetzen. Sie nehmen in dem Geiste die Stelle der Wahrheiten ein und nehmen die Gestalt derselben an. Was mit den Gewohnheiten unseres Geistes übereinstimmt, erhält unsere Billigung, erscheint uns der Regel angemessen. Die Dinge scheinen uns an ihrem Platze zu sein, weil sie mit unfern eigenen Neigungen übereinftimmen, nicht wie wir solche von der Natur empfangen, sondern wie wir sie durch das alltägliche Verfahren gestaltet haben. Was diese Gewohnheiten stört, beunruhigt uns, fällt uns beschwerlich und erzeugt unser Mißfallen; wir suchen aber die Ursache nicht in uns, sondern in den Dingen. Das angenommene Conventionelle übt, durch die Macht der Nachahmung, eine ähnliche Wirkung, wie die Gewohnheiten; es unterwirft den Geist gewissen Maximen, gewissen angenommenen Regeln, deren Entstehung unserer Unaufmerksamkeit entgeht, und die das Vorurtheil zu allgemeinen Gesetzm erhebt, denen nun der Geist die Gegenstände, mit denen er in Berührung kommt, unterwerfen möchte. Von diesen zwei Arten künstlicher Neigungen wollen wir jedoch hier nur die, den Gewohnheiten entspringenden, einer nähern Betrachtung, besonders in Hinsicht ihres Einflusses auf sittliche Bildung, unterwerfen. Erziehung ist nichts weiter, als eine Reihenfolge richtig gedachter und zweckmäßig ausgeführter Uebungen. Es ist der Natur unserer Anlagen angemessen, sich durch Uebung zu entwickeln, unter der Voraussetzung, daß diese

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