Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Israelitischen Realschule
- Journal
- Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Israelitischen Realschule
- Volume
- 1851
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
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17 den Genuß, den ihre Betrachtung gewährt, empfänglicher zu machen. So werden sie auch die Gefühle der Dankbarkeit gegen Alle, die sich ihren Kindern in irgend einer Beziehung wohlthätig oder nützlich erweisen, in ihnen nähren, die Regungen des Mitleids und des Wohlthätigkeitstriebes durch Ermunterung und Anspornen zu solchen Handlungen beleben und nicht aufhören, sie zur Treue und Beständigkeit in ihren Neigungen hinzuleiten. Auf solche Weise wird es ihnen gelingen, das unschätzbare Vermögen eines regsamen und wahrhaften Gefühles in ihnen zu entwickeln und zur Beglückung ihrer selbst wie ihrer Umgebung wirksam zu machen. In Betreff der innern Einrichtung der Schule haben wir von einer Erweiterung des Lehrplanes der Mädchenschule zu berichten. Um nämlich den Wünschen mehrerer Aelteru, welche schon während der Schulzeit ihren Töchtern Unterricht im Englischen geben lassen, zu begegnen und diesen Gegenstand in Einklang mit dem Ganzen des Unterrichtes zu bringen, wurde derselbe mit dem ersten Oktober in der ersten Klasse eingeführt. Was in dieser kurzen Zeit darin geleistet wurde, mögen die Aeltern, die es interessirt, aus der Prüfung beurtheilen. Ferner wurde in derselben Klasse eine wöchentliche Stunde für einen faßlichen Unterricht in den, zum Verständniß der mathematischen Geographie nothwendigen geometrischen Vorbegriffen bestimmt. Zu unserm Bedauern müssen wir es fortwährend beklagen, daß die meisten Schüler und Schülerinnen nach dem ersten Cursus der oberen Klasse die Schule verlassen und daher nicht mit dem Maaße von Kenntnissen austreten, welches die Schule sich zum Ziele gesetzt hat. Es gereicht uns zur Befriedigung, daß wenigstens diejenigen Schüler, denen die Aeltern die zur Schulbildung erforderliche Zeit vergönnen, durch die erlangten Kenntnisse und Fertigkeiten einen Maaßstab dessen abgeben, was in der Schule erreicht wird, und daß dieselben sich auch der vollkommenen Befriedigung ihrer Lehrherren erfreuen. 2