Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde
- Volume
- 1846
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
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17 Salubrität, nicht mehr entsprechend gefunden, und es mußten in der letztbn Zeit mehrere sich meldende Kinder deßhalb zurückgewiesen werden. Der Schulrath setzte in ausführlichen Vorstellungen an die Gemeindeverwaltung die großes Nachtheile des Mangels eines zweckmäßigen Locales mit der Wärme und Eindringlichkeit auseinander, die ihm Eifer und Interesse für die Anstalt, der er seine Thätigkeit mit so gutem Erfolge widmete, einflößen mußte. Hatte doch die Schule, in welcher ein großer Theil der Gemeinde seine Bildung erhalten hatte, ihre wohlthätige Wirksamkeit und ihre Bedeutung für die Gemeinde in einem Zeiträume von vierzig Jahren, im letzten Jahrzehnt im gesteigerten Verhältnisse, bewährt. Die Gemeindeverwaltung war daher überzeugt, im Sinne der Gemeinde zu handeln, wenn sie diesem Mangel und den daraus entspringenden großen Uebelständen abhalf und beschloß die Erbauung eines neuen Schulhauses. Am 13. November wurde dasselbe feierlich eingeweiht. Wir freuen uns, den verehrten Aeltern die Versicherung geben zu können, daß sich das Gebäude in jeder Hinsicht seinem Zwecke entsprechend beweist. Von allen Seiten freistehend, ist es dem Durchzuge der frischen Luft überall zugänglich. Hohe und helle Schulzimmer mit dem, dem fest gesetzten Maximum der Schülerzahl der verschiedenen Klassen angemessenen Raume; vollkommene Trennung der Localitäten für Knaben und Mädchen, so wie ein freundlicher Schulhof mit zwei Abtheilungen, diese Anforderungen an ein gutes Schulgebäude sind befriedigt und Lehrer und Schüler bewegen sich mit Freudigkeit in seinen Räumen. Die Mitglieder der Baucommission, die sich mit unermüdetem Eifer der Leitung des Baues und seiner schönen innern Einrichtung widmeten, haben sich den gegründetsten Anspruch auf den Dank der Aeltern unserer Schüler und Schülerinnen erworben. Mögen Fleiß und gute Sitte in diesem Monumente des schönen Sinnes, der unsere Gemeinde beseelt, ihren beständigen Wohnsitz aufschlagen, die in demselben gebildete Jugend zum schönsten Gedeihen heranreifen und in den spätesten Jahren sich der darin verlebten Zeit mit Freuden erinnern. 2