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Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde · 1839-01-01 · 1839 · p. Seite 13

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Journal
Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1839
Date
1839-01-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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IRI
…/9643689-7657470--074-7657481
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13 Ein ganz anderer ist der Gesichtspunkt der Eigenliebe. Ungeachtet sie uns glauben macht, daß wir Andern überlegen sind, gibt sie uns dennoch, ihnen gegenüber, eine untergeordnete Stellung. Denn indem sie uns, in unfern Gedanken, vor ihrem Tribunal erscheinen läßt, macht sie, daß wir sie fürchten, und sobald wir Richter in ihnen sehen, können wir sie nicht mehr lieben. Was wir thun, sie zu fesseln, ist eigennützig, heuchlerisch, und das wahre, das aufrichtige Talent findet keinen Raum mehr sich zu entfalten. % Diese Bemerkungen sind auch auf die Kindheit anwendbar. Der Keim des Talents ist von derselben Beschaffenheit, wie das Talent selbst; er ist'aber weit leichter zu ersticken. Indem wir ein Kind beständig in jenem gereizten Zustande leben lassen, in welchem die Begierde, Andere zu verdrängen und die Furcht, von ihnen verdrängt zu werden, es erhält, schaden wir ihm auf vielfache Weise. Wir reizen seine leichtbeweglichem Nerven, verändern seine Gemüthsart, verleiten es, im Falle des Mißlingens, der Niederlage, seine Zuflucht zur Anschwärzung, zum Spotte zu nehmen, dieser kalten Neigung, die das Herz vertrocknet. Ergreift dieses nur allzuanfteckende Uebel gar die Erzieher und Lehrer selbst, so verhindert es dieselben, sich irgend einer Aufwallung des Gefühls, irgend einem edlen Enthusiasmus hinzugeben, und die besten Früchte des Unterrichts gehen dann verloren. Allerdings nöthigt oft ein solches Reizmittel die Aufmerksamkeit, sich auf einen bestimmten Punkt zu fixiren und erzielt für den Augenblick einige ungewöhnliche Kraftäußerungen; aber jenes lebendige Gefühl des Schönen, jener, der Begeisterung nahekommende Schwung, dessen Feuer zuweilen in den strahlenden Blicken des Kindes

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