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Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde · 1839-01-01 · 1839 · p. Seite 9

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Journal
Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1839
Date
1839-01-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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IRI
…/9643689-7657470--070-7657477
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dasselbe eine unzerstörbare Neigung und eine wirksame Ursache glücklicher Fortschritte ist. Wenn aber von dem Wunsche, sich über Andere zu erheben, der Uebergang zu jenem, daß sie unter uns hinabsinken möchten, sehr schlüpferig ist: soll die Erziehung dazu beitragen, daß ihn das Kind überschreite? Bestehen lassen, was ohne unser Zuthun vorhanden ist, und es aufalle Weise Hervorrufen und steigern —das sind zwei sehr verschiedene Dinge. Die Eigenliebe findet sich überall, oft mit uncigennützigern Neigungen verbunden; es ist nicht möglich, unwiderstehliche und oft lobenswerthe Regungen zu zergliedern, um die Spuren der Persönlichkeit aufzusuchen, die sich darin auffinden lassen; es ist genug, wenn die edlen Gefühle die Obergewalt haben, genug, wenn sie so lebhaft sind, daß sie nicht verkannt werden können. Wir brauchen dann nichts weiter zu fordern, und mögen wohl die Täuschungen schonen, die ein aufrichtiger Zögling sich selbst macht. In diesem Punkte, wie überall, werden uns die Grenzen unserer Pflicht von der Möglichkeit ihrer Erfüllung vorgezeichnet. Die Eigenliebe vertilgen wollen, ist eine Chimäre, aber ihr Uebergewicht vorsätzlich steigern, ist nicht desto weniger ein moralisches Vergehen. Sehen wir nun Einrichtungen, die darauf berechnet sind, den Neid aufzuregen, den Wunsch, Mitbewerber hinabzudrücken, zu erwecken, und jedes Kind in den Fehlern der Andern einen Genuß finden zu lassen: wer könnte sich mit einer solchen Ordnung der Dinge mit aufrichtigem Herzen befreunden? Wie kann man die Behauptung aufftellen, die Kenntnisse müssen vor allem dazu dienen, die Menschen besser zu machen, wenn man, in der Hoffnung die Kenntnisse zu vermehren, sich der Gefahr aussetzt, die Menschen

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