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Einladungsschrift zu der am ... statt habenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde · 1836-01-01 · 1836 · p. Seite 6

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... statt habenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1836
Date
1836-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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IRI
…/9643693-7657408--038-7657414
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— 6 — Ergebniß herbciführcn, das ihm eine angenehme Empfindung verursache; es stellt sich im voraus das hübsche Gärtchen vor, das aus den Blumen, die es in den Sand pflanzt, entstehen werde, und geräth bei diesem reizenden Bilde in volle Bewegung. Dann fängt es an, Beobachtungen zu machen. Es sieht, daß der Sand eine gewisse Tiefe haben müsse, um den Stamm der Pflanze feftzuhalten; bemerkt, daß dieser umfällt, wenn er eine schwere Blume trägt — und nun befindet es sich auf dem Wege des Räsonnements. Sein Geist würde aber nicht zur Ausübung dieser Thätigkeit gekommen sein, wenn er sich nicht ein klares und angenehmes Bild von einem Garten gemacht hätte. Ein seiner Einbildungskraft vorschwebendes Bild und der Wunsch, es zu verwirklichen, sind der Ursprung seiner Thätigkeit. Jeden Gegenstand aus dem Nebel, der ihn umhüllt, heraustreten zu lassen, darin besteht die Erziehung der ersten Lebensalter. Die Welt scheint dem Kinde, wie dem Thiere, nur aus einem Stück zu bestehen; die Aufgabe der Erziehung jft es, vermittelst einer concentrirten Aufmerksamkeit alles zu sondern und zu isoliren. Die verstärkten und fixirten Eindrücke werden dann Quellen eines Reizes, der dem Denken Bewegung und Richtung gibt. Diese Bemerkung behält durch den ganzen Lauf der Kindheit , ihre Gültigkeit. Die Antriebe zu jeder freien Uebung des Verstandes sind das Wohlgefallen, das Interesse, das manche Gegenstände einflößen, mit eineiü Worte: das Vergnügen, dieses einzige Bedürfniß des zärtern Alters. Allerdings werden in der Folge andere Triebfedern wirksam sein, aber diese vermögen jetzt noch nicht aus sich selbst zu wirken, wir müssen sie in Bewegung setzen. Die edelste voy allen, das sicherste Fundament unserer Hoffnungen:

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