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Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde · 1830-01-01 · 1830 · p. Seite 17

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Journal
Einladungsschrift zu der auf den ... statthabenden öffentlichen Prüfung in der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1830
Date
1830-01-01
Page
Seite 17 (sequence 21)
Language
German
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IRI
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17 prägen als das Gesammtwissen ein Ganzes bildete, das in inniger Beziehung zum bürgerlichen und socialen Leben ftand, und dieses stets auf dieselben zurückführte. In den ueuern Zeiten aber, wo das Wissen zu einer so großen Masse angewachsen ist, und zu den Sachkenntnissen noch die Erlernung so vieler Zeichenkenntnisse (Sprachen) hinzukommt, wurde es allerdings, bei der Beschränktheit des menschlichen Geistes, nothwendig, sie in Fächer zu sondern, in welche sich die verschiedenen gelehrten Berufsarten theilen. In so fern nun die alten Sprachen mit ihren Hülfswissenschaften als die zweckmäßigste Vorbereitung zum wissenschaftlichen Berufe, sowohl wegen der, in der alten Literatur niedergelegten Summe großer Ideen, als wegen der formellen Geistesbildung, die das Studium derselben vermittelt, betrachtet werden kann, ist der Unterricht, wie er der Jugend in Gelehrteuschulen ertheilt wird, allerdings ein eben so zweckmäßiges als zusammenhängendes Ganzes, und die strenge wissenschaftliche Sonderung der Gegenstände ist hier um so mehr an ihrem Platze, als der Geist zum wissenschaftlichen, systematischen Denken gebildet werden soll. Diese Gegenstände, die durch tausend Fäden Zusammenhängen, werden überdieß im nachherigen Berufstudium und wissenschaftlichen Leben auf vielfältige Weise hervorgerufen und zum Bewußtseyn gebracht, und wenn auch Manches der Vergessenheit überliefert wird, so bleibt der formelle Gewinn doch unverloren. Ganz anders aber ist es mit der Bildung in Bürgerschulen. Hier sollen Schüler und Schülerinnen, neben den uothwendigen Fertigkeiten, eine Summe von positiven Kenntnissen erlernen, die als Grundlage einer zeitgemäßen Bildung genüge, und wenn auch ihnen der nachherige Beruf wenig Muße vergönnen sollte, das Erlernte zu erweitern und auszubilden, ihnen wenigstens die Neigung und das Bestreben bliebe, das Erworbene festzuhalten und sich des-

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