Yediʿot shel Irgun Yotsʾe Shlezyah ʿIlit be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun Yotsʾe Shlezyah ʿIlit be-Yiśraʾel
- Volume
- 1965
- Issue
- No. 3 (Dezember 1965)
- Date
- 1965-12-01
- Page
- Seite 4 (sequence 3886)
- Language
- German
- Belongs to
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Vom jüdischen Sport o/s VON HEINZ BADT, BASEL-FR. BEUTHEN O/S Bel meinem kürzllchen Besuch ln Israel traf Ich einige meiner Schul — und Sportkameraden Beuthens u. man zeigte mir eine Fotografie, an die ich längst vergessen hatte, eine Mannschaftsaufnahme des Beuthener Sportclubs, aus den 20er Jahren, aufgenommen n. einem Sieg bei “Rund um Beuthen”. “Das waren noch Zeiten”, so dachten wir alle beim Anblick dieser stolzen jungen, denn der BSC war von Juden für Juden s.Zt. gegründet worden. Nun lassen Sie mich von den Anfängen des jüd. Sports in O/S erzählen: Zu den bekanntesten Sportführem in O/S gehörten sZt. wohl Herrn. Seidemann, der Vors, des T. V. “ Vorwärts ”Bthn, sowie Ino Schwarz u. vor allem Jsidor Kochmann vom T.V. “Frisch- Frei” Bthn. Letzterer besonders war es, der als Initiator der bestbekannten “3 Städtekämpfe im Kunstturnen” Berlin-Breslau-Beuthen galt. Der Schreiber dieses Berichts griindetete 1922 die Hockey-Mannschaft des Beuthener Hindenburg- Gymnasium, kam dann später zur Hockey-Abtlg. des T.V. Frisch-Frei, wo Jakob Guttmann, selbst ein guter Verteidigungsspieler, die Hokey-Sektion leitete. Weitere Spieler der Mannschaft waren Paul & Ignaz Eisner, sowie Kurt Kochmann. Letzterer ein Allround-Athlet, war im FF. der Initiant der Leichtattletik. Er verstand es vor allem eine ausgezeichnete Jugendmannschaft heranzubilden und ich entsinne mich noch vieler regionaler Meetings in Bthn Gleiwitz, Hdbg, Cosel und Oppeln. Aber in einem Turnverein war für Leichtathletik wenig Platz. Man gründete 1922 den BSC, der ausser unserem Trainer Rudi Piecha u. einigen wenigen christlichen Freunden, nur aus Juden bestand. Neben Kurt Kochmann, war noch Benno Kornfeld, (Vater v. Heinz K. jetzt TA.) ein grosser Förderer des jüdischen Sports. Bald fanden wir auch in Dr. Erwin Frankel, fr. Bismarkhütte, jetzt USA, der gerade aus Berlin, wo er beim SCC tätig war, zurück kam und sich in Bthn als Arzt niederliess, einen tüchtigen Trainingschef, der unsere Sprinter zu grossen Leistungen, brachte. Bei den Läufen “Rund um Beuthen” die Dr. Frankel, als Nachahmung des bekannten Laufes “Potsdam-Berlin” einführte und die jeweils vom Beuthener Boullevard, über die Bahnhofsttr. nach Schömberg u. weiter über Bobrek-Karf bis zum Ziel am Beuthener Ring führten, war es in den ersten Jahren, immer der BSC” der den Sieger stellte. Vor mir habe ich das oben erwihnte Bild, aus technischen Gründen konnte das Bild in dieser Ausgabe nicht mehr erscheinen. B. Kornfeld, Betreuer d. Mannschaft, Willi Kayger, Emst Lax, Kurt Pinczower, Kurt Joschkowitz, Hans Siedner, Dr. Frlnkel, Heinz Badt, H. Steinitz, Kurt Stein, Günter Lachmann, W. Angress, Vors. Dr. Keiser ein Teil d. Jugend - mannschaft: H. Wittner, F. Böm, H. Hecht, (jetzt Chaim Hadar Turnlehrer in Jsrael) Paul Raschke u. Heinz Kornfeld. Fehlend auf dem Bild die Läufer, Saper, Gebr. Nowak Brüder Schwarz, Fritz Krebs, Erwin Brinitzer u. vor allem Hans Kosak u. Herbert Schneider, zwei erstkl. Sprinter, die mit K. Pinczower die 3x200 mtr. Juniorenstaffel bildeten und s.Zt. aufsehenerregende Zeiten liefen. — Das so kann man wohl sagen, war der Stamm des BSC. Später kamen aus Berlin die Brüder Frank u. James Rosenthal zu uns, von denen war letzterer ein hervorragender Sprinter und mit ihm, Dr. Hans Kuhn, Martin Siedner (2 Mitglieder des Bar-Kochbah — Kattow) die eine Zeit lang für den BSC liefen, sowie Dr. Frankel, hatte der BSC eine glänzende 4x100 mtr. Staffel, die die stärkste Konkurenz zum südostdeutschen Meister dem SCS, Breslau war. Ausser der Leichtatletik-Abtlg., gab es noch eine Tennisabtlg. im BSC. Der “Spiritus reeto” war Zahnarzt Dr. Kurt Josef u. später kamen die Gebr. Fuss, sowie Hans Herzfeld, Otto Lescbnitzer, Max Löwenstein u. obwohl noch jugendlich, Heinz Josef (jetzt Rio) als gute Mannschaftsspieler hinzu. Willy F. war übrigens auch ein guter Turner u. bis zu seiner Beinverletzung ein hervorragender Leichtathlet, der später bis zum Jahre 1939 als Cheftrainer des 1933 gegründeten Sportbund “SCHILD” in O/S tätig war. Da der BSC eine gute u. immer stärkere Jugend hatte, die aber nicht nur körperlich-sportlich erzogen werden, sondern auch geistig-jüdisch national etwas mitbekommen sollte, hat der Schreibende die Iniative ergriffen u. mit gleichgesinnten aus dem “Blau-Weiss” die Hakoah-Beuthen gegründet, die bis zum Schluss, dh. bis zur Auflösung d. jüd. Sportverbände durch die Nazis im l.Okt. 1939 die Fahne des “Makkabi- Weltverbandes hochgehalten hat. Auch dieser Verein wie auch andere Makkabi-Vereine leisteten eine gr. Breitenarbeit im jüd. Sport von O/S. und brachten ausgezeichnete Sportler in allen Sparten hervor. Besonders sei hier der “Bar-Kochbah” Kattwowitz erwähnt, der unter Führung von S. Riesenfeld in allen Sportarten ersklassige Sportler hervor brachte, wie: die Gebrüderpaare Fuss, Blizer und Siedner, ferner Gerhard Preiss, Lothar Schiein, Walter Loebmann u. a. In Kattowitz gab es — auch den “Zydowski Klub Sportowy” mit einer guten Fussballabtlg. u. hier seien die Spieler, Künstlinger, Badrian, Hecht, Gottreich, Hochzeit, Holländer und Brüder Karliner genannt (letztere 3 jetzt in Tel-Aviv). Aber auch in anderen oberschles. Städten wurde viel Sport unter Juden getrieben. In Hindenburg gab es die Schild-Sportler u. auch die “Hakoah”. In ersterer waren es die Brüder Martin u. Leo Brauer, sowie Gebr. Hecht u. auch Dagobert Boroschek, während in der “Hakoah” die Brüderpaare Ehrlich u. Steinitz, sowie Wieland, Weiss u.a. führend waren und dies in allen Sportarten, wie Fussball, Leichtathletik Ping-Pong oder Schwimmen. Auch in Gleiwitz, Ratibor, Oppeln, Gr. Strehlitz und Neisse Neustadt gab es jüd. Sportgruppen. In Beuthen gab es unter Führung von Georg Brauer, einen jüd. Kegel-Klub mit dem Namen “Wurstwieder-Wurst”. Ja, Sport wurde von den oberschl. Juden viel getrieben. Im schneereichen Winter zogen wir mit unnseren Eltern zB. ins Jeschkenthal, wo wir auf einem hügligen Gelände mit unseren Schlitten rodelten. Ich selbst — machte meine ersten Versuche im Skilaufen in den Ferien an der Hampelbaude im Riesengebirge, während mein Vater Moritz Badt ein eifriger Wintersportler einmal in Oberhof eine Gästemeisterschaft im Rodeln gewann. Im Sommer traf man sich regelmässig in den jeweiligen Badeanstalten zum Schwimmen. Hierbei will ich an die jüd. Schwimmer denken, die innerhalb des “S.V. Poseidon” Bthn. tätig waren. Ausser den Brüdern Kamm Lutz Imbach, Erwin Schwarz, (Mollo) die sich besonders hervortaten und Mitglieder, sowohl der Crawl, — als auch der Bruststaffel des S.V. Paseidon waren, vor allem Fritz Krebs und Herbert Schwarz der in einem der zwanziger Jahre (genaue Jahreszahl mir unbekannt) die “Deutsche Meisterschaft” gegen schwerste Konkurenz gewann. Aus den 30er Jahren sei noch die Fussballmannschaft des “SCHILD” Bthn. genannt, die 1937 mit Vorsiegen über Schild-Breslau u. später Schild-Leipzig, ins Endspiel gegen Schild-Stuttgart gelang, das Spiel aber in St. in der Verlängerung durch einen “Elfmtr.” verlor, was wohl als besonderes Pech zu werten war u. so wurde “Schild-Stuttgart” Deutscher Fussballmeister des “SCHILD” Die Mannschaft spielte s.Zt. unter ihrem Betreuer Fred Tichauer, Jetzt Sao-Paulo, wie folgt: Baumstein; — Blandowski, Kurt Horn; — Goldschinit Olschowski, Fritz Hom; — Holländer, Hecht, Friedrich, Gerhard Hom u. Willi Brandt. Man könnte noch viel über den oberschles. Sport schreiben. aber es wäre zuviel über jeden einzelnen zu schreiben. Jedenfalls, so war es damals, u. heute dürfen, wir stolz sein, wenn junge Juden aus der ganzen Welt alle 4 Jahre n. Israel kommen um im Stadion von Ramat-Gan bei der “Makkabiah” ihre Kräfte zu messen, im Zeichen des Magen David u. der Fahne “JSRAELS”. — Und dabei erinnere ich mich der Fahneninschrift des Jüd. T.V. Basel, dem ich seit ca. 30 Jahren angehöre: “Tipheret bachurim Kadom” (Die Zierde der Jugend ist ihre Kraft). Und in diesem Sinne rufe ich allen ehemaligen Oberschlesiem zu: ”Chasak we emaz“. Fuss nicht, wie er soll, >rt zu DR. SCHOLL, x Plege Ihrer Fiisse Dr. SCHOLL R. Rotholz Medizinische Pedicure Einlagen — Gummistriimpe Behandlung eingewachsener Nägel sowie alle weltbekannten ,L, Original-Erzeugnisse rel. 615337 Nur Allenbystr. 37 (Ecke Bialikstr.) T.-A. Frau ELLI GRAETZER (früher Beuthen O/S, jetzt Rio de Janeiro) gratuilieren zum 80. Geburtstag, ihre Kinder u. Enkelkinder “Ad meah w’ esrim“ Rio-caixa postal 3476. Zum 70 Geburtstag von : Frau BAUMGART, geb. Karliner, jetzt Denver USA gratulieren recht herzlich: Juli. Karliner, Cr.uJ. Ofer u. Kinder Zwi u. Cr. Karliner u. Kinder in Israel. INTERESSENTEN für unser geplantes ELTERN HF.IM, aus dem In- und Ausland, werden ersucht sich mit unserer Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen. FILIALEN IN Tel-Aviv — Jerusalem — Haifa — Natanya Hadera — Rehovot — Beershewa und demnächst auch in ASHDOD Geht dein Geh sof Alles zi 4