Mannheim
Compact Memory

Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1986-01-01 · No. 51 (1986) · p. Seite 44

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1986
Issue
No. 51 (1986)
Date
1986-01-01
Page
Seite 44 (sequence 44)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/7411685-7413483-7497352--1097-7413527
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

(Forsetzung von Seite 43) Frau Seddy Schueftan, Berlin, zum Ableben TJHRÜES MANNES, MAX SCHUEFTAN. Er ist uns als juengster Sohn des bekannten Kantors Schueftan aus der Glogauer Schul, Breslau, Gartenstr. bestens bekannt. Er war jahrelang Trainer im Sportverein Bar Kochba und auch ein ausgezeichneter Fussballspiietter. 1934 wanderte er nach dem damaligen Palaestina aus und gruendete die bekannte Transportfirma “Sahir”, die auch heute noch besteht. 1956 nach der Bundes-Republik zurueckgekehrt hat er in Frankfurt a/Main den Makkabi ins Leben gerufen und erhielt die ,,Goldene Makkabi Nadel”. Spaeter in Berlin arbeitete er ehrenamtlich in der Benej Berith Loge und wurde von allen sehr geschätzt. Seine Gattin war ihm eine treue Kameradin. Den Angehoerigen von RABBINER Dr. VO- GELMAN, KATTOWITZ O/S—KIRJAT MOTZ- KIN, zum Ableben dieses grossen Gelehrten. Wir haben im Rahmen eines Vortrages'dieses ausserordentlichen Mannes gedacht, der die Gemeinde Kattowitz zu erheblichem Ansehen gebracht hat. Ausser seiner rabbinischen Taetigkeit, war er Dozent an der Universität Krakau und auch in Kirjat Motzkin war seine Taetigkeit segensreich. Er gehoert in die Geschichte der einst bluehenden oberschlesischen Gemeinden. Den Angehoerigen von MARTIN FREUND, JERUSCHALAJIM, der sich bereits in Breslau eines sehr guten Namens, erfreute. Er ist nach ganz kurzer Krankheit im 90ten Lebensjahr verschieben. Ausserordentlich interessäert an allem, was die Gemeinde Breslau betrifft, stand er mit uns in staendigem Kontakt. Er hinterliess Kinder, Enkel und Urenkeln, die alle die Tradition der Familie Salo Freund aufs Beste aufrecht erhalten. Neben den Trauerreden von 3 Rabbanim verabschiedete sich der Sekretaer unseres Verbandes, Erich Lewin, von ihm, zumal er nicht nur verwandtschaftlich verbunden war, sondern den Heimgegangenen fast 7 Jahrzehnte kannte und schaetzte. Der Tochter und Familie von HERBERT JASKULSKI, BAT JAM, zum Ableben des Vaters und Grossvaters. Wie wir uns persoenlich ueberzeugt haben, war die Tochter mit ihrer Familie jahrelang aufs Beste dem Vater verbunden und hat seinen schweren Leidensweg zu erleichtern versucht. Besonders ist hier der Schwiegersohn zu nennen, der mit Hingabe und echt juedischem, von tiefer Religiositaet geleitetem Leben, alles tat, um den Vater zu ehren. Walter Bodanoff, Triesen ,zum Ableben seiner GATTIN, FRAENZI BODANOFF geb. GOLD- BERG. Wir wissen, mit welcher Hingabe Walter seine Gattin gepflegt hat und alles aufwand, um ihre Krankheit zu erleichtern. In guten Tagen waren beide eng verbunden und oft holte der Gatte den Rat seiner Frau ein. Frau Chawa Bassfreund und Frau Lea Bauer geb. Bassfreund, sowie allen Angehoerigen zum Ableben ihres teuren JACOB BASSFREUND, der als Nachkomme der angesehenen Rabbinerfamilie sich wuerdig als Sohn und Enkel einreihte. Alles wurde getan, um dem Heimgegangenen Jacob bei Lebzeiten sein schweres Los zu erleichtern. Frau Mia Strauss und ihrer Familie, Tel Aviv, zum Hinscheiden von RÜBEN (BOB) STRAUSS, der ein treuer Leser unseres Blattes gewesen ist. Als Prokurist der bekannten Bank, Hermann Ellern, war er bei den Mitarbeitern und dem Publikum w'egen seiner hohen menschlichen Qualitaeten sehr beliebt. Jahrzehntelang hat er im Rahmen der Chewra Kadischa „Ichud” der Einwanderer aus Mittel-Europa ehrenamtlich gearbeitet, zuletzt als Vorsitzender dieses Verbandes. Ein hingebungsvoller Jude, ein treuen Freund, ein ausgezeichneter Mensch hat uns verlassen. Zum Ableben von Frau EVA GOLDSTEIN geb. Hernstadt, Jerusalem — Beth Hakerem, kondolieren wir den Angehörigen. Die Verstorbene war die Witwe des bekannten Historikers und Philosophen Dr. Walter Goldstein, der zahlreiche Bücher veröffentlicht hat. Sie war mit viel Verständnis für seine Arbeit stets an der Seite des Gatten. Frau LOTTE ROMANN, Giwatajim, und ihren Kindern zum Heimgang von Dr. Hans Jochanan Romann. Der Verstorbene, in Königshütte O.S. geboren, war Richter in Breslau und später, in Israels Wirtschaftsleben, ein bekannter Name. Durch seine besonderen menschlichen Qualitäten hatte er in allen Kreisen einen ausgezeichneten Ruf. Den Angehörigen von HANS BROMBERGER, Haifa, zu dessen Ableben. Alten ehern. Breslauern ist der Heimgegangene gut bekannt als hervorragender Mensch und eifriger Sportler im Rahmen des „Bar Kochba”. In den letzten Jahren arbeitete er freiwillig im Carmel-Krankenhaus wo er u.a. Plattenkonzerte gegeben hatte. Den Angehörigen von Frau GERTRUD MAN- DOWSKY, Haifa, zu deren Ableben. Eine tapfere Frau, Witwe des bekannten Ober-Regierungsrat Hugo Mandowsky, welcher ein treuer Freund unseres unvergessenen Rabbiners Dr. Max Simonsohn gewesen war, hat sie nach dem Verlust ihrer beiden Kinder bis ins hohe Alter stets versucht, das Leben zu meistern. Der Familie Lux in Herzlia zum Hinscheiden ihres teuren OTTO LUX, Sohn des bekannten Rechtsanwaltes Dr. Walter Lux aus Breslau, der seinerzeit im Lande für deutsche Anwälte Kurse in türkischem und englischem Recht abhielt. Er war ein eifriger Leser unseres Blattes. Famile SELOWSKY, Santiago de Chile, zum Ableben ihres teuren Werner Selowsky aus Grünberg (Schlesien), ein treues Mitglied unseres Verbandes, der mit. Margot Nothenberg aus Breslau verheiratet war. Leider müssen wir das Ableben des bekannten Journalisten ERICH LEHMANN aus Nahariah mitteilen. Er war seit Gründung der Siedlung eine Persönlichkeit eigener Prägung und hat laufend über die Geschehnisse in der Stadt und im Norden des Landes berichtet. Auch unser Blatt hat er mit seinen Artikeln bereichert. Seiner Familie gilt unsere Anteilnahme. Frau LILLY MARX, sowie den Angehoerigen von Alexander Czerski (früher O/S) zum Ableben desselben. Wir haben in unserem Blatt anlaesslich der Verleihung des Bundes-Verdienstkreuzes fuer den Heimgegangenen noch zu seinen Lebzeiten einen Glueckwunsch eingesetzt und muessen ihn leider als Nachruf hereinnehmen. Was dieser Mann in seinem Leben, seit vielen Jahrzehnten durch eine Bergwerks-Explosion erblindet, geleistet hat, koennte Seiten fuellen. Trotz seiner Erblindung hat er 8 Buecher in verschiedensten Sprachen herausgberacht, die alle groesste Anerkennung erhielten. Das 1. Buch „Der Umweg” zeicnet sein uerberaus schweres Leben. Nur ein starker Charakter konnte das meistern. Seit 1957 in Israel entdeckte er sein schriftstellerisches Talent. Im letzten Jahre hatte er auch viele Auftritte in der Bundes Republik, Fernsehen, Radio, Vortraege vor Studenten, Schuelern und vielen Verbaenden. Lilly Marx, war seine Begleiterin auf Schrift und Tritt. Ein ausserordentlich warmer Mensch, ein treuer Freund, ein ueberaus intelligenter Mann hat uns verlassen. Familie Schneuer, Tel Aviv, zum Ableben von Israel Schneuer, dem 2. Vorsitzenden des Verbandes ehemaliger Bayern in Israel, den wir immer sehr geschaetzt haben. Ein Glueckwunsch zu seinem 75ten Geburtstag muss leider aus dem Satz der Zeitung entfernt werden, Der 2. Vorsitzende der Centra, Erich Lewin, zeichnete bei seiner Bestattung die grossen Verdienste die der Verstorbene hatte. Die grossen Leiden seiner Krankheit hat seine Gattin durch liebevolle Pflege Tag und Nacht zu lindern versucht. Er bleibt in unserem Kreise unvergessen. Familie Nelken zum Ableben von ERNST NEL¬ KEN, Sohn von David und Lucie Nelken. Die weitverzweigte bekannte Familie Nelken war in Breslau hochgeachtet und wir sind sicher, dass sich viele unserer Leser an Angehörige der Familie gut erinnern werden. Ernst Nelken ging zunächst nach Südafrika und kam 1934 ins Land, wo er zuerst bei der Polizei und dann beim britischen Militär diente. Nach Staatsgründung wurde er in den Planungsstab des Sicherheitsministeriums berufen und wurde, als hoher Beamter, auch nach seiner Pensionierung noch oft zu Beratungen gebeten. Ernst Nelken lebte für seine Familie und war bei allen, die ihn kannten, beliebt. Er wird nicht vergessen werden. Den Angehörigen von Frau PNINA ADIR (Paula Braniss), Kirjat Bialik, zum Ableben derselben. Sie entsammte der geachteten und beliebten Familie Braniss aus Kempen, später Breslau und war als feiner, aufgeschlossener, hilfsbereiter Mensch bekannt. Den Angehörigen von EDITH HARRIS geb. Baginski, (Rosenberg O/S, London), die kurz nach ihrem 80. Geburtstag heimgegangen ist. Innige Freundschaft hat uns Jahrzehntelang verbunden, und stets wenn sie Israel besuchte war es ein Erlebnis. Den Angehörigen von DAVID ROTTENBERG (früher Breslau) zum Ableben des Mannes und Bruders. Der Heimgegangene war durch sein besonders freundliches Wesen und seine Hilfsbereitschaft bei allen sehr beliebt. Zuletzt hat er Jahrelang ehrenamtlich in umsichtiger Weise die Küche des „Scherut Naschim Soziali” geleitet. (Fortsetzung auf Seite 45) 44

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.