Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1986
- Issue
- No. 51 (1986)
- Date
- 1986-01-01
- Page
- Seite 42 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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(Fortsetzung von Seite 41) zu sein und mit zu arbeiten. Er ist bei uns nicht vergessen. Der Familie Siegmund Rothschild, Rischon le Zion, zum Ableben seiner Gattin und seines Bruders, Schwere Jahre der Arbeit, den Boden unseres Landes fruchtbar machend, haben die Familie vorbildlich zusammengehalten. Den Kindern und Angehörigen von ROSEL BRANDEIS geb. HORWITZ. Sie war die Mitinhaberin der hier in unserem Blatt bereit genannten Verlagsbuchhandlung Jacob B. Brandeis- Prag-Breslau und hat durch ihre grosse Taetigkeit mit ihrem Gatten Willi das Geschaeft auf grossem Niveau gehalten. Es war bis zum 9.11.38 das fuehrende Geschaeft fuer Judaica und Kultgegenstände. Auch in unserem Blatt wollen wir MARGOT KAMERMANN, RAMAT CHEN, gedenken, zumal sie nicht nur unser Blatt immer mit grossem Interesse gelesen hat, sondern auch im Elternheim von Anita Mueller Cohen durch ihre literarischen Abende den Zuhoerern viel geboten hat. Wir waren mit ihr eng verbunden. Familie Teichner, Ness Ziona, zum Ableben des Gatten und Vaters FREDY TEICHNER, aus Kreutzburg O/S stammend, zionistisch erzogen, sportliebend und gut Juedisch hat er durch Landarbeit und schwerste Muehe sich in der Siedlung einen ausgezeichneten Namen gemacht. Eng verbunden mit seiner Gattin, der Familie und den Schwiegereltern, war er ein selten feinfuehliger Mensch. An seiner Bestattung sprach der Ortsvorsitzende herzliche Worte des Abschiedes und Erich Lewin als letzter Prediger der Nachbargemeinde Rosenberg O/S nahm in warmen Worten Abschied von seinem besten Freunde. Edith Reifer und Familie zum Ableben ihres Gatten ABRAHAM REIFER. Ein hervorragender Mensch auf hoher Stufe stehend hat diese Welt verlassen und ein grosser Kreis von Verehrern hat ihm die letzte Ehre erwiesen. Frau Bluma Kempinski geb. Fass und ihrer Familie zum Ableben des Gatten und Vaters, Ingenieur MORDECHAI KEMPINSKI, NAHARIA. Der Heimgegangene hat seit Bestehen der Siedlung und der jetzigen Stadt Naharia fuer den Ausbau der Stadt Ausserordentliches geleistet. Beliebt und geehrt, wurde er zu Lebzeiten von allen Teilen der Bevoelkerung als Beispiel eines tüchtigen Menschen gezeichnet. Seine Gattin Bluma ist in Breslau geboren und aus der bekannten Familie Fass Familie Weger, Ramat Chen, zum Ableben des Gatten und Vaters, SCHMUEL WEGER, der bis ins hohe Alter auf technischem Gebiet Grosses geleistet hat. Bescheiden und sehr beliebt ging er still seinen Weg. Seine Gattin Alisa (geb. Freund") war jahrelang Lehrerin an der juedischen Schule in Breslau, Rhedigerstrasse und Tochter des verewigten Landesrabbiners Dr. Freund aus Hannover. Frau Helga Deutsch geb. Landau und der Familie, zum Ableben von Professor ABRAHAM DEUTSCH, dem vorbildlichen Gatten, dem treuen Vater, dem ausgezeichneten Roentgenologen. Zu den Schloschim war eine wuerdige Gedenkfeier an der eine grosse Gemeinde teilnahm. 5 verschiedene Redner haben das Bild des Verewigten auf allen Gebieten des Judentums, der Familie, der Medizin und der Menschenwuerde gezeichnet. Er ist in unsere Herzen eingeschrieben. PRIMA FREEMAN, NEW YORK war eine eifrige Leserin unseres Blattes. Im Laufe des Jahres hat sie des oefteren groessere Geldspenden fuer soziale Zwecke gesandt. Ein tiefreligioeser Mensch — so lebt sie in uns fort. Unsere Anteilnahme gilt insbesondere unserer Lea Freimann, Ramat Gan, die mit der Heimgegangenen als Schwaegerin in staendigem Kontakt war und die auch uns diese Verbindung vermittelte. Ebenso unser Beileid Familie Dr. Jehoschua Freimann, Petach Tikwah,, sowie der Familie der Heimgegangenen in Amerika. FAMILIE HEINZ FREUDENTHAL, JERUSA¬ LEM, zum Ableben des eben Genannten. In unserer Ausgabe Nr. 50 haben wir zum Geburtstag von Heinz einen wuerdigen Artikel geschrieben, den er noch gelesen hat. Leider ist er kurz nachher heimgegangen. Wir koennen nur auf diesen Artikel hinweisen, in dem alle seine Verdienste gewuerdigt wurden. Ein schwerer Verlust fuer die Familie, die Frunde und fuer die medizinische Bibliothek, die er unter seiner Obhut freiwillig verwaltete. Familie SACHS, Tel Aviv, zum Ableben des Oberhauptes der Familie, Herrn ALBERT SACHS. Schon in Breslau war er bekannt durch seine Taetigkeit im Rahmen der Textilbranche, insbesondere Kinderkonfektion. Diese Taetigkeit setzte er in Tel Aviv mit grossem Erfolg fort. Ein ausgezeichneter Mensch, eng verbunden mit der Gattin, den Töchtern und ihren Familien werden wir ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren. Familie Moritz, Tel Aviv, zum ploetzlichen Ableben des Gatten und Vaters HANS GHANAN MO¬ RITZ. Wer ihn kannte, war von seiner Persoenlichkeit, seiner Menschlichkeit, seinem feinen Charakter in d. Bann gezogen. Seine Gattin Ilsehat seit Jahrzehnten fuehrend im Solidaritaetswerk des Irgun Oleh Merkas Europa, insbesondere der Betreuung der Elternheime, gearbeitet. Der Redakteuer dieses Blattes kommt jeden Freitag Abend in das Elternheim in Ramat Chen und alle Bewohner sprechen immer wieder von der Feinheit des leider zu frueh Verstorbenen. Frau Mally Levi geb. Sebel, Tel Aviv zum Ableben IHRES BRUDERS, Nathan Karmi Mally Levi ist die Witwe unseres unvergesslichen Lulu Levi, der als Komponist, Gesanglehrer und hochmusikalischer Mensch bereits in Breslau und dann in Israel auf dem Gebiet der religioesen Musik Hervorragendes geleistet hat. Er gehoert in die Geschichte der juedischen Gemeinde Breslau. Dr Familie von Frau Margarete Crohn, Ramat Chen, die im Eltemheim ploetzlich verstorben ist. Ihre Herzenswaerme, ihr feiner Charakter haben dazu beigetragen, dass sie sich in dem neuen Kreis viele Freunde erworben hat. Mit uns hatte sie staendigen Kontakt. Den Angehörigen van MARGARETE NEU¬ MANN geb. Nothmann, früher Kattowitz O/S, zuletzt Jerusalem, zu deren Ableben. Die Heimgegangene war eine Persönlichkeit besonderer Art, gehörte zu den Begründerinnen der Misrachi — Frauenbewegung im Lande in welcher sie überaus aktiv war und war eine persönliche Freundin der Rabbanit Herzog, mit welcher sie täglich konferierte. Frau Claire Kosterlitz, Morristown N.Y., U.S.A., der Tochter und den Enkeln von Dr. HANS HEN¬ RY KOSTERLITZ zum Ableben Desselben. Dr. Kosterlitz, geb. 1899 in Oppeln, O/S, studierte Medizin in Breslau, Frankfurt und Muenchen. Nachdem er sein Staatsexamen in Breslau bestanden hatte, war er Intern dort zuerst bei Prof. Foerster (dem beruehmten Gehirnchirurgen) und dann bei Prof. Minkowsky (dem bekannten Diabetisforscher), an dem Universitätshospital in Breslau. Spaeter eroeffnete er eine Privatpraxis in Oppeln. Im Jahre 1938 wanderte er mit seiner Familie nach Amerika aus, und eroeffnete eine Privatpraxis in Irvington, New Jersey. Nach 25 Jahren Privatpraxis, nahm er eine Stellung in dem Veteranshospital in Lyons New Jersey an, wo er Unichief wurde. Er arbeitete in Lyons bis er 73 Jahre alt wurde und setzte sich dann zur Ruhe. Er starb am 20. Febr. 85 im Alter von 86 Jahren nach schwerer langer Krankheilt, tief betrauert von seiner Familie und Allen die ihn kannten. Frau Lotte Scheftelovitz Tel-Aviv und Familie Dr. Erwin Scheftelovitz Jerusalem zum Ableben ihres Gatten und Bruders Dr. MARTIN SCHEFTELOVITZ, der uns allen ein guter Freund gewesen ist. Er hat mit Humor und Lebensjahung sich bemüht, -auch das Schwere im Leben zu meistern. Als Diplom-Kaufmann hielt er Vorlesungen an den verschiedenen Universitäten der Bundesrepublik, wo sein grosses Wissen immer geschätzt wurde. Den Angehörigen von WILLI BRANDEIS, Kfar Sirkin, Israel ,zum Heimgang ihres Vaters. Der Verstorbene war der Inhaber des weltweit bekannten hebräischen Verlages mit Buchhandlung von Jacob B. Brandeis in Breslau. Durch seine hervorragenden Talente im Verlagswesen, seine vornehme Persönlichkeit und ausserordentliche Bescheidenheit erfreute' er sich allgemeiner Wertschätzung und Beliebtheit. Viele unserer Leser werden sich in Wehmut dieses Unternehmens erinnrn und dem Sekretär unseres Verbandes zustimmen, der bei der Beerdigung sagte: wir begraben ein Stück unserer einst blühenden jüdischen Gemeinde Breslau. Familie Getz zum plötzlichen Ableben ihres teuren ZWI GETZ, welcher aus Kattowitz O/S stammte. Er war jahrelang Vorstandsmitglied des Verbandes ehern. Oberschlesier in Usrael und Mitbegründer der CENTRA, immer rührig, stets voller Ideen und immer zur Stelle, wo er gebraucht wurde. Bei einer würdigen Gedenkfeier sprach u.A. der Vizebürgermeister von Tel-Aviv, Herr Schlomo Arzi sowie Vertreter d. Unabh. liberalen Partei u. Freunde über sein Wesen u. Wirken. Familien Nelken — Jerusalem, zum Ableben ihres teuren Dr. Ludwig Nelken, der jahrzehntelang bis ins hohe Alter, ein angesehener und zuverlaessiger Arzt war. Man hatte zu ihm grosses Vertrauen und war er seinen Patienten gegenueber Freund und Helfer. Unser tiefes Mitgefuehl gilt der Gattin und der weiteren Familie. Schon in Breslau hatte er sich eines sehr guten Rufes erfreut. (Fortsetzung auf Seite 43) 42