Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1986
- Issue
- No. 51 (1986)
- Date
- 1986-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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(Fortsetzung von Seite 40) dem Wege nach Amerika in Europa ploetzlich gestorben. Sie hing mit allen Fasern des Herzens an unserer Arbeit, las unsere Zeitung mit groesstem Interesse und standen wir mit ihr in laufender Korrespondenz. Unser Beileid gilt allen, die sie kannten, insbesondere der Freundin, Ilse Naschelski. Den Toechtern und ihren Familien von FTtAU LOTTE KALMUS geb. MARKIEWITZj BRES¬ LAU — GIWATAIM, ISRAEL. Genau 1 Jahr nach dem Ableben ihres Gatten, Dr. Gabriel Kalmus, haben wir die Vorgenannte zur ewigen Ruhe gebettet. Als Pianistin von hohem Rang war sie, bereits in Breslau, geachtet und beliebt. Auch in Israel scharten sich um sie eine Unmenge Schueler, die sie verehrten. Trotz langer, schwerer Krankheit trug sie diese mit grosser Standhaftigkeit. Eine innige Liebe verband sie mit ihren beiden Toechtern und deren Familien. Ausserdem hatte sie eine grosse Anzahl treuer Freunde. Der Sekretaer unseres Verbandes sprach bei der Bestattung warme Abschiedsworte. Familie Freudenthal, Ramat Chen, zum Ableben des Gatten. Vaters und Bruders, KURT FREUDENTHAL, der bis zum letzten Augenblick im Rahmen der Auto-Industrie einen besonderen Namen hatte. Arbeitsam, gewissenhaft und sehr bescheiden, so sehen wir ihn von uns gehen. Sein Bruder, Ernst Freudenthal, Vorsitzender des Verbandes ehemaliger Kasselaner, und Vorstandsmitglied der Centra, hat mit uns viel verloren. Den Angehoerigen von FRAU LEA FRIED¬ MANN geb. FREUND, NEW YORK, zum Hinscheiden der Mutter, Grossmutter und Schwester. Sie wurde über 90 u. war bereits in Breslau zionistisch taetig. Sie hatte die bekannte hebraeische Buchhandlung, Witwe Mayer, Breslau, Karlsplatz. Mit ihrem Gatten, Leo Friedmann, dem Grosshandelsagenten in Breslau, Goetzenstr. 4, fuehrte sie ein vorbildliches juedisches Haus. Ihr grosses Wissen und ihre Bescheidenheit waren sprichwoertlich. Diese Tradition fuehrte sie in New York fort. Alle ihre Kinder leben in ihrem Geiste. Sie ist die Schwester des leider auch verstorbenen Martin Freund, Breslau — Jerusalem. Den Angehoerigen von Frau Dr. JULIE SE- GALL-GOLDSCHMIDT, RAMAT GAN. Wir standen mit der Heimgegangenen in staendiger Verbindung. Sie nahm an unserer Arbeit mit groesstem Interesse teil. Selbst Aerztin, hat sie neben ihrer grossen Arbeit bis vor einigen Jahren im Rahmen der Chewra Kadischa-Ichud ehrenamtlich Funktionen erfuellt. Als Tochter des bekannten und beliebten Rabbiners Dr. Goldschmidt, Koenigshuette O/S, und spaeter Breslau, war ihr die Tradition der Familie heilig. Familie Tuerk in Columbien, zum Ableben von WALTER TUERK, den wir vor einigen Jahren durch Zufall entdeckt haben. Er ist in Kobylin in der Provinz Posen, geboren. Sein Vater war dort in der kleinen Stadt ein bekannter Arzt. Im Jahre 1907 kam er zu einem Konsilium nach dem 11 km. entfernten Pogorzella, wo der Redakteuer dieses Blattes geboren ist. Zu diesem Konsilium kam auch San. Rat Fuchs aus Koschmin und der damalige Arzt i P. Dr. Jacobs. Das Bild steht uns nach so langer Zeit noch vor Augen. Alle 3 Aerzte waren im besten Sinne des Wortes Berater und Helfer ihrer Patienten. Wir sprechen Frau Tuerk nochmals unsere Teilnahme aus. Herrn Dr. Meier Silberstein, seiner Familie, den Kindern und Enkeln, zum Ableben des Schwiegersohnes, ABRAHAM NINIO des bekannten und beilebten Schauspielers der Habima. Seine Gattin ging ihm vor 6 Jahren leider im Tode voraus. Sie war die Tochter von Dr. Sil- Iberstein und Gattin, ausserordentlich begabt, Sprecherin im Rundfunk, lange vor der Errichtung des Staates Israel, wirkte in Amerika sehr positiv in einer Congregration, verfasste Theaterstuecke in englisch und hob das juedische Leben vom Kindergarten aus, bis ins Alter. Frau Sara Berlinger, Schawe Zion, den Verwandten und der Moschawa, zum Ableben von MENKO BERLINGER, der jahrzehntelang der geistige Fuehrer dieser Siedlung gewesen ist. Die Synagoge, die lehrreichen Vortraege und alles, was sich um das religioese Leben scharte, war sein Werk. Rabbiner Dr. Ahron Keller aus Naharia, unter dessen Aufsicht Schawe Zion steht, hat eine positive Verbindung zu dieser Siedlung. Der Verstorbene konnte noch seinen 80. Geburtstag u. Goldene Hochzeit feiern. Wir wuenschen Frau Sara Berlinger, dass sie diese harte Pruefung bestehen soll. Der Name Berlinger ist mit der juedischen Geschichte Breslaus eng verbunden. HERRN Dr. MAX SILBERSTEIN, TEL AVIV- JAD ELIJAHU, ELTERNHEIM BETH GILA und seinem Angehoerigen zum Ableben der GATTIN. MUTTER UND GROSSMUTTER, SONJA SIL¬ BERSTEIN geb. REINES, die nach langem, schweren Leiden heimging. Wenn auch Dr. Silberstein in Berlin der Steuer-Inspektor der grossen juedischen Gemeinde viele Jahrzehnte in anerkannter Weise seinen hohen Posten ausfuhrte, haengt er mit allen Fasern seines Herzens an unserer Arbeit. Wir stehen mit ihm in staendiger Verbindung und koennen ihn getrost unserem Freund nennen. Seine Gattin stammt aus der grossen Familie von Raw Reines aus Litauen, war in ihren gesunden Jahren hochbegabt und sehr anerkannt. Einige Zeit war sie die Sekretaerin von Dr. Aaron Barth. Wir trauern mit dem Gatten, dem Sohn und seiner Familie .sowie Enkel und der Enkelin. Sie alle sind hochbegabt und insbesondere der Enkel Ninio ist im Rahmen der Television besonders befaehigt. Er ist der Sohn des vor kurzem verstorbenen Schauspielers der Habima, Abraham Ninio Frau Edith Steinauer, Hallandale, USA, sowie Ralph Tischler u. Frau Helen geb. Steinauer, Ramat Gan, zum Ableben ihres Gatten Bruders u. Schwagers, KARL STEINAUER (Skonner) der leider nach mehreren Operationen gestorben ist. Wer hat diesen ausgezeichneten Menschen und guten Sportler im Bar Kochba, Breslau, nicht gekannt? Er war in allen Sparten des Sportes und darueber hinaus beliebt und geehrt. Ein richtiger Kamerad, ein treuer Helfer und ein Freund allen, die ihn kannten. Den Angehoerigen von JACOB ABRAHAMI (SKORUPPA) TEL AVIV zum Ableben ihres Vaters, der in hohem Alter heimgegangen ist. Wir hatten mit ihm eine staendige Verbindung. So lange es sein Gesundheitszustand erlaubte, kam er zu unseren Veranstaltungen und zeigte viel Interesse. Er ist in Praschka an der polnischen Grenze geboren, lebte viele Jahre in Breslau und hat dann ein bekanntes Hotel im Zentrum Tel Avivs errichtet. Wir wissen, dass er neben seinem grossen Geschaeftssinn vielen Leuten im Stillen geholfen hat, ohne darueber zu sprechen. Den Angehoerigen von RICA PORTAN geb NELKEN, NEW YORK, die vor kurzem heimgegangen ist. Sie entstammt der in Breslau weitzweigten Familie Nelken, deren Name im Rahmen der juedischen Gemeinde eine guten Klang hatte. Wir bedauern ihren Heimgang, zumal 6ie brieflich immer an allem interessiert war, was unsere Arbeit betraf. Den Angehoerigen von FRAU LOTTE PLESS- NER, LONDON zum Ableben derselben. Sie war die Tochter des bekannten Justizrats Salo Mendelsohn und seiner Frau Olga. Sie ist in Breslau geboren, verlebte schoene Jugendjahre und ging im 1. Weltkrieg als Krankenschwester zum Militaer. Dort lernte sie Dr. Max Plessner kennen, der als angesehener Arzt am Wenzel Haneke Krankenhaus taetig war. An ihrem 89ten Geburtstage bekam sie eine Herzanfall und ist in ein Heim gekommen. Es ist sonderbar, dass die Verbindung mit Dr. Paul Rosenstein (Rcpzcx) bis zuletzt anhielt und der eben GenamS^ im hohen Alter 1 Tag nachher heimging. Frau Ruth Hechter, Ramat Gan, zum Ableben ihres Mannes und des Vaters, MOSCHE HECH¬ TER. Trotzdem der Heimgegangene aus Hamburg stammte, und in der ganzen Welt viele Freunde hatte, ist er mit unserem Verband sehr eng verbunden gewesen. Ein tuechtiger Kaufmann, ein Sprachgenie, ein hilfsbereiter Mensch, der allen, die ihn angingen, zur Seite stand. Ein Weltbuerger, dessen Gedanken auf geistig hohem Gebiete standen und der mit vielen Laendem Kontakte hatte und sie bereiste, war er tief religioes und gehoerte dem Beth Haknesseth in Tel Ganim an, das er nicht nur liebte, sondern taeglich 2 mal sich im Gebet mit der Gemeinde vereinte und die vielen Schiurim (Lehrkurse) besuchte fand er in seiner Gattin eine treue Kameradin. Viel Freude hatte er an seiner Tochter dem Schwiegersohn und den Enkel, die ganz in seinem Weg gehen. Er bleibt bei uns in bester Erinnerung. Familie NASCHITZ, zum Ableben d. teuren Gattin und Mutter Jenny Naschitz, die in hervorragender Weise Ehefrau, Mutter und treue Kameradin gewesen ist. Ihre Feinheit und ihr Einfühlungsvermögen, mit allen, die ihr nahestanden werden uns sie nicht vergessen lassen. Dem Redakteur und Journalisten Meier Faerber und seinen Kindern zum Heimgang der Gattin und Mutter SARA FAERBER, die leider nach Jahren schwerer Krankheit verschieden ist. Wir haben die Heimgegangene gut gekannt und sehr geschaetzt. Unser Freund — so durefen wir ihn nennen — Meier Faerber, ist auch als Schriftsteller und Herausgeber vieler beachtenswerter Bücher sehr bekannt. Die Zeitung "Die Stimme” in deutscher Sprache wird von ihm redigiert. Sie ist das Zentralorgan des Verbandes ehemaliger Bukowiner. Wir koennen nur wuenschen, dass dieser liebe Mensch durch seine hingebungsvolle Arbeit auf den verschiedensten Gebieten Kraft schoepft fuer diese schwere Pruefung, die ihm und den Seinen auferlegt wurde. Wir trauern mit ihnen Allen. Den Familien Dublon und Wischingrad, Ramat Gan, zum Ableben ihres teueren ARTHUR DUBLON, der beliebt und geachtet im Kreise der Centra, ehemaliger Koelner und Rheinlaender, sowie der Leipziger, taetig war. Trotz schwerster, jahrezehntelanger Erkrankung bemuehte er sich immer, so weit wie moeglick, zur Stelle (Fortsetzung auf Seite 42) 41