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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1986-01-01 · No. 51 (1986) · p. Seite 40

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1986
Issue
No. 51 (1986)
Date
1986-01-01
Page
Seite 40 (sequence 40)
Language
German
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WIR KONDOLIEREN Herrn Mosche Wolff und Frau Karla geh. Grabowski, Naharia, zum Ableben ihrer Eltern, FRITZ DAVID GRABOWSKI und FRAU GERTRUD GRABOWSKI. Der Vater ist 1899 in Breslau geboren und war viele Jahre bei der bekannten und angesehenen Firma S. Sternberg, Duengemittel, als Prokurist und Einkaeufer taetig. Von 1938 bis 1941 studierte er in Berlin in der Kantorenschule und amtierte dort in Weissensee. Schwere Zeiten hat die Familie waehrend des 2. Weltkrieges in Breslau bis zur Befreiung durchgemacht. Nach Ende des Krieges 1945 bis 1946 war er Kantor in Erfurt, dann von 1946 bis 1949 Kantor und Lehrer in Karlsruhe. 1949 wanderten sie nach Amerika aus. Dort konnte er nur gelegentlich amtieren und bereits 1951 bis 1965 war er Kantor in Duesseldorf und hat dort die grosse neue Synagoge eingeweiht Nach seiner Pensionierung amtierte er in kleinen Gemeinden, insbesondere in Wuppertal. Seit 1980 lebten die Eltern bei ihren Kindern in Naharia Es ist unmöglich in diesen Zeilen auszudruecken, mit welcher Liebe und Hingabe die Tochter und der Schwiegersohn ihre Eltern pflegten. Zu bemerken waere noch, dass Kantor Grabowski und seine Frau Gertrud schon in Breslau zu guten Zeiten Rezitationsabende gaben, die von allgemeiner Beliebtheit waren. Den Kindern und der weiteren Familie zum Ableben ihrer Mutter, Grossmutter und Ur-Grossmutter, ELSE KUEHNBERG, die im Alter von 89 Jahren heimgegangen ist. Sie hat mit ihrem Gatten in Liegnitz, Schlesien, gelebt und ein Schwager der Heimgegangenen hatte auch in Breslau unter dem Namen Kuehnberg ein kaufmaennisches Unternehmen. Die Verstorbene war leider Jahrzehntelang durch Kruecken behindert Aber ihr Lebenswille, ihr klarer Verstand hat das Positive aus dem Leben gezogen. Ihre Kinder und Ihre Schwiegertochter haben sich in hervorragender Weise bewaehrt. Bis zuletzt hat sie an allen Ereignissen teilgenommen und war das verbinden, de Element und der Ruhepol in der Familie. All das hat der Sekretaer unseres Verbandes bei ihrer Bestattung hervorgehoben. Sie bleibt uns als Vorbild, wie man trotz schwerster koerperlicher Behinderung, leben kann. Den Angehoerigen von FEDOR M E D W I N (MIEDZWINSKI), insbesondere der Schwester, Frau Nissenfeld, Bremen, zum Ableben dieses ausserordentlich beliebten und vornehmen Mannes. Eiist in Kattowitz O/S geboren, war dann spaeter Einkaeufer des bekannten Warenhauses Gebr Barrasch, Magdeburg, und in Amerika ebenfalls in gehobener Stellung. Vor 13 Jahren wanderte er nach Israel ein und lebte hier in einem Kreis von Verwandten und Freunden. Zuletzt war er im Elternheim. Betli Gila, Tel Aviv und auch dort erfreute er sich eines sehr guten Rufes. Er hat in seinem Testament grosse Betrage fuer Waisenhaeuser, dem Irgun Oie Merkas Europa und der Gemeinde Ichud Schiwat Zion hinterlassen. Wir waren mit ihm eng verbunden und koennen nur seine guten Eigenschaften fuer spaetere Erinnerungen bewahren. Frau Kaethe Salomon, Ramat Gan, zum Hinscheiden ihres Gatten. SIEGBERT SALOMON, der nach langem Leiden verschieden ist. Er war uns ein wirklich treuer Freund, geboren in Schocken, Provinz Posen, hat e* eine wunderbare Erziehung genossen. Er war ein Mensch, der das Leben bejahte, voll Humor und Witz .auch in schwersten Zeiten. Seine Gattin, Kaethe geb. Bergmann, hat ihm in Jeder Weise im Lebenskampf zur Seite gestanden. Alle schweren Einwanderungsjahre haben beide ausserordentlich gut ueberstanden und keine Arbeit war ihnen zu schwer, um das Leben zu meistern. Der Sekretaer unseres Verbandes sprach warme Abschiedesworte bei seiner Beerdigung. Moege Frau Salomon die Kraft haben, diese schwere Pruefung zu bestehen. Frau Martha Freyhan, geb. Wolloch, Frau Fanny Freyhan, sowie den Familien Raw. Dr. Duenner und Frau Ida, Lutz Gradenwitz u. Frau Hanna, sowie Rosel Pri-Chen, zum Ableben ihres teuren JOSEPH FREYHAN, Tel Aviv. Wie beliebt und geehrt der Heimgegangene war, ging aus der starken Beteiligung bei seiner Beerdidigung hervor. Unzaehlige Menschen aus Nah und Fern begleiteten ihn auf seinem letzten Wege. Er war der Sohn des unvergessenen Gruenders unseres Verbandes, Dr. Wilhelm Seew Freyhan, mit dem wir taeglich durch unsere Arbeit geistig verbunden sind. Im Rahmen dieses Blattes ist zur 20. Wiederkehr seines Heimgangs ein besonderer Artikel. Sein Sohn Joseph ging ganz in seinen Spuren, fuehrte ein bekanntes Buchgeschaft im Herzen von Tel Aviv, das er von seinem Vater uebernommen hatte. Reellitaet und grosse Auswahl zeichneten dieses Unternehmen aus. Er war mit seiner Gattin, die ihm in jeder Lage zur Seite stand, mit seiner Mutter, den Geschwistern und der weiteren Familie aufs Engste verbunden. Wir trauern mit allen, die ihm nahestanden und koennen nur wuenschen, dass die Familie die Kraft haben soll, diese schwere Pruefung zu bestehen. Frau Dr. Kaufmann, Herzlia, Hollaendisches Elternheim, zum Ableben ihres GATTEN, Dr. JO¬ SEPH KAUFMANN, der uns vor kurzer Zeit verlassen hat. Er war der Begruender der Centra, des Dachverbandes mittel-europaeischer Landsmannschaffen. In kluger Voraussicht hat er vor fast 14 Jahren den Verband gegruendet, da er sah, dass die einzelnen Landesmannschaften immer weniger werden. Wir Breslauer waren mit die ersten, die sich der Centra angeschlossen haben. Ein Mann von hohem geistigen Niveau hat er der Centra seinen Stempel aufgedrueckt. Sein Andenken bleibt fuer uns zum Segen, da er uns den Weg geiwiesen hat fuer kommende Arbeit. Rev. Martin Miloslawer, London, Rabbi Dr. Daniel Lewin, Berthold Lewin, Canada, sowie Julie Gottlieb, Zuerich, zum Ableben ihrer TEUREN VERA MILOSLAWER geb. LEWIN, die nach langer Krankheit in London heimgegangen ist. Sie ist die Tochter unseres unvergesslichen Rabbiners Dr. Louis Lewin und seiner Gattin, Kempen in Posen, Kattcwitz O/S, Breslau und zuletzt Benej Berak, Israel. Ein inniges Verhaeltnis hat sie mit ihrem Gatten Martin und der weiteren Familie verbunden. Immer war sie zur Stelle, wo man sie brauchte. Auch wir verbinden uns mit ihnen allen und trauern um diesen grossen Verlust. Frau Dr. Jutta Epstein und ihrer Familie, sowie Familie Adler zum Ableben des teuren Dr. KURT EPSTEIN, der bereits in Breslau als Arzt im Juedischen Krankenhaus und dann mit eigener Praxis in der Gartenstrasse in Breslau aeusserst beliebt war. Schwere Jahre in England und Australien brachten ihn nach Palaestina. Auch hier hat er sich auf dem Gebiet der Medizin sehr bewaehrt, gelangte durch Fleiss und grosse Kenntnisse in die Leitung der Arbeiter-Krankenkassen. Sein Rat, seine Hingabe an den Patienten, wurde ueberall sehr geschaetzt. Der Redakteuer dieser Zeitung Erich Lewin, war mit ihm Jahrzehntelang verbunden und zeichnete sein Bild bei der Bestattung. Sein bester Freund, Dr. Rotter aus Haifa, hat ihm bis zur letzten Minute die Treue gehalten. Wir alle verbinden uns in tiefer Trauer um diesen edlen Menschen. Familie Rosemann, Cholon, zum Ableben ihres teueren RAW MOBDECHAI ROSEMANN, der aus Hamburg stammend, mit grossem Interesse unsere Zeitung gelesen hat. Viele Jahre war er Rabbiner in Montevideo, wo er viel geleistet hat. Vor mehr als 2 Jahrzehnten nach Israel gekommen, hat er durch grosse Kenntnisse, Fleiss und Ausdauer, im Sueden des Landes eine religioese Schule geleitet, hat es verstanden, auch auf nichtreligioese Einfluss zu nehmen. Trotz seines grossen Erfolges war er von einer Bescheidenheit, die nicht alltaeglich ist. Seine Gattin hat ihn in seiner Taetigkeit unterstuetzt und alle seine Kinder gehen den Weg der Eltern. Den Angehoerigen zum Ableben von FRAU EDITH LEVY-HECHT, die als Lehrerin in Breslau an der Rhedigerschule grosse Erfolge in ihrer Arbeit aufgewiesen hat. Nach ihrer Einwanderung nach Amerika brachte sie es zur Dozentin an der bekannten Berkley Universitaet. Unzaehlige Schueler und die Familie betrauern den Heimgang der ausgezeichneten Paedagogin. Den Angehoerigen von FRAU HILDE FINKEN¬ STEIN, SANTIAGO de CHILE, die in hohem Alter im Juedischen Altersheim, das auf den Namen von Adolfo Ebstein, frueher Breslau, genannt ist, verstorben ist. Sie war eine eifrige Leserin unseres Blattes und waren wir mit ihr in staendiger Verbindung. Den Angehoerigen von FRAU JENNY BREUER geb. EISENMANN, die in hohem Alter heimgegangen ist. Sie war die Witwe des bekannten RA. Dr. Isaak Breuer, frueher Frankfurt a/Main. Ausserordentlich tuechtig bis ins hohe Alter, immer im Leben stehend, hat sie selbst nicht nur im Rahmen der Wirtschaft, sondern auch auf dem Gebiet der sozialen Arbeit viel geleistet. Mit der bekannten Paula Earth stand sie in vorderster Linie bei den grossen Projekten von Eltern und Siechenheimen. Es wuerde den Rahmen dieser Zeilen sprengen, wuerden wir alle ihr Qualitaeten aufzaehlen. Sie bleibt in ihrer Familie, sowie bei all ihren Freunden unvergessen. Familie Jacob Schaya, ,Benej Berak, zum Ableben der SCHWESTER, FRIEDA FISCHER sowie leider zum Hinscheiden des NEFFEN UND DER NICHTE. Die Familie Schaya leistet im Rahmen des Verbandes ehemaliger Leipziger sehr viel u. fuehrt ein offenes juedisches Haus, wo jeder Hilfe und Rat erhaelt. Zeugen ihrer Arbeit sind: das Altersheim und das Pflegeheim ehemaliger Leipziger in Rechowoth. Den Angehoerigen und der Freundin Ilse Naschelski Santiago de Chile, zum ploetzlichen Ableben von ILSEROSE MANNHEIM, NEW YORK. Vor kurzer Zeit war sie zu Besuch in Israel, wo sie viele Freunde hatte ,ist vorzeitig abgereist und auf (Fortsetzung auf Seite 41) 40

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