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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2011-01-01 · No. 86 (2011) · p. Seite 24

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2011
Issue
No. 86 (2011)
Date
2011-01-01
Page
Seite 24 (sequence 24)
Language
German
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Man erzählte, dass am Schabbat-Nachmittag der orthodoxe Gemeinderabbiner, Dr. Rosenthal, zusammen mit dem liberalen Gemeinderabbiner, Prof. Guttmann, und in der Mitte von ihnen der berühmte Historiker der Juden Schlesiens und Nachfolger von Heinrich Graetz am Rabbinerseminar, Prof. Markus Brann, am Stadtgraben spazierten. Dr. Freyhan s.A. war im Vorstand der Gemeinde und viele Jahre Vorsitzender der konservativen Fraktion. Er selbst, ein streng orthodoxer Jude, stand mit allen Mitgliedern von allen Fraktionen in guter Beziehung. Das befähigte ihn auch hier, Mitglieder aller Richtungen um sich zu sammeln. Sein Nachfolger, Herr Erich Elieser Lewin s.A., setzte die Arbeit in diesem Sinne fort. Es gelang ihm auch, Menschen, welche aus den schlesischen Kleingemeinden vor den Nazis ins Ausland geflohen waren, in den Verband einzugliedern. In der Zeitspanne meiner Redaktion wurde die Arbeit meiner Vorgänger fortgesetzt. Zudem veröffentlichten wir viel Neues über die Schoah und den wieder aufkommenden Antisemitismus von Rechts and Links. Wir hoffen, dass auch in der Zukunft Gelehrte und Historiker sich mit dem Judentum Schlesiens befassen werden und bisher Unbekanntes an das Licht der Öffentlichkeit bringen werden. .dws xVi an oViy «na b-xb na» Mordechai E. Hauschner Redakteur «Richtung Breslau» Ösen; Rabbi Binjamin Seev Bacher der Tannaitischen Aggadoth, Rabbi Moshe Gaster, der Chacham der Londoner Sefardim, Jakob Guttmann, der Forscher der jüdischen Philosophie, Morris Jastrow, der Wegebahner der assyrischen Sprachforschung, Dr. Kaufmann, der sich in hundert Sparten auskannte und seine Persönlichkeit der Rabbinerausbiidung in Ungarn aufprägte, und last but not least - Hermann Cohen, der Philosoph der jüdischen Morallehre. Wissentlich oder unwissentlich breitete sich der Einfluß aller dieser Gelehrten über die gesamte Diaspora aus. Vieles von dem, was Achad Haam träumte, und mehr noch was an die Hebräischen Universität und in den «Mekizei Nirdamim» Gesellschaften vom Petersburg des Zaren bis nach New York unserer Zeit getan wird, stammt aus dem bescheidenen Haus in Breslau. Ja - die Linie nach Breslau ist durchstossen. Nicht weit von dort haben die Deutschen die Verbrennungsöfen von Auschwitz errichtet. Die Illusion, man könne auf dem Wege der Aufklärung und des Wissens das Judenproblem lösen, ist widerlegt. Nicht weil es uns an Aufklärung und Wissen fehlte, nicht weil wir (Fortsetzung von 5.23) etwa Finsterlinge geblieben wären, sondern weil sie, die Nichtjuden, noch so weit vom Verständnis entfernt sind, noch so wild und finster sind. Diese Erkenntnis - fehlte den Breslauern. Sie waren vollkommen in allen Tugenden, Forscher von Genauigkeit, tiefe Denker. Durch Generationen hindurch saßen sie und holten aus der Tiefe der Vergessenheit jüdisches Kulturgut herauf, suchten alle Verborgenheiten der jüdischen Geschichte, und dabei kannten sie auch und erforschten die Geschichte der Völker und ihre Kulturschätze. Wie kam es, dass sie nicht das fühlten, was wir heute angesichts der Verbrennungsöfen fühlen? Als sie die Geschichte der Deutschen mit der Israels verglichen - erkannten sie nicht den Abgrund? Hunderte und Tausende von Breslauer Schülern wohnten zerstreut in Städten und Städtchen in ganz Europa, saßen gebeugt über alten Schriftstücken in den Archiven und übertrugen von dort in Treue alle Erinnerungen, Verhängnisse, Verbote, Austreibungsbefehle und Verbrennungsdekrete, die jene Völker über uns verhängt haben. Hunderte aus vielen Orten des Landes waren sich bewusst, und Tausende ehemaliger «Breslauer» fügten die Glieder von Ketten aneinander, mit Bienenemsigkeit - König David, Rabbi Akiba und der Baal Shem Tov auf dieser und Kaiser Karl der Große, und Friedrich der Große auf jener. Und trotzdem wurden sie von den Flammen von Auschwitz überrascht... Kurzsichtigkeit? Übersteigerte Begeisterung und jüdisches Sich-Selbst-Verkleinern vor den Goyim? Oder der alteingepflanzte naive jüdische Glaube an den Menschen, der im Ebenbild geschaffen wurde, den Menschen, der zum Guten strebt, ein Glaube, den alle Könige des Abend- und Morgenlandes nicht erschüttern konnten und nicht erschüttern werden?... Nachwort: Dieser Aufsatz ist im «Maariv» erschienen zur Zeit, da Breslau im Jahre 1945 von 2 Seiten angegriffen wurde. Er ist aus der Feder des bekannten und beliebten Gründers und Chefredakteurs des «Maariv», Dr. Esriel Carlebach s.A. Er ist uns von unserem lieben Josef Walk s.A., Jerusalem, zum Abdruck überlassen worden. Die Übersetzung stammt von Herrn Manfred Mordechai Noy (Neuberger) s.A., Ramat Chen, Israel. zfmmfmrs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;s!iimfmm^zzs;s;szzs;simmfmm;szzs;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;zmmfmmfmmfmmfmmfmmfmiffi

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