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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2011-01-01 · No. 86 (2011) · p. Seite 14

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2011
Issue
No. 86 (2011)
Date
2011-01-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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Ich habe auch ein Stück vom Ziegenfleisch gekriegt und konnte Kartoffeln essen so viel ich wollte. Ich habe noch ein paar Kartoffeln mitgekriegt. Ich bedankte mich bei allen Leuten, die so nett zu mir waren und bin wieder zum Bahnhof gegangen. Der Zug war immer noch nicht da, aber den Alten mit seinen zwei Frauen habe ich wieder getroffen. Ich war satt von den Zigeunern, der Alte und die Frauen hatten Hunger. So habe ich meine Kartoffeln mit den Leuten geteilt, die vor Freude weinten. Wenn ich so zurückdenke, muss der liebe Gott neben mir hergelaufen sein. Auf dem Güterbahnhof von Liegnitz kamen plötzlich eine Menge russischer Soldaten mit Gewehren und Maschinenpistolen und sicherten die Geleise ab. Keiner durfte die Bahnsteige verlassen und die vielen Flüchtlinge bekamen Angst, was jetzt wohl passieren wird. Ein offener Güterzug wurde reingeschoben. Die Russen riegelten den Zug ab, an jedem Waggon auf beiden Seiten stellten sie sich auf. Die Alten hatten Angst, dass alle Flüchtlinge in die Waggons müssten, es ging richtig die Angst unterden Menschen um.Viele heulten schon. Ich habe mir schon einen Fluchtweg gesucht, wo ich hätte entkommen können. Nach einer Weile kamen dann tausende deutsche Soldaten als Kriegsgefangene, die in die Waggons mussten. Ich glaube, jeder hatte nur einen Stehplatz, so voll waren die Waggons. Es war grauenvoll, viele konnten kaum noch laufen, sie wurden von ihren Kameraden gestützt. Als die Bewachung teilweise weg war, bin ich, da ich ganz am Ende vom Bahnsteig war und Soldaten mir zuwinkten, an den letzten Waggon gegangen. Die Soldaten hielten Zettel raus mit ihren Heimatadressen. Ich sollte, wenn ich im Westen bin, die Angehörigen verständigen, dass sie noch lebten. Es waren zirka 20 Adressen, die ich einsammelte. Ich bin schnell wieder zurück, da Wachposten zurückkamen. Mir wurde das Elend, was ich erlebte, immer deutlicher. Ich bin nochmal im Bahnhof nach meinem Herrn Stricker suchen gegangen. Er war wie vom Erdboden verschluckt. Bei den vielen Menschen auf engstem Raum kein Wunder.» «Zwei Tage warteten wir schon auf den Zug. Jetzt hörte ich, dass die Russen die Lok für die Kriegsgefangenen beschlagnahmt hatten und erst am nächsten Tag eine andere Lok kommt. Inzwischen lagen schon hunderte Menschen krank oder sogar schon tot am Bahnhof rum. Ich konnte das Elend nicht mit ansehen und verschwand. Ich brauchte Wasser, meine Feldflasche war leer. Ich schlief wieder in dem Schuppen, den ich schon kannte und nahm die Alten mit. Mitten in der Nacht hörten wir, dass ein Zug kommt, aber er ist nicht zu dem Bahnhof hingefahren, weil es Nacht war und kein Licht brannte. Erst beiTageslichtfuhrerin den Bahnhof ein. Ein riesenlanger Zug mit verschiedenen Waggons, D-Zug-Waggons, Personen-Waggons, offenen Güterwaggons und einer kleinen Lok. Jetzt ging der Kampf um die Plätze los. Fast jeder hatte drei Koffer usw. bei sich. Meine Alten hatten auch vier Koffer. Wir hatten Glück: Da wir am Ende des Bahnsteigs waren und der Zug so lang war, hielt der erste Waggon nach der Lok vor uns. Ich habe den Alten in den Zug geholfen, es war ein unbeschreibliches Gedränge. Es sind viele nicht mitgekommen. Aber man sagte den Menschen, dass nochmal ein Zug kommen wird. Jedenfalls war jeder Waggon randvoll. Nach einer Weile fuhr der Zug los. Ich konnte beobachten, wie sich die Räder der Lok durchdrehten. Die Lok war viel zu leicht und klein, aber es ging langsam vorwärts. Es war ein heißer Tag. Der Waggon, in dem ich war, war überfüllt. Den Leuten wurde schlecht. Meine Feldflasche mit Wasser war im Nu leer, ich hatte sie hergegeben für die Kranken. Nach zwei Stunden etwa hielt der Zug auf offenem Gelände. Draußen am Bahnkörper standen bewaffnete Polen und forderten: «Alle aussteigen». Das war ein Durcheinander, bis die Leute ausgestiegen waren mit ihren letzten Habseligkeiten. Unglaublich, was da passierte. Am Straßenrand standen Pferdefuhrwerke, es waren lauter Straßenräuber. Dann kamen Kommandos, alle wieder einsteigen, der Zug fährt ab, wer sich nicht beeilt, bleibt da. So haben die Polen das Letzte geklaut, was die Flüchtlinge hatten. Die meisten haben Koffer und Taschen stehen lassen, um wieder in den Zug zu gelangen. Noch beim Anfahren kamen die Fuhrwerke und holten die stehen gelassenen Koffer ab. Die Wut und dieTrauer der Leute war riesengroß. Endlich fuhren wir über die Neiße, die Neiße war die Grenze, ein Freudengeschrei ging durch den Zug. Nach einigen Stunden fuhr der Zug in Cottbus im Bahnhof ein. Es war unglaublich, was ich da sah. Unser Zug war schon voll, aber der Bahnhof war noch voller. Lauter Flüchtlinge, wo sollten die Leute alle hin, kaum ein Stehplatz (...)» Wenige Stunden später schlich sich Fritz Walla zu einem militärischen Sperrgleis, kletterte dort in einen D-Zug, als der anfuhr. «Ich setzte mich auf den Boden und nach einer Weile bin ich eingeschlafen. Auf einmal bin ich aufgewacht, da hat mich ein Russe am Kragen gepackt und mich zum Kommandanten gebracht. Meine Angst war groß, ich heulte wie ein Hund.» Freundlicher Russe Der Kommandant hatte für sich ein Abteil. Er schickte den Soldaten weg und ließ mich ausheulen. Nach einer Weile fing er an, mit mir zu sprechen. Er konnte perfekt Deutsch. Ich zfmmfmfs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;s!iimfmm^zzs;s;szzs;smimfmm;szzs;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;zmmfmmfmmfmmfmmfmmfmiffi

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