Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2011
- Issue
- No. 86 (2011)
- Date
- 2011-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Artikel zum Andenken von Rabbiner Dr. Reinhold Lewin und Rabbiner Dr. Hamburger ist einer der wenigen in jenem Jahrzehnt, die sich mit der Nazi-Zeit auseinandergesetzt haben.20 Die Mitteilungen beschäftigten sich ausgiebig mit der Sammlung von Geldern für Wohlfahrtstätigkeiten des Verbandes zur Errichtung eines Seniorenheimes, Aufrufe zu Spenden und Bekanntgabe der Namen der Spender und Verbandsmitglieder, beinahe in jeder Ausgabe. Die Einweihung des Altersheimes wurde 1962 gefeiert.21 Es wurde besonderer Wert auf Kontakte mit den Verbandsmitgliedern gelegt: Glückwünsche zu Feiern und Geburtstagen, Hilfe bei der Suche nach Verwandten, oder Nachfrage über die letzten Tage von Verwandten, die umgekommen waren. Diese Themen kamen in jeder Ausgabe vor, ebenso wie die Mitteilungen über Verwandte und Freunde, die bereits verstorben waren. Als der erste deutsche Botschafter in Israel ins Land ankam, veröffentlichten die Mitteilungen die Rede des Botschafters an Staatspräsident Shazar sowie auch dessen Antwort darauf. Noch am selben Tag, 19.8.1965, schrieb der Verband an den Botschafter: «Wir beehren uns im Staate Israel, dem heiligen Lande, Sie herzlich willkommen zu heißen».22 Das zweite und dritte Jahrzehnt - 1970-1990 Nach dem Tod von Wilhelm Freyhan 1965, folgte Erich Elieser Lewin als Redakteur der Zeitschrift. Er hat sein Amt als Mittel zur Erhaltung der Verbindungen zwischen den Verbandsmitgliedern und den ehemaligen Breslauern in Israel und in der Welt sehr ernst genommen. Die Zeitschrift wurde erweitert, meistens 30 bis 45 Seiten und manchmal auch das Doppelte. Das Konzept blieb jedoch erhalten. Viele schrieben ihre Erinnerungen oder kurze Monographien über nahstehende Personen, um ihrer zu gedenken. Auch heute sind die Beschreibungen der «Welt von Gestern» (vor 1933) von großer Bedeutung: Beschreibungen von Institutionen und Verbänden der Gemeinde, über die Breslauer Presse, das Kulturleben, das Breslauer Theater, sowie über Persönlichkeiten des 19. und Anfangs des 20. Jahrhunderts. Der Wille, die entfernte, glorreiche Vergangenheit aufrecht zu erhalten, ist offensichtlich wichtiger als die furchtbaren Ereignisse nach 1933. Rabbiner Dr. Lewkowits, Dozent am Rabbiner Seminar, zog es vor, über das Seminar zu schreiben und nicht über das, was er in Bergen Belsen durchmachen mußte.23 Andererseits erschienen die Erinnerungen an den Pogrom im November 1938 erstmals an dessen ersten Jahrestag.24 Eine große Anzahl Erinnerungen aus der Schulzeit wurden veröffentlicht, besonders die in der Rhedigerschule und des Johannesgymnasiums. U.a. der Artikel des Franziskaners, Ehreneinwohner Jerusalems, Pater Prof. Dr. Wolfgang Pax, «Du bist auch ein Johanner». Er betonte die gute Atmosphäre und den humanistischen Geist des Gymnasiums. Er schilderte den großen Einfluß seines Lehrers Willy Cohn auf ihn.25 Rabbiner Simonsohn als Lehrer bekam einen Lobbrief von seinen Schülern, und zwar, war das das Einzige, was auf Hebräisch erschien. Ebenfalls erschien ein Lobartikel von Schülern über ihren «Iwrit» Lehrer Resnikow, seine allumfassende Tätigkeit in Breslau im Unterricht von Jugendlichen und Erwachsenen, sowie nachher in Israel.26 Es erschienen weitere Artikel von Rabbiner Louis Lewin und Archivar Brilling über die Geschichte der jüdischen Gemeinde; Joseph Walk>s Artikel «Das Ende. Das Schlußkapitel der Breslauer jüdischen Schule»; eine erste Forschungsarbeit über die Vertreibungen - Brillings «Die Evakuierung der Breslauer Juden nachTormersdorf».27 Von großer Bedeutung waren auch die authentischen Berichte von Karla Wolff und Ken Arkwright (ehemaliger Klaus Aufrichtig), zwei der wenigen Überlebende, die mit eigenen Augen sahen, wie die jüdische Gemeinde in Breslau 1941-1943 vernichtet wurde. Karla Wolff, Tochter des Kantors Grabowski, arbeitete als junges Mädchen ehrenamtlich als Krankenschwester im jüdischen Krankenhaus im Komplex der Gemeinde und der Storch Synagoge und später auf der Krankenstation von Cosel. Ihre Aussage «Die Geschichte einer Krankenstation» offenbart wichtige Informationen über die Behandlung von Juden auf der Station, die in Zwangslagern in der Umgebung von Breslau gearbeitet hatten, und über die letzten Tage der Gemeinde.28 Über das Ende der jüdischen Schule berichtete Ken Arkwright in seinem Artikel «Das Ende der Jüdischen Schule in Breslau». Der nun in Australien lebende Arkwright beschrieb die Evakuierung der Rhedigerschule im Dezember 1940, die Fortsetzung des Unterrichts im Freudesaal, bis zur endgültigen Schließung im Juni 1942.29 Er schrieb auch «Das letzte Gebet».30 Nach der Abbrennung der liberalen Neuen Synagoge im November-Pogrom 1938, als die Storch Synagoge, die bei dem Pogrom von innen zerstört worden war, saniert wurde, wurden dort zu verschiedenen Tageszeiten Gottesdienste für Liberale und Orthodoxe abgehalten wurden. Er beschrieb den ersten Tag, an dem sie den Stern tragen mussten (September 1941), «und die darauf folgenden Transporte». Mitte 1944 endeten die öffentlichen Gottesdienste, wurden aber heimlich weiter geführt bis eine Woche vor der Abtransportierung in das Zwangslager. In einem kleinen Kämmerchen beteten heimlich ca. 20 Leute, leise, damit man sie auf dem Gang nicht hörte. Sie schlichen sich hinein, einzeln, und so gingen sie danach auch wieder heraus. «Es war der letzte Gottesdienst zfmmfmfs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;s!iimfmm^zzs;s;szzs;smimfmm;szzs;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;zmmfmmfmmfmmfmmfmmfmiffi