Mannheim
Compact Memory

Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2010-01-01 · No. 85 (2010) · p. Seite 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2010
Issue
No. 85 (2010)
Date
2010-01-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/7506414-7413429-7497350--755-7413446
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

17 1951 gab es im Lande politische Schwankungen. Die Arbeiterpartei zerfiel wegen politischen Auseinandersetzungen und neben der bestehenden Mapai entstand die linksgerichtete «Mapam». Das brachte viel Unruhe im ganzen Land, in Gewerkschaften, Kibbuzim, manchmal sogar in Familien. Viele Kibbuzim beschlossen eine Teilung,[z. B. in Ejn Charod, Aschdot Ja>akow und anderen. Chawerim von Giwat Brenner, die Mitglieder der Mapai waren, wandten sich an die Leitung von Nezer mit dem Vorschlag, sich uns anzuschliessen und somit Nezer zu vergrösseren.. Nach allgemeiner Abstimmung wurde der Vorschlag angenommen und ca. 50 Familien zogen zu uns. Inzwischen hatte man schon angefangen, neue Häuser zu bauen, auch neue Familien wurden gegruendet und man brauchte ein grösseres Kinderhaus. Später entschied man, dass die Kinder im Haus der Eltern wohnen sollten, vielleicht war die Erinnerung an die Scho'a noch zu nahe. Die Chawerim von Giwat Brenner wollten etwas von ihrem alten Ort mit in ihr neues Heim bringen. Enzio Sereni, der Fallschirmspringer, der während der deutschen Besatzung in Ungarn landete, um den dortigen Juden zu helfen, wurde gefangen und dort ermordet. Enzio Sereni war ein Chawer von Giwat Brenner. Und so mit dem Namen «Nezer Sereni» wurde ein Gedenkstein gesetzt fuer ihn und alle diejenigen, die dort geblieben sind. Wirtschaftlich entwickelte sich der Kibbuz im Laufe der Jahre. Es entstand ein Metallwerk, das unter Anderem für das Militär Lastwagenanhänger und vieles andere baute. Eine grosse Tischlerei sorgte für Arbeit und noch weitere kleinere Werkstätten waren in vollem Gang. Aber die Landwirtschaft wurde immer weiter betrieben. Die Gruender und die ersten Chawerim sind alt geworden oder sind zum Teil nicht mehr am Leben. Aber der Kibbuz ist seinem Namen treu geblieben. Er hat seinen Anteil an der Entwicklung des Landes beigetragen und hält die Erinnerung wach an diejenigen, denen es nicht vergönnt war am Leben zu bleiben und mit allen zusammen das Ziel zu erreichen. i« ■ s: *■ Kibbuz Buchenwald, Gehringshof, 1945-7 .w-.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.