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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2010-01-01 · No. 85 (2010) · p. Seite 13

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2010
Issue
No. 85 (2010)
Date
2010-01-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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13 zfmmfmfs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;s!iimfmm^zzs;s;szzs;smimfmm;szzs;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;s;szzs;zmmfmmfmmfmmfmmfmmfmiffi mentieren und seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Die gehässige Propaganda gegen die Juden, die endlosen Paraden der SA, Tag und Nacht, die Massenentlassungen aus dem öffentlichen Dienst, der andauernde Boykott jüdischer Unternehmen, die Bücher Verbrennung in Breslau - das alles hat ihn sehr betroffen. Cohn berichtete von Schock, Empörung, Verletzlichkeit und dem Gefühl, verraten worden zu sein. Neben dem Unrecht den Juden gegenüber, die der deutschen Heimat bei Krieg und Frieden stets die Treue gehalten hatten, die für sie als oberster Wert galt, erkannte er in den Entlassungen vom öffentlichen Dienst die dort herrschende Korruption, da die professionellen und ergebenen Angestellten durch Parteibonzen ersetzt wurden. Cohn schilderte den Schock der jüdischen Gemeinde, der viele jüdische Akademiker in den Selbstmord getrieben hat. Er selbst wurde im Juni 1933 aus politischen Gründen entlassen. Unter den herrschenden Umständen verstärkte sich das soziale Engagement der Gemeinde, die sich auch um Kultur und Erziehung kümmerte. Die Jahre 1934 - 1937 waren der Höhepunkt der sich ausbreitenden, vielfältigen Kulturellen Tätigkeiten der Gemeinde, mit Vorträgen über jüdische Themen. Cohn war gern bereit, Vorlesungen in Breslau und anderen Gemeinden zu halten, um die Jugendlichen zur Vorbereitung auf die Immigration nach Eretz Israel (so nannte Cohn es in seinen Schriften) zu orientieren. Er vertrat die Ansicht, daß die Umstellung der Jugendlichen auf produktive landwirtschaftliche Arbeit ihnen den Weg ins neue Land ebenen würde, wo sie dann zum Aufbau der neuen Heimat beitragen würden. Das einzige Differenzthema in der Gemeinde war die Erziehung. 1933 - 1934 kam es zu einer Auseinandersetzung über die Erziehungsthemen in der Jüdischen Volkschule und dem Reformrealgymnasium - die Rehdigerschule - die dem orthodoxen Jüdischen Schulverein gehörten. Ab 1933 kamen in diese Schule, die bis dem Zeitpunkt klein gewesen war, viele Schüler aus den allgemeinen Schulen wegen der dort herrschenden schwierigen Lage gegen die Juden hinzu. Einige liberale Eltern forderten einen separaten Religionsunterricht, und waren eigentlich gegen zionistische Erziehung. Cohn unterstützte die orthodoxe Einstellung, allen Kindern eine zionistische Erziehung zu gewähren. Während der zwei ersten Jahre des Naziregimes verabschiedete sich Cohn von seinen zwei Söhnen. Wolfgang Louis, der Ältere, brach schon im April 1933 ganz plötzlich nach Paris auf, als sein Leben bedroht wurde. Der Zweite, Ernst Abraham, kam nach 1935 nach Eretz Israel im Rahmen der Jugend-Aliya. Die Fahrt nach Erez Israel 1937 kam Cohn mit seiner zweiten Frau, Trudi, nach Eretz Israel, um seinen Sohn zu besuchen. Der Aufenthalt im Land hat ihn sehr bewegt. Er traf Freunde und Bekannte aus Breslau und versuchte eine Anstellung an der Hebräischen Universität, oder an irgend einer anderen Erziehungsanstalt zu bekommen, um ein Zertifikat im Land zu bleiben, zu erwerben. Er wandte sich auch an Kibbutz Givat Brenner, wo sein Sohn in Hachschara (Ausbildung) war, um sich ihnen anzuschließen, aber es gelang ihm nicht. Das Touristenvisa der Eheleute lief ab und sie konnten nicht länger im Lande bleiben. Zurück in Deutschland setzte Cohn seine intensive Tätigkeit von Vorträgen auch im Rabbiner-Seminar fort. Gleichzeitig bemühte er sich, für sich und seine Frau, und die beiden jüngeren Töchter Ruth und Susanne, die in Breslau geblieben waren, Zertifikate zu erhalten. Trotz des Schmerzes und des Bedauerns wegen dem, was sich in Deutschland ereignete, sah Cohn das Land weiter als seine Heimat an. Wie schwer dieser Konflikt für ihn war, sieht man in seiner Eintragung im Tagebuch: "Man kann nicht das versinkende Schiff verlassen...Es ist trotz all dem sehr schwer, sich die Liebe zu Deutschland ganz aus dem Herzen zu reißen!" (26.2.1933). Cohn war zerrissen zwischen seiner Liebe zu der deutschen Landschaft, Kultur, Literatur und Geschichte, und der Erkenntnis, daß die Zukunft des jüdischen Volkes ungewiß war. 1938-1941 Das Pogrom der "Kristallnacht" und die Verbrennung der Neuen Synagoge, die Grausamkeit und die Massenverhaftungen der Menschen die nach Buchenwald transportiert wurden, die Plünderung der Geschäfte - dies alles erschütterte ihn zutiefst: "Diese Tage zählen meiner Ansicht nach zu dem schwärzesten Tagen nicht nur der jüdischen, sondern auch der deutschen Geschichte, und ich glaube, daß sich viele Deutsche ihrer schämen" (12.11.1938). Das Verlassen der Stadt wurde zu einer Flucht nach jeder nur denkbaren Destination. Die jüdische Gemeinde zählte nur noch 8,500 Menschen, die meisten zu alt, um die Stadt zu verlassen. Cohn war nur bereit, Deutschland nach Erez Israel zu verlassen. Als der Krieg ausbrach, gelang es ihm, ein Zertifikat für die Tochter Ruth (Cohn-Azmon) zu bekommen, die mit der "Hachschara" der Jugend-Aliyah nach Dänemark ausreiste. Sie kam im Dezember 1940 nach Eretz Israel. Seine verzweifelten Versuche, für sich und seine Frau Trudi und die beiden jungen Töchter Susanne und Tamara ebenfalls Zertifikate zu bekommen schlugen fehl. Im Oktober 1941 wurde die Auswanderung verboten und die Familie blieb in der "Mausefalle" - ein Ausdruck den er mehrmals in seinen Aufzeichnungen benützte. Cohn dokumentierte die wirtschaftliche Enteignung, die Arisierung und die Zwangsmaßnahmen Juden als "Fremde in ihrer eigenen Heimat" darzustellen. Er berichtete auch von der Konfiszierung deren aller Ziel es war, Zwiespalt, Isolierung und Erniedrigung der Juden zu erreichen, und die der sozialen Einrichtungen der Gemeinde, sowie von dem Befehl, das jüdische Krankenhaus Hals über Kopf, und zwar drei Tage vor Ausbruch des Krieges, zu militärischen Zwecken zu evakuieren. Das gleiche Schicksal (Fortsetzung auf 5.14)

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