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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2010-01-01 · No. 85 (2010) · p. Seite 14

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2010
Issue
No. 85 (2010)
Date
2010-01-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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14 aggsmsmKaxsxaxsxKaxsxKaxsxKaxsxKaxsxKaxsxKaxsxKaxs^^ (Fortsetzung von S.13) ereilte auch das Altersheims, das Waisenhaus und der Schule der jüdischen Gemeinde. Er schildert seine Gefühle angesichts der Flut von Anweisungen gegen die jüdische Bevölkerung, wie z.B. die Abgabe der silbernen Gegenstände: "Der Abschied von dem Becher, den mein Vater einmal zu seinem Ehrentag bekommen hat, ist mir schwer geworden; aber das hilft nun alles nichts; man hat sich ja auch von seinen Kindern teilweise trennen müssen" (31.3.1939). Er schrieb voller Schmerz über die Konfiszierung von Radioapparaten, die ausgerechnet am heiligsten Feiertag der Juden sie zwang, stundenlang Schlange zu stehen, um diese abzugeben: "Ein solcher Jom Kippur war seit Jahrhunderten nicht da" (23.9.1939). Er schrieb auch über das erniedrigende Verbot auf Bänken an Straßen und Parks Platz zu nehmen, insbesondere im Südpark, der doch von Spenden der jüdischen Familie Schottländer angelegt worden war. Sein Tagebuch schildert auch die wachsende Isolierung und die zunehmenden Verbote während des Krieges, wie z.B. geringere Mengen von Lebensmitteln auf den Rationskarten der Juden und ihnen erlaubten Einkauf nur in bestimmten Läden und nur während eines sehr beschränkten Zeitraumes. Am schwersten zu ertragen war der Verbot im Winter 1939 -1940, Kohlen an Juden zu verkaufen, so daß die jüdische Bevölkerung im jenem eisigen Winter von -29 Grad ohne Kohlen verbleiben mußten. Dann, 1941 der gelbe Judenstern. Im April 1939 bat die "Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums" Cohn, die Kapitalen der Historisch-Geographische Enzyklopädie Germania Judaica über die jüdischen Gemeinden in Schlesien und Böhmen zu schreiben. Damit befaßte er sich während über zweieinhalb Jahren, bis zu seiner Ausweisung im November 1941. Diese Tätigkeit bereitete ihm Freude und ermöglichte es ihm, laufenden Kontakt zu Rabbiner Leo Baeck zu halten. Da alle Bibliotheken für Juden nicht betretbar waren, war die Unterstützung von Archivdirektor Dr. Engelbert, Leiter der katholischen Diö- Willy Cohn zesenbibliothek, der ihm erlaubte, dort seine Forschung zu betreiben, äußerst wichtig und kostbar. Im Oktober 1940 fing Cohn an, seine Memoiren zusammenzufassen, angefangen anknüpfend an seine Tagebücher, die er seit seiner Jugend bis die Nazis an die Macht kamen geführt hatte. Seiner Frau, die er alles diktiert hatte, sagte er: "Man soll so etwas noch in die Scheune bringen, ehe es zu spät wird" (4.10.1940). Erspürte, daß es mit dem deutschen Judentum zu Ende ging und wollte die Welt von Gestern in seinen Schilderungen festhalten. Der Kontrast zu dem, was er dann erleben mußte, war offensichtlich. Er beendete seine Memoiren im September 1941. Am 15.11.1941 wurde Cohn per Postkarte benachrichtigt, daß er mit seiner Familie außerhalb der Stadteinquartiert würde. Zwei Tage später gab er all seine Aufzeichnungen seiner Verwandten Elsa zur Aufbewahrung. Sie war in eine Mischehe mit Paul Zeitz, Beamter der Reichsbahn, in Berlin verheiratet und lebte daher in relativer Sicherheit. Ein tausend Menschen, darunter Willy Cohn, seine Frau Trudi und seine jüngeren Töchter, Susanne, 9, und Tamara, 3, wurden am frühen Morgen des 21.11.1941 aus ihren Häusern geholt und zur Sammelstelle gebracht. Nach vier langen Tagen des Wartens wurden sie von Breslau nach Kaunas geschickt, wo sie 29.11.1941 am Fort Neun erschossen wurden. Die Tagebücher und die Memoiren "überlebten". Nach dem Krieg wurden sie nach England gebracht. Mein Vater brachte sie dann 1960 zu uns nach Israel. Heute befinden sie sich in CAHJP Archiv in Jerusalem. t r : t > a Willy Cohn (1888-1941) Historyk i nauczyciel, ktöry jak nikt inny opisat zydowskie zycie we Wroctawiu i niesprawiedliwoSci doznane w czasie rezimu narodowego socjalizmu. Tym samym stal si$ Jednym z najwybitniejszych Swiadköw swoicti czasöw. W roku 1941 Willy Cohn i jego rodzina zostali deportowani z Wroctawia przez wiadze niemieckie i zamordowani w Kownie (Litwa). Ta kamienica, Rynek 49, zostata zbudowana przez jego ojca, zydowskiego kupca LouisaCohna w 1902 roku. A historian and teacher, who like nobody eise described Jewish life in Wroclaw and the injustice suffered during the National Socialist regime. Thus he became one of the most eminent witnesses of his time. In 1941 Willy Cohn and hisfamily were deported from Wroclaw by the German authorities and murdered in Kowno (Lithuania). This building, Rynek 49, was bullt in 1902 by his tather Louis Cohn, the Jewish merchant. Li_ Gedenktafel für Willy Cohn, Wroclaw, Mai 2010

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