Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2010
- Issue
- No. 85 (2010)
- Date
- 2010-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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(Fortsetzung von S.3) My late grandfather, historian, a Jewish teacher and educator, lived in this city when it was German. His diaries and memoirs, through the reading of which I got to know him, allow us a peek into the inner world of a man who stood in the eye of the storm, dealing with his crumbling world. He can be seen as representing an entire generation of people who lost their world, but did not manage to leave behind documentation of their thoughts and feelings. My grandfather believed that people of different origins and religions can live together in understanding and mutual respect, being loyal to their country. He worked tirelessly towards this goal, beginning with his military Service in the German army in World War I, and continuing through his research, educational activity, writing and lecturing to the general public, Jews and gentiles alike. All failed. He and the members of the Community were murdered by the Nazis in World War II. May this memorial plaque be a warning of the dangers of losing one's values, and a reminder of the life force of keeping the values of human rights, respect and tolerance.» Daraufhin begaben wir uns zurück zur Synagoge, wo das Erscheinen von einer verkürzten polnischen Ausgabe der Tagebücher gefeiert wurde. (Einen Überblick über das Leben und Werk ihres Grossvaters gibt uns Tamar nach diesem Bericht.) 6) Schabbat Gebete: Freitag Abend und Schabbat Morgen 7te und 8te Mai Am Freitag gegen Abend wurde in der neu hergestellten Synagoge der erste regelrechte Gottesdienst gehalten. R. Rapoport hat schlicht vorgebetet, und so auch Schabbat Morgen, mit Teilnahme von Kantor Malowany zu Musaf. Immer gibt die Gemeinde am Freitag Abend Das Program und am Schabbat ein Sabbatmahl für eine Anzahl Gemeindemitglieder, und bei dieser feierlichen Gelegenheit wurde die Tafel vergrössert, um auch Auslandsgäste unterzubringen. Es wurde traditionel Kiddusch gemacht, gesungen, einige Worte vom Rabbiner gesprochen und zum Schluss das Tischgebet verrichtet. Der Kantor hat auch angenehm beigetragen. Nach dem (späten) Mittagessen, konnten wir, dank dem vergrösserten Publikum, das Minchagebet verrichten. zwar in der kleinen Alltagssynagoge. 7) Konzerte mit Mitwirken von Kantor Malowany Sonnabend und Sonntag Abend, 8ten u. 9ten. Mai Da ich schon Sonntag sehr früh abgereist bin, musste ich auf diese Veranstaltungen verzichten. Persönliche Begegnungen Ich freute mich Dr. Ingo Loose schon bei der Konferenz zu begegenen. Dr. Max Eiden, Kulturreferent für Schlesien beim Schlesischen Museum zu Görlitz, ist sein Mitarbeiter in dem Projekt zur Digitalisierung unserer Mitteilungen, das sie beide sehr weit vorwärts gebracht haben. Dr Eiden überreichte mir für denVerband das Buch «Von Schlesien nach Israel», welches von ihm und dem Museum dieses Jahr herausgegeben wurde. Es enthält Kapitel über Persönlichkeiten (Willy Cohn, Isidor Aschheim), Probleme der Auswanderung, einen besonderen Aufsatz über den Verband der ehemaligen Breslauer von Ingo Loose, persönliche Erinnerungenen an die Einwanderung nach Palästina, und ein letztes Kapitel, von Dr. Eiden selber, über das jüdische Leben im heutigen Wroclaw. Dr. Roland Müller kam aus Dresden zur Feier. Er schenkte uns die Autobiographie von unserem Mitglied Werner Ansorge s.A. (Kfar Schmarjahu, leider 16.3.2010 verstorben), die er sehr ansehnlich herausgebracht hat. Ich habe einen besonders schönen Sabbatspaziergang mit ihm durch das Zentrum in Erinnerung, bei dem er mir manches zeigte, was ich nur vom Lesen kannte, z.B. das ehern. Johannesgymnasium auf der Paradiesstr. und die Mauritiuskirche (Klosterstr), deren Pfarrer Paul Peikertdie letzten Monate der Festung Breslau beschrieben hat. An der Wand befindet sich der Grabstein von «Kalonymos ben Zwi Sachs» (gest. 11.11.1855), ganz auf Hebräisch mit einer ungewöhnlichen Inschrift. Näher konnte ich mich auch mit Prof. Abraham Ascher, ehemaliger Breslauer unterhalten, der mir wegen seinem Buch über den Untergang der jüdischen Gemeinde in Breslau, «Community under Siege» (Stanford, 2006), schriftlich bekannt war. Und so machte ich manche andere Bekanntschaften mit Personen, die ich bisher nur per email kannte, unter ihnen Prof. Conrads, (s. oben, Willy Cohn) und Stephen Falk, (USA, sfalk81162@aol.com ), ein enthusiastischer Genealoge unseres Breslau. Besuch an der Ez Chajim Schule, pl. I. Pereca, früher Rhedigerplatz Am Freitag Morgen erlebte ich in der Schule einen wöchentlichen «kabbalat schabbat» Unterricht. Die Kinder (bei weitem nicht alle jüdisch) üben die Segensprüche beim Empfang des Schabbat, und geniessen entsprechend Traubensaft und Brot. Ich habe ihnen etwas über die Vorkriegszeit der Schule erzählt, wo mein Vater, der Sprachlehrer Salo Alfred Sklarz, s.A. vielleicht in diesem Klassenzimmer, unterrichtet hat. Schlusswort Die Wiederherstellung und Einweihung der Synagoge zum Weissen Storch bedeutet sicherlich eine neue, positive Einstellung der polnischen Behörden und der polnischen Bürger zur jüdischen Gemeinde, zu ihrem Vorgänger in der deutschen Zeit, und zur jüdischen Kultur. Wie weit diese Ereignisse zum Wiederaufleben des geistigen religiösen Lebens der Gemeinde führen wird, bleibt eine offene Frage. Benjamin Sklarz