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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2010-01-01 · No. 85 (2010) · p. Seite 3

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2010
Issue
No. 85 (2010)
Date
2010-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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3 “I1?» irn^-x ‘n nnx "p"a welche mit der Wiedereinweihung der Storch Synagoge verbunden waren - ein kurzer Bericht 1) 7te Wroclawer Konferenz über jüdisches Wissen, 5-6 Mai Das erste Ereignis war die Konferenz, Thema «Religion und weiter», die von dem Seminar für Jüdisches Wissen der Universität Wroclaw unter Mitarbeit der Bente Kahan Stiftung (FBK) im imposanten alten Oratorium Marianum abgehalten wurde, in zwei Sitzungen - Mittwoch Nachmittag und Donnerstag Vormittag. 2) Professor Abraham Ascher, Autor von «Community under Siege», Stanford, 2006, in dem er den Untergang der Breslauer jüdischen Gemeinde beschreibt, öffnete die Konferenz mit einer Übersicht des religiösen Leben in den Untergangsjahren bis 1943, und die Wohltätigkeitsarbeit die bis zum Ende weiterging. In weiteren Vorträgen wurde viel über die Konflikte zwischen der Orthodoxie und den Liberalen gesprochen, z.B. in der Frage der Konfirmation, über das Wirken von Abraham Geiger, und über die Rolle des Rabbinerseminars, welches das Vorbild für berühmte Nachfolger wurde aber selbst zerstört wurde (heute - ein Parkplatz auf derWallstr, ul Wlodkowica). Auch in der Bestattungskunst ist die Assimilation, mit ihrer zunehmenden Nachahmung der christlichen Formen, unverkennbar. Die Maler L. Meidner, J. Adler und Heinrich Tischler u.A. wurden besonders mit Bezug auf die religiösen Motive in ihrer Arbeit besprochen. Ingo Loose, Freund unseres Vebandes, behandelte die verstreuten jüdischen Auswanderer aus Breslau und Schlesien und bezog sich auch auf unseren Verband und seine Zeitung. Die Probleme der jüdischen Gemeinde in der polnischen kommunistischen Zeit, mit der Krise 1968, wurden behandelt. R. Rapoport erklärte dass ein Jude sich, auch in unserem liberalen Milieu, vom alten Baum der Lehre und dessen tiefen religiösen und geistigen Wurzeln nicht abschneiden kann, ohne zu welken. Andere wiesen auf die neue Offenheit zur jüdischen Vergangenheit und befürworteten sogar das Unternehmen vom rabbinischen Studium an der Universität. Es folgte eine frei Diskussion, mit Zusammenfassung von Prof. Marcin Wodzinski, seit 2003 Leiter des Seminars für Jüdisches Wissen, das 1993 an der Universität gegründet wurde. Bei dem festlichen Konferenzabendbrot im Sarah Restaurant, im Hof der Synagoge, wurde auch besondere Kost von der koscheren Gemeindeküche dargeboten. 3) Zwei Ausstellungen 6te Mai - Nachmittag Wergelands Nachlass - jüdisches Leben in Norwegen 1851-1945; und Zurückgewonnene Geschichte - jüdisches Leben in Wroclaw und Niederschlesien, wurden in den Galerien der Storchsynagoge eröffnet. Nur die zweite hatte ich Zeit kurz zu besichtigen. Ich erfuhr, dass sich bis Juli 1946, 78,000 polnischejuden aus der Sowjetunion in Niederschlesien angesiedelt und mit sozialen Unternehmen organisiert hatten. Wie gesagt, war von einem autonomischen Gebiet die Rede. Aber die feindliche Einstellung der Polen und Stalins, Ausschreitungen und Armut, brachten zur verstärkten Auswanderung, auch nach Israel. Diese erneuerte sich in 1968, veranlasst von einer hässlichen offiziellen antisemitischen Hetze. In Wroclaw wurde Gemeindegut, die Synagoge und das jüdische Theater, beschlagnahmt. Erst in den 90er Jahren, im frischen politischen Klima, hat sich die Gemeinde wieder gebildet und wurde im Leben der Stadt, mit derer erneutem Interesse an ihre Vergangenheit, aufgenommen. 4) Wiedereinweihung der Synagoge zum Weissen Storch 6te Mai 18:00 Uhr 5) Enthüllung einer Gedenktafel an Willy Cohn Freitag, 7te Mai Vor dem Haus Rynek (Ring) 49 versammelte sich um 15 Uhr eine ansehliche Schar von Gästen, Kenner der Cohn'schen Werke. Der Herausgeber von Cohns Autobiographie (Verwehte Spuren) und seinem Tagebuch (Kein Recht - Nirgends), Professor Norbert Conrads, hielt eine kurze Ansprache. Die Witwe von Wolfgang Cohn aus Frankreich, erster Sohn von Willy Cohn, sowie Dr. Tamar Cohn Gazit (KiryatTivon, Tochter des zweiten Sohns, Abraham, s.A., Giw>at Brenner) wirkten bei der Enthüllung mit. In ihrer kurzen Ansprache auf Englisch sagte Tamar: «City Mayor, Prof. Conrads, Guests and Family, On behalf of the family I would like to thank the Mayor and City of Wroclaw and Prof. Conrads, who have acted towards the commemoration of my grandfather, Dr. Willy Cohn, here in the city he loved so much, on the wall of the family business. (Fortsetzung auf S.4) 2775556^^^5142^801

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