Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1976
- Issue
- No. 40 (September 1976)
- Date
- 1976-09-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Felix Daniel Pinczower ZUM 75TEN GEBURTSTAG Es ist uns eine Freude, im Rahmen unseres Verbandsblattes und seitens unserer Vereinigung unserem lb. und verehrten Mitarbeiter und rührigem Mitglied, FELIX DANIEL PINCZOWER diese Zeilen zu widmen. Er ist in Israel und in der gesamten jüdischen Welt, aber auch in der allgemeinen Presse bekannt und beliebt. Als Sohn einer gelehrten Familie, in der das Buch täglicher Begleiter eines jeden war, ist er in der Atmosphäre ««1 Mtfl! der "Adass Israel” in Berlin, aufgewachsen, hat sich im Laufe der Jahre ein grosses jüdischen und profanes Wissen angeeignet, und lernte unaufhörlich. Trotz seiner streng orthodoxen Einstellung, hat er bereits in frühester Jugend sich dem Sport zugewandt und war ein Forscher auf diesem Gebiet und ist es geblieben. Es ist unmöglich, in diesem Rahmen all die Vorzüge des Jubilars aufzuzeigen, die Fülle der Broschüren und Bücher, die ausserordentlich grosse Korrespondenz mit den verschiedenen Verlagsanstalten im In- und Ausland. Besonders hervorzuheben ist, dass sein Onkel, Prof. Aron Freimann, Direktor der “Judaica Abteilung” der Stadt-Bibiliothek Frankfurt a/Main, die grösste Kapazität der hebräischen Bibliographie, war. Ebenso soll hier vermerkt werden, d. Rab. Dr Jacob Freimann, Posen, und später der Ober Rabb. in Berlin, eine Geistesgrösse in der gesamten jüd. Welt gewesen ist. Der Unterzeichnete hatte das Glück, innerhalb zweier Jahre täglich an einem Morgen-Schiur im Hause des Rabb. Dr. Jacob Freimann in Berlin, teilzunehmen. Noch heute sehe ich die grossen Regale mit den tausenden von Büchern vor mir. Rabb. Dr. Freimann wusste ganz genau, an welcher Stelle das zu benutzende Buch stand, und wir brauchten niemals zu suchen, wenn es innerhalb des Schiurs gebraucht wurde. Unvergesslich bleibt müder Schiur am Schabbat-Nachmittag, den ich mit den Brüdern Pinczower bei ihrem Onkel hatte. Felix Pinczower lebt in Tel-Aviv und Jacob Pinczower in New York. Ebenso die Schawuoth Nachtlernen im Hause von Dr. Freimann, wo am frühen Morgen anschliessend die Frau Rabbiner mit besonderer Freundlichkeit den Teilnehmern ein schönes Frühstück servierte. Der Jubilar wanderte einige Monate vor Beginn des 2. Welkrieges ein und etablierte sich in Tel-Aviv als Buchhändler. Der Zeit entsprechend importierte er Müitär-Literatur. Er belieferte in der Hauptsache die Haganah-Bibliothek, die den Grundstock, der nach Staatsgründung ausgebauten Zentral-Militär-Bibliothek bildete an deren Aufbau Pinczower keinen geringen Anteil hatte. Im Laufe der Jahre wandte sich der Jubilar dem Buchexport auf seinem Spezialgebiete zu. Zu seinen prominenten Kunden gehörte auch einer der grössten Militärhistoriker, der vor einigen Jahren verstorbene, Professor Liddel Hart. In einem an Herrn P. gerichteten Briefe, der sich eingerahmt im Büro des Jubilars befindet, bezeichnet Professor Hart die Kenntnisse des Herrn P. auf dem Gebiete der Militär Literatur mit den Worten “outstanding in any country”. Herr Pinczower hat zur Frau Dr. Hilde geb. Kamerling, die viele Jahrzehnte eine bekannte Zahnärztin in Berlin und Tel-Aviv war. Die Tochter ist verheiratet mit dem General-Direktor des Wohlfahrts-Ministerium Herrn Aharon Langermann. Zu erwähnen wäre auch noch, dass Frau Shoshannah Langermann, eine Mutter von 4 Kindern, -V Rabb. Dr. JAKOB FREIMAN Hollenschau — Posen — Berlin nach Absolvierung ihres Studiums an der Hebr. Universität in den Fusstapfen ihres Vaters und Grossonkels wandelt und heute Chef-Bibliothekarin in dem “Henrietta Szold Institut” in Jerusalem ist und bereits eine Reihe von grundlegenden bibliographischen Arbeiten veröffentlicht hat. Wir wünschen dem Jubilar von ganzem Herzen gute Gesundheit, weitere Beherrschung der Materie und noch viele, viele Jahre des Erfolges in seiner Arbeit. Ad mea weesrim. VERBAND EHEMALIGER BRESLAUER IN ISRAEL ERICH LEWIN ceict cs? ic7 sna mm mm «rer esa man mm amt mm mm Redakteur: ERICH LEWIN Druck.: “OT”, Tel-Aviv, Wolfson Str. 48 Tel. 82 67 84 Mitgliedsbeiträge jährlich: 25.— IL in Israel 10 $ im Ausland Rabbiner Bernhard Brilling 70 JAHRE In der gesamten jüdischen Presse des Auslandes, insbesondere in der Bundesrepublik und in Amerika, sind zum 70ten Geburtstag dieses ausserordentlich grossen Wissenschaftlers auf dem Gebiet der Historie und der Familiengeschichte des Judentums Aufsätze und Artikel erschienen. Auch wir wollen von dieser Stelle aus Herrn Rabb. Dr. Brilling, Münster i. Westf. der den Titel eines Akademischen Oberrats i. R. trägt, herzlichst gratulieren. Wir kennen seine Arbeit bereits als Hörer des jüd. Rabbiner-Seminars in Breslau, seine wichtige Arbeit als Archivar der Synagogen-Gemeinde, Breslau, mit dem bekannten und berühmten Rabb. Dr. Aron Heppner s.A., unter dessen Leitung der Jubilar in die Materie eingeführt wurde. Es ist unmöglich im Rahmen einer Zeitungswürdigung die ausserordentlich grosse und wichtige Tätigkeit von Rabb. Dr. Brilling anzuzeichnen. In emsiger Kleinarbeit hat er eine Fülle von Büchern, Broschüren und Aufsätzen über die Juden Hamburgs, Schleswig-Holstein, Breslau und Schlesien, Westfalen, Berlin, Prag. Hessen, Ost-Preussen zusammengetragen. Aber das ist noch nicht alles. Er bereichert das Verbandsblatt ehemaliger Breslauer in Israel mit seinen tiefgründigen Aufsätzen. Er reagiert prompt, trotz grösster Überlastung, auf Anfragen und hat durch sein phänomenales Gedächtnis, seine Kombinationsgabe, seine aussserordentlich grosse Erfahrung in der Familiengeschichte, viel dazu beigetragen, dass viele Dinge nicht verloren gegangen sind. Während andere im Jahre 1939 bei der Auswanderung retten wollten, was sie noch konnten, hat Brilling Tage und Nächte dagesessen und handschriftlich Dokumente und wichtige Aufsätze kopiert, die er nicht mitnehmen konnte. Dadurch hat er vieles gerettet, was sonst verloren gegangen wäre. Wir schätzen auch heute seine Tätigkeit im sogenannten Ruhestand, der ihm keine Minute Ruhe gönnt, und wünschen ihm für die weiteren Jahrzehnte Kraft und Vitalität, wie bisher. Er zählt zu den besten Forschern auf dem Gebiet der Historie, der jüd. Gemeinden Deutschlands und der Famüien-Geschichte. Ad Mea we esrim. Verband ehern. Breslauer in Israel La. ERICH LEWIN | GOLDENES BUCH: | >? IRENE MAMROTH geb. Galewski » | gest. 1.2.1976, 30 Schewat 5736 | | eingetragen von ihren Kindern: 8 « Margarete Mamon geb. Mamroth, » | Dwora Rosalie geb. Mamroth « » Bat Jom — Ramat-Josef. « | Dr. FRITZ (MOSES) GUTTMAN » I\ heimgegangen 27. April 1953 — 27 Nissan | | eingetragen von seiner Ehefrau « t Bertha Guttmann, London. » SONDERSPENDE Zum Andenken an meinen herzensguten Mann und Vater, KURT VISSER (Avissar), geboren in Meppen — Ems, gestorben in Tel-Aviv, kurz vor seinem 70ten Lebensjahr, Miriam Visser — Avissar, geb. Pagel Doron Avissar, Sohn. 19