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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2009-01-01 · No. 84 (2009) · p. Seite 7

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2009
Issue
No. 84 (2009)
Date
2009-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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7 Feld 24: Sie sind nicht mehr namenlos Im Mai 2009 kamen die Freiwilligen der Zeitzeugenprojekt mitwirkte. Auch Frau Wir waren sehr aufgeregt, als wir in dieser "Aktion Sühnezeichen" aus Dresden unter Buhr kam wegen des Projektes nach Akte die Namen der auf Feld 24 Beerdigten der Leitung von Erika Buhr wieder nach Breslau. vor Augen sahen. Sie besteht aus Korrespondenz und Berichten von "Erwin Israel Ludnowsky" "betr. Bestattungswesen" an die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, zwischen dem 23. August 1943 und dem 2. Januar 1945. In jedem Bericht werden die Beigesetzten mit Namen, Herkunft und Datum der Bestattung angegeben sowie die geldlichen Ausgaben zur Erstattung aufgelistet. In diesen Berichten fanden wir den Namen Herbert Israel Prinz, am 4. Oktober 1943 bestattet (Urne). (Fortsetzung auf Seite 23) nach Breslau gebracht, wo er auch am Beisetzungen verstorbener/ermordeter/umgekommener Juden aus Breslau auf dem »Jüdischen Begräbnisplatz in Cosel« 1943-1944 Quellennachweis: BArch, R8150/780, Fol. wie angegeben: Lfd. Nr. Nachname Vorname Adresse Beisetzung Sonstiges Fol. 1. Ball Hermann Breslau, Gräbschnerstraße 27 28.03.1944 80 2. Cohn Barbara Breslau, Wallstraße 31 23.09.1943 167 3. Colin Bruno Breslau, Freiburger Straße 42 07.11.1944 13 4. Ehrmann Arnold Breslau, Wallstraße 13 21.11.1944 13 5. Eisner Emil Isidor Breslau, Wallstraße 33 29.11.1943 141 6. Friedländer Franz Breslau, Kletschkaustraße 28 14.08.1943 170 7. Garnmann Dr. Joseph Breslau, Freiburger Straße 42 01.12.1944 6 8. Gattei Emil Breslau, Friedrich-Wilhelm- Straße 25 20.09.1943 167 9. Guttmann Otto Breslau, Fischergasse 14 22.08.1944 33 10. Hilbig Jettei Breslau, Löschstraße 13 23.07.1943 170 11. Kempinski Josef Breslau, Trinitatisstraße 13 08.03.1944 80 12. Löbner Paula Breslau, Kirchstraße 28 04.02.1944 94 13. Londner Sigmund Breslau, Willmannstraße 5/7 14.10.1943 158 14. Masur Dr. Arthur Breslau, Schmiedebrücke 55 31.03.1944 80 15. Prinz Herbert Breslau, Sonnenstraße 21 04.10.1943 158 16. Rosenthal Irma Breslau, Wallstraße 5 15.06.1943 170 17. Sabor Sally Breslau, Wallstraße 13 30.08.1943 170 18. Sander Frank-Georg Breslau, Fischergasse 14 24.02.1944 Kind 94 19. Teichmann Chaja* Breslau, Ritterplatz 11 03.07.1944 40 20. Wenglowitz Adolf Breslau, Willmannstraße 7 04.02.1944 94 21. Witkowski Leo Breslau, Wallstraße 13 14.10.1943 158 Liste hergestellt von Dr. Ingo Loose, Berlin, Juli 2009 Cosel und beschäftigten sich unter anderem mit der Räumung von Feld 24. Sie fanden Reihen kleiner Grabsteine, insgesamt 118, aber die metallenen Namenschilder fehlten bis auf einzelne. Ein Schild trug den Namen von Herbert Israel Prinz (s. Abbildung). (Ältere Gräber, auch von Kindern, wurden gleichfalls auf diesem Feld gefunden). Inzwischen suchte ich im Internet die Namen der von Karla erwähnten Arbeitslager (s. oben und ihr Büchlein "Ich blieb zurück" 1990) und kam auf eine Literaturangabe aus dem Bundesarchiv Berlin. Dr. Ingo Loose hat diese Akte sofort eingesehen, kopiert, und Mitte Juli k I Erika Buhr, Mai 2009 Cosel, Feld 24, * Fr. Chaja Teichmann, von der Gestapo als Zionistin verfolgt, wurde von ihrem christlichen Mann fast ein Jahr lang im Schrebergarten ausserhalb, versteckt. Er behauptete sie sei verschwunden. Er identifizierte eine Frauenleiche aus der Oder als die seiner Frau, und diese wurde - keiner wusste anders - feierlich als Chaja Teichmann in Cosel beerdigt. Nach Kriegsende (Mai 1945) sammelten Teichmanns überlebende jüdische Jugendliche, nahmen sie bei sich auf und kamen mit ihnen durch illegale Alijah nach Eretz Jisrael, wo sie sich Chaja's Töchtern in K. Chulata anschlossen und jahrelang tätig waren. Aussage von Karla u. Mosche Wolff, Naharija; August 2009, s. auch: Karla Wolff: "Ich blieb zurück", S. 35.

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