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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2008-01-01 · No. 83 (2008) · p. Seite 20

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2008
Issue
No. 83 (2008)
Date
2008-01-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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Von Breslau nach Israel - Erinnerungen von Ze’ev Epstein Zu der Zeit der Naziregierung und der Vertreibung der Juden aus Deutschland gab es noch keinen Staat Israel, sondern das Land war unter dem britischen Mandat und hieß 'Palestine', auf Deutsch 'Palästina'. Die britische Regierung ließ nur Leute ins Land, die ein gewisses Kapital aufweisen konnten und außerdem gab es eine kleine Quote für "Chaluzim" oder Pioniere, die eine landwirtschaftliche oder handwerkliche Vorbereitung absolviert hatten. Nach 2-3-jähriger Vorbereitung für die Arbeit in Palästina, bekamen sie 'Zertifikate' oder auf Deutsch 'Einwanderungserlaubnis'. Im Jahre 1933 kamen die Nazis an die Regierung und die Lebensbedingungen für die jüdische Bevölkerung verschlimmerte sich im Laufe der Jahre. Obwohl schon am Anfang, am 1. April 1933, die Schaufenster der jüdischen Geschäfte eingeschlagen und mit dem Wort 'Jude' angeschmiert wurden, und das Schlagwort: "Deutsche! Kauft nicht bei Juden!" geprägt wurde, gab es zu dieser Zeit noch einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung, der sich davon nicht abschrecken ließ. Allmählich wurde die Lage aber immer schlimmer, die Bevölkerung wurde durch die Reden der Naziführer und durch Zeitungen, wie "Der Völkische Beobachter" und "Der Stürmer" aufgehetzt und dann kamen im Jahre 1935 die Nürnberger Gesetze, die das Leben und die Rechte der deutschen Juden immer mehr einschränkten. Die jüdischen Geschäfte mußten zwangsweise verkauft werden oder wurden "arisiert", das heißt, ein Nichtjude, meistens ein ehemaliger Angestellter, übernahm das Geschäft. Auch in den freien Berufen, wie Ärzte, Juristen usw. wurde die Tätigkeit zunächst einmal eingeschränkt und dann vollkommen verboten. Im Jahre 1938 verschlimmerte sich die Lage noch mehr. Im November 1938, in der sogenannten 'Kristallnacht' oder richtiger gesagt: 'Pogromnacht' in der die Synagogen verbrannt wurden, wurde ein großer Teil der männlichen jüdischen Bevölkerung in Konzentrationslager verschleppt und nur wer einen Auswanderungsbeweis vorweisen konnte, wurde freigelassen und mußte sich dann bis zu seiner endgültigen Auswanderung in regelmäßigen Abständen bei der Gestapo melden. So blieb den deutschen Juden nichts anderes übrig als auszuwandern. Dies war jedoch kein leichtes Unternehmen, denn je mehr Druck von den Nazis und der Gestapo auf die jüdische Bevölkerung ausgeübt wurde, Deutschland zu verlassen und auszuwandern, umsoweniger waren Länder bereit, jüdische Einwanderer aufzunehmen. Trotz größter Bemühungen gelang es daher nur einem Teil der deutschen Juden, Deutschland zu verlassen. Hier möchte ich noch hinzufügen, dass Grossbritannien von allen Ländern noch am meisten jüdische Flüchtlinge aufgenommen hat. Wer in einem Konzentrationslager war oder auch sonst durch die Gestapo gefährdet war, konnte für das sogenannte 'Kitchner Camp', ein Refugee-Camp, das eigens für Flüchtlinge errichtet worden war, eine Einwanderungserlaubnis erhalten. Auch für Kinder und Jugendliche hat England viel getan und nahm eine große Anzahl jüdischer Kinder auf. Dann gab es noch sogenannte 'Domestic Permits' für Mädchen und Frauen, die eine Einreiseerlaubnis erhielten, um als Hausangestellte in Großbritannien zu arbeiten. Insgesamt sind ca. 50.000 Juden - Erwachsene und Kinder - nach England hereingelassen worden. Doch die jüdische Bevölkerung Deutschlands war zehnmal so groß. Ungefähr der Hälfte von ihnen gelang es irgendwie doch noch, mit Hilfe von Verwandten und Freunden im Ausland bis zum Kriegsausbruch aus Deutschland herauszukommen. Mit dem Beginn des Krieges waren die Auswanderungsmöglichkeiten beinahe hermetisch gesperrt und als dann der Krieg gegen Rußland ausbrach, war auch die letzte Möglichkeit, nämlich die Möglichkeit, nach Schanghai auszuwandern, genommen. Wer von der jüdischen Bevölkerung in Deutschland zurückblieb, wurde am Anfang des Krieges zur Zwangsarbeit eingezogen und später in die Konzentrations- und Vernichtunslager verschleppt. Wie ich bereits vorher sagte, gab es damals noch keinen Staat Israel und so machte damals die Mandatsregierung die Gesetze und ließ jährlich nur eine bestimmte Anzahl jüdischer Einwanderer ins Land. Ich möchte sagen, dass während der Jahre 1933- 39, ca. 30.000 - 40.000 Juden aus Deutschland nach Palästina einwanderten. Nun will ich auch von uns persönlich

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