Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1982-1983
- Issue
- No. 50 (1982-1983)
- Date
- 1982-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/7411685-7413297-7497320--1037-7413327- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Schicksale und Seelisches Erleben MEIR M. FAERBER: „BRENNENDE EIFERSUCHT” Erzhlungcn, Bleicher-Verlag, Gerlingen, 1983, gebd., 144 Seiten, DM 24 — In seinem neuen Buch, das zwanzig Erzählungen umfasst und zu seinem 75. Geburtstag erschien, beschränkt sich Meir Faerber nicht, wie ln seinem vorigen Erzählband “Ringende Seelen”, auf jüdische und israelische Thematik. Etwa zur Hälfte enthält das schön ausgestattete Buch Erzählungen mit Handlung in unterschiedlichen anderen Ländern und Völkern. Die dreizehn Seiten umfassende Erzählung "Brennende Eifersucht” und die 27 Seiten lange “Berti Walters” spielen in der Schweiz und stellen dortige Lebensverhältnisse dar. Eifersucht bilden den Gegenstand der Erzählung, die dem Buche den Titel gab, aber auch der Erzählungen “Die schwarzen Seidensocken”, die in Italien spielt, “Elvira oder die Rache des Hahnreis”, “Fahrlässige Tötung unter mildernden Umständen” und “In unserem Alter”. Einige der Erzählungen beruhen auf Ereignissen, die sich tatsächlich zugetragen haben, die meisten aber sind frei erfunden. Die Problebatik einer Familie israelischer Araber wird in der Erzählung „Brüder” fesselnd dargestellt, und auch “Das merkwürdige Schicksal des Abdul Asis”,beginnend im Jemen, hat diese Problematik zum Thema. Eine Erzählung, “Vier Opfer”, berichtet über das Schicksal einer jüdischen Familie aus Osteuropa und eine* Arztes in Israel. Im Umschlagstext weist der Verlag darauf hin, dass in diesen zwanzig Erzählungen die Spannbreite des Schaffens von Meir Faerber zum Ausdruck kommt, die von breit angelegter Epik, welche schon beinahe als Entwurf für einen Roman betrachtet werden kann, über spannende Darstellung zeitgenössischer Begebenheiten bis zur raschen Skizze nach Tagesereignissen reicht. Eigene Beobachtung nachdenklich verarbeitet, dichterische Phantasie in meisterliche Kurzform gebracht, autobiographische Zutaten, überzeugende Charakterschilderungen . mit psychologischem Einfühlungsvermögen, die besonderen Lebensumstände in Israel — all das ist in diese Erzählungen eingeflossen, die nur eine kleine Auswahl aus dem Lebenswerk dieses produktiven Schriftstellers darstellten. Faerber setzt in seiner Form des Erzählens die Tradition der grossen deutschsprachigen Autoren der Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg fort, als die Darstellung seelischen Erlebens, zwischenmenschlicher Beziehungen und des Milieus, in dem sich die Handlung abwickelt, gewählte aber einfache Sprache diese Art literarischer Schöpfung charakterisierten. * EHRUNG FÜR MEIR FAERBER Die Literarische Union eV. (Präsident Dr. Wolfgang Durbenl, Mitglied im Bundesverband Deutscher Autoren, Berlin, hat die von ihr jährlich vergebene Medaille ‘STUDIOSIS HUMA. NITATIS’ für 1981 Meir Marcell Faerber in Anerkennung seiner literarischen Arbeiten verrliehen. M. Faerber ist kürzlich auch der PEN-Zentrale in Israel beigetreten. DEAR MRS. HAUBEN (155 SEITEN GOLDMANN-VERLAG. TEL-AVTV) Der Titel des Buches weist schon auf den Inhalt hin., Briefe an Nora Hauben gerichtet, die mit den Grossen dieser Welt eine weltweite Korrespondenz fuehrte. Diese Briefsammlung wurde nun in Buchform herausgegeben. Es sollte nicht nur ein Hobby sein, sondern Nora Hauben schrieb an die Persoenlichkeiten im Rahmen von Israel. Nun hat die Briefsammlung auch als Hobby — wie es Fachleute behaupten — erzieherischen, historischen und auch commerciellen Wert. Einen erzieherischen Wert besonders fuer die Jugend. Obwohl man die Handschrift grosser Maenner des Geistes, der Wissenschaft — als sichtbaren Niederschlag ihres Wesens schaetzt, ist doch das systematische Sammeln von Unterschriften erst vor 300 Jahren auf gekommen. “Denn was kann aufschlussreicher sein, als eigenhaendiger Namenszug und Mitteilung von Traegern des Geistes und des Weitgeschehens.” Diesen Satz schrieb die Journalistin und Redakteurin Alice Schwarz in ihre Zeitung, als sie vor Jahren die Ausstellung besuchte. Prof. Dr. Dov Neu stellte die Briefsammlung von Nora Hauben im Ethnologischen Museum aus. Das VORWORT — und — “WIE ES ANFING” — und “EINE KURZE BIOGRAPHIE” ist in Englisch — Deutsch und Hebraeisch geschrieben In diesem Buch befinden sich ausser Unter. Schriften auch persoenlich geschriebene Mitteilungen der einzelnen Persoenlichkeiten. Wie z.B. — von Churchill, Nehru, — Bertrand Rüssel — Tornas Mann — Berthold Brecht, — Prinz Louis Ferdinand, Nelly Sachs, Dr. Max Brod. John Glenn — Prof. Albert Einstein — Mare Chagall — Gener. de Gaulle — Charles Chaplin, Hermann Hesse — u.v.A. — Das Buch ist zu erwerben, bei: Nora Hauben — Hajarden 4R.-G. Tel. 74104, Tel-Aviv Ben Je. hundastr. 9 “Landsberger” — Ben Jehuda 43 “Sifre Ichud” und Ben-Jehuda 126 Freifeld”. FOND AUF DEN NAMEN VON RAW ISRAEL MEIR SIMONSOHN s.A. Seew Ben Aharon (Gradenwitz) hat es sich zur Aufgabe gemacht das Andenken an unseren grossen Raw und Lehrer Dr. Max Simonsohn s.A. wach zu halten, in dem er einer Fond auf seinen Namen errichtete. Im Laufe vieler Jahre sind Spenden eingegangen die es ermöglichten Seminare für Jugendführer zu errichten. Ar je Lutz Gradenwitz der Bruder des genannten sorgt für die geistige Betreung durch Vorträge und ständige festgelegte Kurse. Esra Hartmann, der Vize Vorsitzen de der Zentrale der “Jeschiwoth Bnei Akiva in Israel” (Tel Aviv, Dubnowstr. 7)' leitet den Fonds. Er ist der Sohn von Siegbert Hartmann u. seiner Frau Paula geb. Gluskinos s.A. aus Breslau. Vor einen Jahr starb die Witwe Channa Simonsohn und wurde der Fond auf ihren Namen erweitert. Auch seitens vieler Breslauer sind dem Fond Spenden überwiesen worden und hoffen wir auf weitere Unterstützung des wichtigen Werkes durch alle, die das Andenken Raw Simonsohns ehren wollen. EHRUNG FUER RABB. DR. SALI LEVI Aus Anlass des 100. Geburtstages von Rabb. Dr. Sali Levi fand eine Ausstellung des Mainzer Stadtarchivs im Rathaus-Foyer statt. Kulturdezernent Dr. Keim hob in seiner Ansprache hervor dass Dr. Levi nicht nur eine Gestalt des religiösen Lebens sondern vor allen Dingen auch eine Figur des politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens gewesen sei. Rabb. Dr. Sali Levi studierte im Jüd.-Theolog. Seminar in Breslau und war zweiter Rabbiner an d. neuen Synagoge. über Dr. Levi’s Breslauer Zeit berichteten wir ausführlich in Nr. 46/47 unseres Mitteilungsblattes. WIR GRATULIEREN Dr. Max Silberstein, Tel Aviv, Jad Elijahu, Margolinstr. 4 nachträglich zum 85. Geburtstage Dr. Silberstein war viele Jahre Leiter der Steuerabteilung der jüdischen Gemeinde Berlin, hat sich hier im Lande umgestellt, ist aber in seinem Wesen u. seiner tiefen Frömmigkeit jung geblieben. Er hat immer ein Ohr für Menschen, die seines Rates bedürfen und ist ehrenamtlich im Rahmen des Verbandes ehemaliger jüdischer Gemeindebeamten mit Charme und warmen Herzen dort, wo man ihn braucht. Wir wünschen ihm weiter dieselbe Kraft und seiner Gattin eine baldige Genesung. Frau Henriette Rakowski, T.A., Dizengoffstr. 145, nachträglich zum 90. Geburtstag. Sie ist Mitbegründerin der Vereinigung ehemaliger Koelner und Rheinlaender in Tel Aviv, sehr geschätzt wegen ihrer steten Hilfbereitschaft und Kontaktfreudigkeit. Sie wird von allen, die sie kennen geschätzt und geehrt. NACHSCHLAGEWERK DES LBI Im Zusammenhang mit der Herausgabe eines Nachschlagewerkes “Kurzbiographien zur Geschichte der Juden Deutschlands 1918 — 1943” benötigen wir genaue Daten und präzise Angaben über die Tätigkeit von Personen, die im obigen Zeitraum im jüdischen Leben ihres Heimatortes und/oder regionalen Verbänden eine führende Rolle gespielt haben. Senden Sie bitte eine Namensliste von Persönlichkeiten, deren Lebenslauf ihnen bekannt ist, damit wir ihnen kurze Fragebogen zusenden können an Prof. Joseph Walk, Leo Baeck Institut, Jerusalem 93228, P.O.B. 8298. JUDEN UNTER DER NS-DIKTATUR Die Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen will eine Dokumentation über Leben und Verfolgung der hessischen Juden von 1933 bis 1945 herausgeben. Sie bittet jüdische Bürger, die damals in Hessen lebten, um Berichte über ihre Erlebnisse und Erfahrungen in jener Zeit. Bitte nehmen Sie Kontakt auf mit Archivdirektor Dr. Wolf-Arno Kropat, Mainzer Strasse 80 D-6200 Wiesbaden. 30