Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1982-1983
- Issue
- No. 50 (1982-1983)
- Date
- 1982-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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MARY HANSEN ~ BILDER AUF MARMORIERTEM PAPIER MODERNE STRUKTUR IN ALTER TECHNIK rjm/A 81« wmim JIGAL GEYRA In der Amalia Ar bei Galerie zeigte uns JigaJ Geyra seine von seiner Yacht aus. d.h. vom Meer gezeichneten und gemalten Bilder der Schiff , Straende und Hafeninstallationen in Israel. Dies se Bilder, mit Spiegelbildern im Meer fasziniert von den Reflexen des Lichtes, die er wie Turner in sanften Farben wie grau, rosa und gruen verarbeitet (Aquarell Acrylit und Oel) bringt uns in eine ruhige, beinahe melancholische — aber poetische Stimmung. Er zeichnet zuerst schwarz/ weisse Skizzen, die er — ein schneller Arbeiter — spaeter in Farben umsetzt. Seine “Handschrift” hat sich in 20 Jahren nicht veraendert Wir haben es hier mit einer starken Persoenlichkeit zu tun, die obwohl Autodidakt, ihr Metier beherrscht, den Beschauer facziniert und noch lange nachgeht. Seine Technik ist Klassisch rein wie zu erwarten. Er hat bereits 1967 in der Galerie Katja Granoff, Paris und 1971 im Petit Palais, Genf seine ersten Einzelausstellungen mit guten Kritiken absolviert. Ebenso auch die jetzige Ausstellung bei Amalia Arbel in Tel-Aviv 1983. Die Eroeffnung war ein gesellschaftliches Ereignis. Sein Lebensweg: 4 Geschlecht “Zabarim” von russischem Ursprung — Akademiker und Farmer. Die Familie — seine Mutter als erstes Kind in Rechowot geboren — war Jigal Geyra mit al. len Komponenten eines Zabars ausgeruestet. Ei wurde 1918 in Damaskus geboren, da sein Vater im 1. Weltkrieg auf tuerkischer Seite kaempfte und spaeter als Ingenieur mit am Bau der Hedjasbahn tätig war. Jigal besuchte spaeter das Realgymnasium in Haifa, besuchte die Universitaet London — suchte sich sein Studium bewusst mit dem Ziel aus, etwas fuer unser Land Nuetzliches zu lernen. Er wurde Ingenieur — speziell fuer Wasser und seine nutzbringende Ausbeutung. Von da kam er zur Oelforschung. Er arbeitete 22 Jahre bei der Shellkompagnie und Pazoelkompagnie. In seiner freien Zeit widmete er sich seinen Hobbies: Zeichnen, Musik, und dem Segelsport. Da entstand auch seine Liebe zum Meer, die in der 1983 Ausstellung ihren Niederschlag fand Seine Kenntnisse in Kunst und Geschichte der Das ötadtmuseum in Ramat-Gan zeigt eine Aussiebung der 80 jaehrigen Mary Hansen von Bildern auf marmoriertem Papier und Zeichnungen fuer Bucheinbaende. Die Ausstellung steht unter dem Protektorat des Buergermeisters von Ramat-Gan, Herrn Amit, der sie eroeffnete und der Austeilung dieser Art Kunst viel Erfolg wuenschte. Anschliessend sprach der Vizebuergermeister und Vorsitzende des Museums-Komitees, Herr Chanan Rosen. Danach begruesste der Botschafter .der Bundesrepublik Deutschland in Israel, Dr. Niels Hansen, die zahlreich erschienenen (darunter viele Israelische Maler und Bildhauer, die diese aussergswoehnliche Kunstform sehen wollten'! Anwesenden und gab Erklaerungen ueber die Arbeiten seiner Mutter, die leider nicht anwesend sein konnte. Eine sehr aufklaerende Broschuere in Englisch belehrte ueber die Prozeduren d:r Herstellung und Praeparierung des marmorierten Papiers, das urspruenglich aus dem Orient kam und seit dem 17. Jahrhundert auch im Westen .anzutreffen ist. Die Besucher betrachteten interessiert die verschiedenen Bilder und Buecher die eine Mischung von Kunst und Kunstgwerbe darstellen. Die Farben sind kraeftig und doch aesthetisch. Die Kombinationen teilweise mehr technisch, einige verspielt — mehr zum echten Gemaelde hin. Aus der Broschüre lässt uns Mary Hansen wissen, dass ihre ersten Versuche kleines Format hatten, die fuer einen befreundeten Buchbinder von Interesse waren. In der Inselbuecherei Frankfurt gewann sie einige Preise fuer ihre Arbeiten. Damals war ihr Stil konventionell doch bald wurden die Formate auch groesser, ihre eignen Ideen, sagen wir lieber — die Kuenstlerin in ihr brach durch —. Das Ergebnis sind die jetzt gezeigten Bilder. Anfang der 60er Jahre begann Mary Hansen ihre Arbeiten auszustellen — in Europa und USA kamen sie gut an, und wurden von der Kritik als sehr beachtlich betrachtet. Speziell geeignet sind ihre Arbeiten auch fuer Wanddekorationen, im besonderen bei moderner Innenausstattung. Die Kuenstlerin begann ihre Taetigkeit erst als die Kinder schon erwachsen waren. Die Familie zog nach Luebeck, wo Frau Hansen Kurse in dieser so vielfaeltigen Vorbereitung des Papieres besuchte. Ebenso spaeter auch in Leipzig. Die Zeitspanne ihrer kuenstlerischen Taetigkeit erstreckte sich ueber ca. 30 Jahre. Beachtliches und Schcenes in der Kunst kann auf verschiedenartigste Weise geschaf fen werden. Eine Mitteilung liess uns wissen dass der Erloes der Ausstellung fuer den “Wapniarka Trust” bestimmt sei der von Frau Ch. Petersen in Deutschland gegruendet wurde — zu Gunsten der Opfer des Lagers Wapniarka. Unter den Besuchern der Ausstellung befand sich auch der Viceburgermeister Tel-Avivs Herr Jitzchak Arzi, der mit erregter Stimme die Erklaerung abgab, dass Wapniarka, ein Lager bei Odessa gewesen sei in dem medizinische Versuche an Menschen gemacht wurden. Ein guetiges Schicksal bewahrte ihn davor. (Fortsetzung auf Seite 28) imm 27