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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1982-01-01 · No. 50 (1982-1983) · p. Seite 26

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1982-1983
Issue
No. 50 (1982-1983)
Date
1982-01-01
Page
Seite 26 (sequence 26)
Language
German
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Von FRIEDEL SCHWARTZ AUS DER TEL-AV1VER KUNSTSCENE ARCHIE TALOR “ SEIN WEG Der 1928 in Ottawa (Canada) geborene Archie Talor, besuchte in seinem Geburtsort ein technisches Gymnasium — seinem Wunsch entsprechend — zeichnen zu lernen. Nebenbei belegte er in der Ottawaer Kunstakademie Kurse in Malen (Oel und Aquarel) und fiter Keramik und Holzzschnit- M zerei. An der Universitaet Ottawa studierte er nach Abschluss des Gymnasiums Mathematik, Physik und Ingeneering. Er machte sein Examen als B. Sc. mit Auszeichnung. Um seine Studiengelder zu verdienen, malte er bunte Plakate (Gouash und Tempera!. Vor und nach seiner Aliya 1957 nach Israel war er im Vollberuf Ingenieur. Jedoch in seiner Freizeit beschaeftigte er sich mit figurativ — realistischen Holzarbeiten und Glasblaeserei, was er nebenbei in der Studienzeit noch gelernt hatte. Seine Vorgel, Tiere und Figuren waren Aufsehenerregend und ein Kunstkenner schickte ihn in die Bat-Jam Kunstakademie, um bei Professor Jakob Epstein die Grundlagen der Bildhauerei zu erlernen. Es folgten dann weitere Studien in den Studios von Carrara und in der Kunstkolonie Pietrasanta in Italien. Als ihn ein Herzanfall 1971 zu laengerer Rekonvalecenz zwang begann er diese Zeit ernsthaft auszunuetzen. Er zeichnete realistische Landschaften speziell Bäume, Tiere und, schuf Skulpturen aus Stein, Holz, Marmor und Aliuminium. 1971 begann die jaehrliche Kunstmesse auf Tel-Avivs Chen Blvd. und beeindruckt von seinen Arbeiten stellte man ihm allein einen Aus- ZUM MALER UND BILDHAUER stellungsstand zur Vcvfuegung. Normalerweise waren es 3 und mehr Kuenstler, die an einem Stand ausstellten. Archie verkaufte — zu seiner eigenen Verwunderung — alles, was er ausgestellt hatte. So ging es Jahr um Jahr — bis heute noch. 1980 konnte Archie in seiner Ingenieursposition eine vorzeitige Pensionierung erreichen und damit begann der Kuenstler in ihm seinen Wreg zu gehen, naemlich den, den. er schon mit 13 Jahren gehen wollte. Und er ging ihn mit vollem Erfolg. Seine Arbeiten sind in Galerien in Israel als auch eine staendige Ausstellung im St. Laurent Kunstzentrum in Ottawa (Canada) zu sehen. Die Zeichnungen und Skulpturen sind bei privaten Sammlern in Israel, Canada, USA, Suedafrika, West-Deutschland, Frankreich und Venezuela zu finden. Damit etablierte Archie seinen Namen in der Kunstwelt und bei der Kritik. Nach seiner Austeilung im Z.O.A. Haus 1991 schrieb “Le Journal d’ Israel”, von der natürlichen Schoenheit seiner Oel- und Pastellbilder, Lotte Guy begann die Saison 1983 mit einer One woman schow der jungen israelischen Malerin, Dina Enoch. Eine aus dem Rahmen fallende Ausstellung figurativ — abstrakter Werke, gekonnte Werke einer Kuenstlerin, die mit sicherer Hand Menschengruppen im Zentrum ihrer Bilder und Interieurs zeigt. Verspielt, an der Grenze des Jugendstils stroemen ihre Arbeiten Emotionen aus, — doch diese Gefuehle sind natuerlicher Art des tagtaeglichen Lebens d. h. sie sind ohne Uebertreibung und damit sprechen sie den Beschauer in sich selbst an. Ihre Farben, ob Oel, Aquarell und Acrylit haben keine starken Toene, auch keine Uebergaenge — Farbe steht neben Farbe und man spuert ihre Freude an Diesen in dem Farbenreichtum ihrer Bilder. Darauf angesprochen, sagt uns Dina, dass der Maler und Lehrer Raffi Lavi ihr den Anstoss ihrer Konzeption der Farben gab. Das Ergebnis sehen wir in der heutigen Ausstellung, die bereits eine Individualitae um nicht Zusagen “Handschrift” zeigt. Dina ist noch jung und man weiss nicht, welche Einfluesse noch auf sie zukommen. Doch moechte ich beinahe sagen, dass sie, wie gesagt, ihren Stil gefunden hat. Sie ist Mitglied der Vereinigung Israelischer Maler und Bildhauer und hat schon in einigen One woman shows und Gruppenausstellungen im In. und Ausland ihre Arbeiten mit Erfolg zeigen koennen. Dina Enoch ist 1916 in Israel von Mitteleuropaeischen Einwanderern geboren. Sie absolvierte Gymnasium und Armeezeit. Von klein auf wollte sie Taenzerin werden und nahm 10 Jahre in diesem Fach Unterricht. 1966 heiratete sie und beschloss 1968 die Kunstakademie in Tel-Aviv zu besuchen. Sie absolvierte diese bei ihrem Lehrer Margoschinsky mit grossem Erfolg, (ihr Lehrer ist auch der Begruender der Akademien in Di- Landschaften und Portaits, von den klaren Farben, die dennoch Nuancen in sich tragen und von der Aesthetik seiner Skulpturen. In der Jaffaer Ausstellung 1983 “in Verehrung fuer Lucy” zeigte Archie Talor ausser seinen Skulpturen Zeichnungen — auch farbige — von Lucy, die er zufaellig in einem Kurs als Modell kennen lernte. Lucy, nicht mehr jung, mit einem Koffer voll bunter Kleidungsstuecke, die er in mehr .als 2 Jahren immer wieder zeichnete. Lucy, die ihn mit Anektoden ihrer Lebenserfahrungen von guten und schlechten Zeiten, von Hass und Liebe, unterhielt und anregte. In der der Ausstellung beigefuegten Erklaerung, schreibt Archie, ueber ihre gemeinsame Arbeit und dass er eine Menge Energie in einer solchen Sitzung mit Lucy verbrauche, die ihn zwar erschoepft, aber geistig erfrischt, zuruecklasse. Lucy ist ein superbes Modell un ein guter Freund. Archie Talors Wissen ueber die Kunst der fruehren Jahrhunderte, erwarb er erst im Alleingang in spaeten Jahren. Fuer ihn, wie er daraufhin angesprochen sagt, der geborene Kuenstler ist derjenige, der seine Gefuehle in welcher Form auch immer, dem Beschauer uebermitteln kann mona und Eat Jam.) Dina arbeitete i Jahre bei ihm, dessen Stil rein klassisch war. Natuerlich bildeie sich in ihr der Drang neue Wege zu finden. Ihr selbst fehlte der Zugang zur modernen Kunst. So fand sie Raffi Lavi, dessen Kurse sich Diametral zu den frueheren abspieiten. Raffi bestellte seine Schue’.er einmal in der Woche und gab jedem eine “Hausaufgabe”. Eine Woche spaeter wurde die Arbeit von dem Scliueler und der ganzen Gruppe diskutiert und beurteilt. Paraleil liefen Kurse bei Ran Schchori und Garbuz, bei denen sie Siebdruck und Kupferstich lernte. Dina hat 2 junge Soehne die ihr nicht viel Zeit fuer das Malen lassen. Sie hat ein Studio im Haus dort arbeitet sie vormittags nach Skizzen — mehrere Bilder zur gleichen Zeit. Wir sind neugierig auf eine weitere Ausstellung! DINA ENOCH-ONE WOMAN SHOW. GUY GALERIE TEL-AVIV ZU EHREN VON LENY MITTWOCH 26

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