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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1982-01-01 · No. 50 (1982-1983) · p. Seite 13

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1982-1983
Issue
No. 50 (1982-1983)
Date
1982-01-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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BRESLAUER UND GLOGAUER NAMEN FUER EINE SUBSKRSBENTENLISTE MITGETEILT VON MORDECHAI NOY, RAMATH CHEN Bericht einer Lehrertagung in Breslau im Jahre 1896 Wir veroeffentlichen hier einen Auszug aus den Protokollen der am 25. Mai 1896 stattgefundenen Versammlung des „Vereins juedischer Lehrer in Schlesien und Posen und deren Unterstuetzungskasse”. Diese Tagung fand im Restaurant “Zum weissen Storch” in Breslau, statt. Ein Teil dieser Tagung war finanziellen Problemen gewidmet. Der andere Teil war einem Problem gewidmet, welches auch heute noch aktuell ist. Das Problem der nicht qualifizierten und staatlich geprüften Lehrer. Bei der Diskussion traten besonders die 2 Gemeinde-Rabbiner aus Breslau hervor: Dr Rosenthal (konservativ) und Dt. Guttmann (liberal) . Das war wieder ein Beweis fuer das gute Einvernehmen in der Einheitsgemeinde Breslau, zwischen den verschiedenen Stroemungen. U. a. sagte Rabb. Dr. Rosenthal, dass man auch den nicht staatlich geprueften Lehrern den Zutritt zu allen Rechten haette gestatten muessen. Wenn man es auch fuer notwendig halte, dass staatlich gepruefte Lehrer vorhanden seien, duerfte sich doch der Verband allein nicht die Be. faehigung anmessen, ueber die Qualitaet als Lehrer zu entscheiden... Es war daher ungerecht, die nich geprüften Lehrer in ihrem Rechte zu kuerzen. Man brauche eben nicht gepruefter Elementarlehrer zu sein, um ein befaehigter, mit paedagosichen und allgemeinen Kenntnissen ausgestatteter Religionslehrer zu sein. Danach hielt Rabb. Dr. Guttmann einen Vortrag ueber “Salomon Maimon”. Er entrollte vor den Zuhoeren ein Charakterbild, welches allerdings vielleicht in negativem Sinn, sowohl den Psychologen, als auch den Paedagogen eine Fuelle von Belehrendem und Erziehendem darbOit. Nachstehend die Teilnehmerliste dieser Tagung: Herr Alexander — Breslau ” Alexander — Militsch " Prof. Dr. Badt — Breslau ” Bernhardt — Tarnowitz ” Blumenfeld — Schweidnitz ” Boehm — Koenigshuette ’’ Borchardt — Samter " Boss — Bernstadt Herr Brann — Beuthen, ” Doc. Dr. Brann — Breslau ” Brock — Hirschberg ■’ Cohn — Tarnowitz ’’ Dr. Doctor — Breslau ” Ellbogen — Breslau ” Fabian — Breslau ” Rabb. Dr. Freund — Czarnikau ’’ Graf — Glogau ” Rabb. Dr. Guttmann — Breslau ” Guttmann — Ohlau ” Gruenfeld — Schwersenz ” Haase — Rosenberg ” Haller — Haynau ” Herbst — Lissa ” Rabb. Dr. Jakobsohn — Gnesen Frl. Krakauer — Breslau Herr Krolik — Cosel ” Ksinski — Kempen ” Ledermann — Peiskretscham ” A. Lewin — Berlin ” E. Lewin — Berlin ” Lewin — Tarnowitz ” Loewenthal — Gr. Wartenberg ” Muschel — Frankenstein Frl. Peiser — Breslau Herr Rabb. Dt. Pinkuss — Breslau ” Rosenblatt — Tarnowitz ” Rabb. Dr. Rosenthal — Breslau ” Dr. Samter — Breslau ” Dr. Samuelsohn — Breslau ” Sander — Zabre ” Schampanier — Breslau ” Singermann — Glogau ” Singermann — Schildberg ” Spieldoch — Buk ” Steiner — Gr. Strehlitz ” Translateur — Langendorf ” Translateur — Carlsruhe ” Weissmann — Kattowitz ” Tintner — Bunzlau ” Wolff — Gr. Strehlitz als Gast Herr Theodor Oschinski, Delegierter des Juedischen Gemeindebundes. In der Nissan-Adar Nummer der Zeitschrift Sinai, Monatsschrift für Thora und jüdische Wissenschaft, 1983, Mossad Harav Kook, Jerusalem, findet sich eine kritische Besprechung des Buches „Eduth Neemana”, von Prof. Schraga Abramson (Hebr. Universität, Jerusalem.) das im Jahre 1823 in Dessau gedruckt wurde, und dessen Verfasser Rabbi Jehuda Arie Leibusch Ben Rabbi J. Fraenkel.Teomin war, gebürtig in Breslau und wohnhaft in Krakau. Uns interessiert hier nicht der gelehrte Inhalt des Buches, der Probleme der Tossafisten behandelt, sondern eine Namensliste, die dem Buche beigefügt war und von Prof. Abramsohn gebracht wird mit der Bemerkung, dass sie von Bedeutung für Forscher von Jüdischen Familien sein könnte, wir möchten hinzufügen, besonders heutzutage wo bei Vielen das Interesse für ihre Vorfahren sehr lebendig ist und sie zu Studien der Familienforschung veranlasst. Es muss vorausgeschickt werden, dass der Verfasser des Buches sich zur Deckung der Druckkosten oder wenigstens eines Teiles derselben des s. Zt. verbreiteten Systems der „Subskribenten’1 oder “Pränumeranten” bedient. Er, wie viele andere Verfasser, besonders talmudischer Literatur versandte an ihm bekannte Adressaten eine Nachricht über seine Absicht, ein Werk des betreffenden Inhalts herauszugeben und bat um Vorbestellung nebst Zahlung eines oder mehrerer Exemplare. Der Artikel in „Sinai” bringt Namenslisten von Bestellern des Buches aus folgenden jüdi. sehen Gemeinden: Breslau, Lissa, Berlin, Magdeburg (nur vier Namen), Glogau, Frankfurt a. d Oder, Halberstadt, Braunschweig Hannover, Kassel und Dresden. Gemäss der Bestimmung dieser Zeitung, werden hier die Namen aus den Gemeinden Breslau und Glogau wiedergegeben, und zwar übersetzt aus der hebräischen Transkription, wie sie in dem Buche wiedergegeben Bind: BRESLAU: Der Rabbinische Gelehrte Gaon Michael Schimon Mai und sein Schwiegersohn der Junge rabbinische Gelehrte Mordechai. Der Gelehrte und Wohltäter Abraham Munk und sein Schwiegersohn der Junge Gelehrte Nachum Hako. hen aus Ostrava, der rabb. Gelehrte Chaim Jona, der rabb. Gelehrte Chaim Oppenheim, der rabb. Gelehrte Isak Lappe, der rabb. Gelehrte Herr Israel, der rabb. Gelehrte Michael Freyhan und der rabb. Gelehrte Abraham Sohn des Anschel, der ausgezeichnete junge Mann Jona Fränkel, der rabb. Gelehrte Jacob Zuckermann, der ausgezeichnete scharfsinnige Moses Naral (vielleicht eine Abkürzung?) Sohn des Gaon Vorsitzender des Beth Din in Glogau, der rabb. Gelehrte Sender Barav (Abkürzung?), der rabb. Gelehrte Leibusch Rosanes aus Brod, der junge Gelehrte Naftali Hirsch, Schwiegersohn des Gaon Josef Mai Mocher Sefarim (Buchhändler), der Rabbi Gaon Juda Leib Vorsitzender des Beth Din in Dyhernfurth. (Im Original erscheint der Ehrentitel “Rabbani”, wo wir ihn mit “rabinischer Gelehrter“ wiedergegeben haben. Michael Schimon May dürfte ein Mitglied der Druckerfamilie aus Dyhernfurth sein, die dort bis 1819 tätig war (hebräische Druckereien bestanden dort von 1688 bis 1834 laut Enzyclopedia Judaica, 6,330). Die Einzelheiten über die anderen „Subskribenten”, unter ihnen vermutlich auch andere aus der Breslauer jüdischen Vergangenheit Bekannte, muss ich Sachkennern überlassen, das gleiche gilt für die G’.ogauer Namen, die folgen: Glogau Der Gaon Rabbi Abraham, Av Beth Hadin (Vorsitzender des rabb. Gerichts), der Dayan (Beisitzer) Gaon Nachman, Av Beth Din der Gemeinde Kletschau (?), der Gaon Meir Chaim, der Dayan Rabbi Mordechai, Sohn des Gelehrten Jona Josef der rabb. Gelehrte Anschel aus Berlin, der rabb. Gelehrte Abraham aus Fraustadt, der rabb. Gelehrte Mordechai Dov, der rabb. Gelehrte Lipmann Platt (Plaut?), der rabb. Gelehrte Rabbi Eliahu, der rabb. Gelehrte Abbele Kutna, der rabb. Gelehrte Rabbi Dov ben Rabbi M. (Meir?), der rabb. Gelehrte Hirsch Schlesinger, der rabb. Gelehrte Juda Leib, der rabb. Gelehrte Nathan Ziltsch, der Gelehrte und Scharfsinnige („Charif”) Feibusch aus Chadseititz (?), der ausgezeichnete Chatan (unverheiratete) Binjamin Cohen.— Es sei noch bemerkt, dass bei manchen dei Genannten auch der Ehrentitel “Hanagid” erscheint, was vermutlich Mitglieder einer geachteten Familie („Patrizier”) bezeichnet. 13

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