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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2007-01-01 · No. 82 (2007) · p. Seite 19

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2007
Issue
No. 82 (2007)
Date
2007-01-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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I 19 (Fortseirung von Seite 11) 39% aller nichtdeutschen Juden im Reich). Da die ganz überwiegende Mehrheit von ihnen in Berlin ansässig war, dürften in Breslau und Niederschlesien nur noch wenige polnische Juden gelebt haben. Angesichts der sich seit Ende 1938 stark verschlechternden deutsch-polnischen Beziehungen meinte man auf Seiten der Nationalsozialisten ohnehin keinerlei Rücksichten mehr nehmen zu müssen, um so weniger seit dem Augenblick, in dem Hitler einen Überfall auf den Nachbarstaat konkret ins Kalkül zu ziehen begann. Die weiteren Stationen der Judenverfolgungen bis hin zum Massenmord sind bekannt. Der Überfall auf Polen ab dem 1. September 1939 entwickelte sich rasch zu einem »Auftakt zum Vernichtungskrieg«, und während des Weltkrieges spielte die Staatsangehörigkeit der jüdischen Opfer ohnehin schon keine Rolle mehr. So problematisch die Politik Polens gegenüber seinen jüdischen Staatsbürgern auch erscheinen mag - es war dem Einsatz der polnischen Konsulate zu verdanken, dass Juden polnischer Staatsangehörigkeit Einspruchsmöglichkeiten gegen die NS-Verfolgung auch dann noch besaßen, als die deutschen Juden der Diskriminierung und Unterdrückung bereits schutzlos ausgeliefert waren. Und es waren die Nationalsozialisten, die die Grenze zwischen Diskriminierung und nackter Gewalt überschritten und damit einen Zivilisationsbruch begingen, dessen Tragik und Folgen heute in Israel, Europa und den USA noch überdeutlich sichtbar sind. Polnische Juden stellten die größte Opfergruppe der Shoah dar. Heute ist die Jüdische Gemeinde Breslau/Wroclaw ein der großen Hoffnungen für jüdisches Leben in Polen. Die 800-Jahrfeier der Gemeinde 2003 hat gezeigt, wie sehr man sich aller Brüche zum Trotz mittlerweile auch auf die deutsch-jüdischen Traditionen zurückbesinnt und auch sie als einen Teil der eigenen Geschichte begreift. Ingo Loose loosei @geschichte. hu-berlin. de 1m Suchanzeigen Ich bin Historiker und recherchiere im Auftrag des "Centrum Judaicum Stiftung Neue Synagoge Berlin" für eine Ausstellung zum Arbeitsthema "Politische Repression und Antisemitismus in der frühen DDR". Im Mittelpunkt der Ausstellung sollen die Ereignisse stehen, die Anfang 1953 zur Flucht fast aller Gemeindevorsitzenden und hunderter Gemeindemitglieder aus der DDR geführt haben. Insbesondere werden Biographien vorgestellt, aber auch allgemeine Zusammenhänge dargestellt. Dabei bin ich auf die Biographie des jüdischen Kaufmanns Erich Glaser, geb. 12. September 1914 in Strasbourg gestoßen, der mindestens von 1939 und bis September 1945 in Breslau gelebt hat. Erich Glaser ist im September 1945, auf der Flucht von Breslau nach Thüringen, in Cottbus verhaftet und antisemitisch beschimpft worden. Das ihm von der Gemeinde anvertraute Vermögen sowie weitere Werte der jüdischen Gemeinde Breslau sind ihm abgenommen und später eingezogen worden. Erich Glaser gelang im selben Monat die Flucht aus der Polizeihaft in Cottbus. Er lebte 1945 zunächst in Lehrte bei Hannover und spätestens seit 1949 in Sömmerda, wo er von Rechtsanwalt Johannes Hilgarth gegen die Stadt Cottbus vertreten wurde. Sein weiteres Schicksal ist mir unbekannt und ich möchte Sie bitten, mich zu unterstützen auf der Suche nach Informationen zu dem Sachverhalt selbst und dem Schicksal von Erich Glaser. Mit freundlichen Grüßen Andreas Weigelt 15868 Lieberose Damme 2 Wer kennt die junge Dame auf dem Photo? Geboren 1930. Im Jahre 1949 wanderte sie aus Breslau nach Israel aus. Gesucht wird die Dame von dem jungen Mann neben ihr auf dem photo. Er lebt heute in Amerika und wäre für jeben Hinweis dankbar. Zuschriften bitte an die Redaktion. Itamar Kleinberger Pimai u.' ' >, ***** (von Hans Hermann Neustadt zur Verfügung gestellt) Die Kuppel der "Neuen" Synagoge am Anger, vermutlich vom Oberstock unseres Geschäftshauses Tauentzienstr. 4 gesehen. Ich sah die Vernichtung der Synagoge am 10. November 1938 von der Hintertreppe unseres Geschäftshauses

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