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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2007-01-01 · No. 82 (2007) · p. Seite 20

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2007
Issue
No. 82 (2007)
Date
2007-01-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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20 Rabb. Neumark Sehr geehrter Herr Sklarz, .... Ich bin seit 1940 im Lande, war auf der "Patria" und nach der Rettung fast ein Jahr in Athlit interniert. Ich arbeitete 30 Jahre als Lehrerin in der Bet Zeirot Misrachi Schule und bin seit 1977 pensioniert. Ich bin schon 17 Jahre verwitwet, lebe seit anderthalb Jahren mit Hilfe einer Philipinit. Da mein Sohn mit seiner Familie in Jerusalem lebt, habe ich allen Grund, zufrieden und dankbar zu sein. Und nun noch etwas persönliches . . . Meine Eltern, Mannasess und Martha Neumark, s.A., stammten aus Posen und sprachen mit viel Liebe von ihrer Heimatstadt. Mein Vater war' Gemeinderabbiner der Stadt Duisburg am Rhein von 1905-1942, als er mit dem Rest seiner Gemeinde nach Theresienstadt deportiert wurde, wo er nach drei Monaten starb. Ich habe noch eine schwache Erinnerung, dass ich in meinem Breslauer Jahr (1937/38) einmal einen Besuch in Ihrem Elternhaus (Salo Sklarz) machte, um Grüße von meinem Vater zu bestellen. Mit besten Wünschen und Grüßen, Ruth Schaal (geh. Neumark) Arlozorov 17, Jerusalem 92181 kkk Lieber Herr Dr. Sklarz, ... Mein Vater, seine Eltern bzw. Geschwiter sind alle bis auf eine Tante Opfer der Nazis geworden. Sie stammten aus Breslau. Ich habe diese Stadt leider nie kennen gelernt. Die Großeltern sollen dort den Grund besessen haben, auf dem später das Kaufhaus Wertheim errichtet wurde. Der Großvater starb früh, die Oma, Natalie Bloch, siedelte dann mit ihren fünf Kindern nach Berlin um. Leider sind viele wichtigen Dokumente verloren gegangen. Noch heute kämpfe ich um eine Entschädigung der 1938 erzwungenen Vermögensabgaben. Viel Hoffnung besteht nicht. Die zuständige Behörde sitzt in Frankfurt/Oder. Immerhin ist tröstlich, wie viele jüdische Mitbürger hier wieder ansässig werden, viele aus Osteuropa. Vielleicht haben Ihre Zeitungen in Israel und das Fernsehen berichtet, was für eine schöne Synagoge inmitten von München im letzten Jahr eröffnet wurde. Erfreulich auch, wie diese von der Bevölkerung angenommen wird. Viele Christen bemühen sich um Zutritt — auch zum Gottesdienst. Es ist das Verdienst hauptsächlich des hiesigen SPD- Oberbürgermeisters Ude, der durchsetzte, dass das jüdische Gotteshaus nicht irgendwo aussen am Stadtrand gebaut wurde. Alljährlich werden viele interessante kulturelle, wissenschaftliche und politische Veranstaltungen angeboten. Auch in Copie das Programm des "Holocaustgedenktages 2007", der sogar diesmal im Gebäude unseres bayerischen Parlaments stattgefunden hat. Darf ich noch mit einem Anliegen an Sie herantreten? Bei einem unserer Israelbesuche hatte ich beim Gang durch Safed in einen Platz gesphaut, in dem Breslauer gerade beisammen gewesen sind. Und so bahnte sich ein Kontakt an, der schließlich in eine Freundschaft mit Frau Marta Freyhan einmündete. Die nette Dame war zweimal Gast in unserem Hause, wo sie während einer Deutschlandreise Halt gemacht hatte. Die Stadt Stuttgart, die ursprüngliche Heimat der Familie vor der Deportation über Polen nach Russland hatte Marta Freyhan eingeladen. Aber vielleicht erinnern Sie sich. Nun hatten wir im Oktober 2005 von Ihnen die Adresse des Altersheims bekommen, in dem Marta Freyhan die neue Bleibe gefunden hatte. Von dort hatten wir auf Anfrage jedoch keinen Bescheid erhalten. Womöglich ging unsere Anfrage verloren. Könnten Sie, Herr Sklarz, weiterhelfen? Schön wäre es, wenn Sie Marta Grüsse und beste Wünsche von uns übermitteln. Vorab herzlichen Dank. Für heute unsere besten Wünsche für Sie und Ihre Angehörigen und Freunde für das Jahr 5768. Max Hermann Bloch und Frau Fränze München •kick . . . bitte weiterhin um Zusendung des Mitteilungsblattes des Verbandes ehemaliger Breslauer. Ich werde - wie bisher - einen Scheck zusenden. Die Zeitung gebe ich immer an meinen Schwager weiter, der längere Zeit in Breslau gelebt hat und möglicherweise auch einen Beitrag seiner Erfahrungen aus der gegenwärtigen Zeit zusenden wird. Sehr begrüssen würde ich auch, wenn der BVN Berlin wie bisher das Mitteilungsblatt im Schriftenaustausch mit der "Mahnung" erhalten würde, zumal Sie dankenswerterweise auch Artikel übernehmen. Für die weitere Arbeit wünsche ich dem Verband besten Erfolg und verbleibe mit herzlichen Grüssen Waltraud Reh feld Lohengrinstr. 31 D-14109 Berlin Rundschreiben von Februar 2007 :■ Unter anderem nach dem Umfang (ca. 35%) j; i; der positiven Antworten auf unser Rundschreiben von Februar geschätzt, hat j; der Verband leider sehr, und besorgend, / : abgenommen. Bitte schreiben Sie an uns: Postfach: P.O.B.; 3591, Tel Aviv 61035, Israel, oder, für i: ji umgehende Antwort, an: jj | Dr. Benjamin Sklarz, jj 169 Rothschild St., Petach Tikva 49370, Israel; jj i; e-mail: sklarz@013.net j: Wir wünschen allen unseren Mitgliedern und jj Freunden zum neuen Jahr 5768 Gesundheit, >•;; Familienfreude und Frieden, in unserem Land :;; sowie auf der weiten Welt. J

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