Mannheim
Compact Memory

Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2007-01-01 · No. 82 (2007) · p. Seite 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2007
Issue
No. 82 (2007)
Date
2007-01-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/7506414-7413276-7497315--679-7413291
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

15 (Fortsetzung von Seite 14) gemeinsam definierten Ziele erreichen zu können. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, die mir heute gegeben wurde, das Wort zu ergreifen, um meinen Dank auszusprechen an die Institutionen des Landes Brandenburg, an die Stadt Oranienburg, aber auch an Herrn Professor Morsch und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich unermüdlich zugunsten einer ständigen Verbesserung der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen einsetzen." Diese ständigen Verbesserungen sind nicht zuletzt auf Grund des fundierten Konzeptes zur Neugestaltung des Lagers nach der Wiedervereinigung trotz knapper Mittel tatsächlich höchst beeindruckend. Nikoline Hansen "Die Mahnung", 1.06.2007 •kirtck ★ * Deutschland baut Jüdisches Museum in Warschau Einer Mitteilung im "Schlesischen Wochenblatt" zufolge wird die Regierung der Bundesrepublik Deutschland fünf Millionen EUR für ein Museum der polnischen Juden in Warschau bereitstellen. Unlängst wurde das Projekt am Berliner Sitz der Konrad-Adenauer-Stiftung vorgestellt. Die Baumaßnahme, Beginn Mitte 2007, wird in der Nähe des polnischen Ghettos platziert und soll 2009 fertiggestellt werden. Das Museum soll nicht nur der polnischen Juden gedenken, sondern auch die Geschichte und Kultur der polnischen Juden vorstellen. Das zentrale Element des Museums wird als Sinnbild das auseinandertretende Rote Meer dokumentieren. Schon die ursprüngliche Idee eines Jüdischen Museums in Warschau wurde seinerzeit von Bundespräsident Roman Herzog unterstützt. Für das jetzige Projekt treten sowohl die Unionspartei und ebenso die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ein. (Fortsetzung von Seite 4) Das Breslauer Jüdische Gemeindeblatt 1924-1938 Ohnehin waren bestimmte Themen im Nationalsozialismus aktueller geworden, wie Rechtsgeschichte und Gleichberechtigung, Minderheitsrechte und Emanzipation. Und was für die jüdische i Presse, darunter das Gemeindeblatt, die Druckerei Th. Schatzky war, das bedeutete : im Buchhandel der Verlag M. & H. Marcus. Der Novemberpogrom in der Nacht vom 9. j auf den 10. November 1938, der auch in Breslau Synagogen in Schutt und Asche legte, zahlreiche schlesische Juden in :i Konzentrationslager deportierte und die j ohnehin schon sehr weitgehende Isolation i der Juden innerhalb der deutschen jj Gesellschaft weiter vorantrieb, führte auch | zu einem Verbot des Breslauer j Gemeindeblattes. Es teilte damit das | Schicksal der wenigen anderen jüdischen ] Periodika, die 1938 überhaupt noch | erschienen waren. i j Das Breslauer Jüdische Gemeindeblatt i 1 | stellt zweifellos eine der wichtigsten Quellen ] jüdischen Lebens in Schlesien in der | Weimarer Republik und in der Zeit des ] Nationalsozialismus dar. Neben einem ] hohen allgemeinen Niveau und j abwechslungsreichen Programm \ dokumentiert es in sehr eindrucksvoller j Weise die vielfältigen Bemühungen der j Breslauer Gemeinde, den widrigen j Umständen der 1920er Jahre und erst recht j dem nationalsozialistischen Terror nach; 1933 etwas entgegenzustellen, das geprägt j war von dem Stolz einer vielhundertjährigen j jüdischen Tradition und dem steten I Bemühen, möglichst lange den 1 j Gemeindemitgliedern und allen Juden ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. ] loosei@geschichte.hu-berlin.de Ausgezeichnet mit dem Prix de la Fondation Auschwitz - Jacques Rozenberg Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte Ingo Loose Kredite für NS-Verbrechen : Die deutschen Kreditinstitute in Polen und die Ausräubung der polnischen und jüdischen Bevölkerung 1939-1945; Deutsche Banken, Sparkassen und Genossenschaften wurden bereits kurz : nach dem Überfall auf Polen im Herbst 1939 in den annektierten polnischen Gebieten und im Generalgouvernement :; aktiv. Neben dem Alltagsgeschäft verdeutlicht Ingo Loose besonders die Kooperation der Banken bei der i Enteignung und der "Germanisierung" des : Eigentums der polnischen und jüdischen : Bevölkerung und deckt ihre Verstrickungen; in die Finanzierung der Ghettos, der : Siedlungs- und Deportationsprojekte, des i Zwangsarbeitereinsatzes, der : Rüstungsproduktion sowie des Holocaust; auf. Loose zeigt die jeweiligen; Handlungsspielräume, aber auch die i Perspektive der von der NSi Wirtschaftspolitik betroffenen Opfer von : Enteignung, Deportation und Ermordung.; i Ingo Loose ist wissenschaftlicher i Mitarbeiter am Institut für i Geschichtswissenschaften der Humboldti Universität Berlin.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.