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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2007-01-01 · No. 82 (2007) · p. Seite 4

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2007
Issue
No. 82 (2007)
Date
2007-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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(Fortsetzung von Seite 3) Das Breslauer Jüdische Gemeindeblatt 1924-1938 vorübergehendes Übel gehalten hatten, wurde das Gemeindeblatt auch mangels anderer Werbemöglichkeiten in einer ansonsten überaus feindlichen Umwelt zu einem Branchenverzeichnis, das im günstigen Fall den Erhalt der oftmals traditionsreichen Betriebe sichern half. Es häuften sich nicht nur die Beilagen, etwa die Breslauer Mitgliederliste des Zentralverbandes jüdischer Handwerker, sondern im Inseratteil auch der Aufruf: »Die Unterstützung unserer Glaubensgenossen ist Pflicht!« Zwar hatte sich im Gemeindeblatt der Charakter der Artikel etwa über Berufsumschichtung rasch in Richtung auf Emigration gewandelt, dies aber bezog sich überwiegend auf die Jugend, wohingegen die beruflich arrivierten Breslauer mit einem ausgeklügelten System der innerjüdischen Wirtschaftsförderung unterstützt wurden: Dem Zionismus und seinen Aufrufen zur Emigration oder gar Alijah stand man weniger reserviert gegenüber als nur wenige Jahre zuvor, aber die jüdischen Unternehmer und Kaufleute hielten immerhin 17.000 Glaubensbrüder allein in Breslau ganz buchstäblich am Leben! Aus der wachsenden Bedeutung von wirtschafts- und wohlfahrtspolitischen Themen - neben den regelmäßigen Ankündigungen aus dem Gemeindeleben - spricht die bedrückende Lage, in der die Breslauer Juden tagtäglich um ihre Existenz fürchten mussten. Daneben veränderte sich aber wohl auch der Charakter der Berichte und Aufsätze, die sich historischer Themen annahmen. Autoren wie Bernhard Brilling, Aron Heppner, Willy Cohn und andere schrieben fürein Publikum, das aus der Beschäftigung mit den »schönen Seiten« jüdischer Geschichte ein wenig Trost und Kraft schöpfte. (Fortsetzung auf Seite 15) Breslauer tnüilito ificmeiiiiMiliiil AMTLICHES BLATT DER SYNAGOGENGEMEINDE BRESLAU 3K»m|trd tHefrr.jflO. 3hf*luu t)tuc uoft 2! n j1 * 5 t nr. r» a h rw <y t* «b»m fy, . üiuärm iMnctfu. 7 eK«««!«. vt ■ Jr. .«>4 'iUc ft (KtfriiKi't V'ninmutfi-JSfilr cKi ftmi u -?•»» liiuiu.Kn Jiuliiäotn '.HnKsti tnmchwoqiq — IVck» üo IMnmiq lchdcf>lifi»Utt) 3u}tfl»act*u!w) — Ik'iifftH'cf'Strmo &w unter Km 6<* Vcdu^ct* rririvitmiKn!£««<! Wr Jlmmer.ad'iHMtn übrrtx-hrmi (t u tvar fn ttdtiur'rtslidw ■IHtmsiwnlan?} 14. Suhroono 28. Sebruar 1937 Cftummrr 4 Der $wini)i!-JlM für den firn (jaieffoö T.r .jm h> ,'whrtui. »vLivr Nr '2t*cr> tu: iut» leiht cm?cnh»ui .vm«. ^htmu irnrK» ■ w mu ft« .seien '•viei'if*' fieme imf Km h*tn fer ‘2h u- TiLdiM’ ‘21 n» fatifwvm V'nmK ..«»tanh*« 'iMhf nu.' novJvin K*> Sticu m Tvwtfdrtanh Tr. .Vitdvcl tttn.icn* C«; MittvnK*» Or.nuu'Ktw»«'» L’u.t»K'n mtf .• .5 0 t>. »Kt fa* a Kau »pM.tv ,T 4 r tu > H c It ,Ttui,t>sc \vu «m Snht:. Kt. fw Nuryiur.-r..- Vater . r . t >'>;■ »uiivRi'ii M 1’ hi m ii f 11> n", Kim* mne? ine» Tviicucni Ktmuuwt tmum „Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt" war ein offizielles Presseorgan der Jüdischen Gemeinde Breslau. Die Zeitungen unterlagen weitgehenden inhaltlichen Veränderungen. Ab 1933 wurde immer mehr über Palästina und den Fortschritt in der Bewirtschaftung des Landes geschrieben, immer umfangreicher wurden auch die Informationen über Auswanderungsmöglichkeiten aus Deutschland. Es erschienen Inserate von transatlantischen Schiffahrtslinien, die potentielle Emigranten in die Vereinigten Staaten, nach Südamerika oder in den Nahen Osten brachten. Die ersten rein antisemitischen Maßnahmen der neuen deutschen Behörden erfolgten erst nach den von der NSDAP gewonnenen Wahlen zum Reichstag vom 5. März Über Ausreisemöglichkeiten und Lebensperspektiven im Gelobten Land wurde auf verschiedene Weise informiert. Hier eine Presseanzeige aus dem „Breslauer Jüdischen Gemeindeblatt". NEUESYNAGOGE Sonnabend, den 14. Dezember, 20.15 Uhr: Gemeindcabend Ansprache Urs stellvertretenden Vorsitzenden de« Vorstandes der ftyuaKOict-n- Gemeinde R.-A. Dr. Lux Vortrag des prcffchnftAtnlireriden Vorstandsmitgliedes des Hll/*Tereln* der Juden in Deutschland Dr. MarkWIschnllzer: Auswanderung nach Ubersee Möglichkeiten und Aussichten Mitwirken«* der musikalisch'.1« Darbietungen: Organist Erich ScbMfer übcrknnlor Hermann J. Elelschmann «Köln d. Svnagogen-Chor unt. Leit, von Heinrich Markt Nnr iiir Mitglieder der SyuRgogen-rJcmeinde Eintritt frei! Der Vorstand der Synagogen - Gemeinde m nach PALÄSTINA Triest-Haifa tha 10000-Tam E pl TEL-AVIV Nut KUm« »o-r kö«h»<M Kou>(-tI( ttirfjimt»! WtMr, k«l( —**». ul ICtb««. uW Gv**H. SammiMnviiui«. All« VaitMi Ml B«t«L filJilMwy« rrAtutW V»fT.IU?v«5 BMW MMkvry, Hmh tvt Sckltra Walter Joel. Breslau 13 latsv WMantt.ir. IdSMiS Palesline Shipping Co.Üd. HAI FA Die Schiffahrtsgesellschaften unterhielten regelmäßige Linienverbindungen nach Palästina. Die Anzeigen in der Presse ermutigten zur Überfahrt.

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