Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2006
- Issue
- No. 80 (2006)
- Date
- 2006-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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r 8 Meinem Kind Von Bat ja Moravczik Yatir-Hirsch, 28.04.2000 Die Verfasserin dieses Poems, "Zum Gedenktag des Holocaust und der Unverzagtheit", wollte es den Gästen aus Deutschland (ein Chor - Gäste des Chors "Zlile Kfar Saba") deutlich darstellen, was die Juden unter dem Naziregime gelitten haben. Aus dem hebräischen Original, gedichtet von Batja Moravczik, übersetzt von Reuven Meinem Kind Efrat, mit Liebe gewidmet. Sie verstand zu fragen, Vielmehr hatte sie die klare Antwort 28. April 2000 Mein Vater hatte einen kleinen Stumpf zwischen dem Daumen und dem Mittelfinger. Den Stumpf hatte er von DORT mitgebracht. Da war etwas anmutiges, jedoch bedrückendes an dieser Kuppe. Ein Etwas, das Widerstand und Heldentum sagen mochte, denn dieser eine Finger war geopfert, die ganze Hand gab er nicht her. Batja Moravczik Zum Gedenktag des Holocaust und der Unverzagtheit Sie waren Helden "Weisst Du, Mutti", sagte mir Efrat, "ich kenne meinen Opa und Omi überhaupt nicht. Erzähle mir doch!" "Über meine Eltern?" fragte ich sie. "Da gibt es keine besonderen Geschichten. Sie waren geboren, sie lebten, und dann ließen sie mich allein. Sie haben nicht gegen die Briten gekämpft. Sie haben keinen Staat gegründet. Sie waren auch nicht beim "Etzel" oder "Lechi", auch nicht in der "Hagana". Einfach bescheidene Menschen, die in der Diaspora zur Welt gekommen waren. Sie arbeiteten, ernährten sich redlich, gründeten eine Familie, bis plötzlich jemand die Freude störte. Er trennte, er riss, er zerschlug. Alles, was blieb, waren ewige Wunden. Mein Vati, zum Beispiel, war jung. Er hatte eine Gattin, zwei Töchter und liebte sie alle Drei. Erverlor sie, als sie durch den Schlot qualmten. Er selbst fand sich in einem Vernichtungslager wieder. Auschwitz wurde es, fluchwürdig genannt. Mit "Arbeit macht frei" wurde er dort empfangen. Jahrelang arbeitete er dort für das nackte Leben. Er frönte für seine Seele und Räson. Er vergriff sich an Keinem. Er arbeitete nur um zu überleben. Da war meine Mutter. Sie war auch eine schlichte Frau. Ihren Mann nahm man ihr weg. Doch um ihren Sohn kämpfte sie im Getto, als sonst Alle ihre Kinder befehlsmäßig übergaben. Sie versteckte ihn. Hielt ihn geheim vor Allen, beschirmte ihn zwei Jahre lang Bis er sich in einem kritischen Moment bei der Arbeit opferte und erschossen wurde. Von dem Tag an, bis zu ihrem Tode Blutete ihr Herz und Seele. Über meine Mutti und Vati ist nichts besonderes zu berichten. Sie waren geboren und lebten und wurden zu Eins. Sie konnten dem Satan, sie überlebten den Holocaust. Sie rangen um Resonanz beim Sinnen und um ihren Platz auf der Erde zu erhalten. Von Zuhause herausgerissen, strebten sie eine Heimat an, wo ihre sterbliche Hülle ruhen kann. In den TV-Serien, die den traurigen Teil unserer kontemporären Vergangenheit veranschaulichen, traten sie in jedem Abschnitt auf, unsichtbar für den Einzelnen. Wenn man aber ein wenig blinzelt und >• (Fortsetzung auf Seite 9)