Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2005
- Issue
- No. 79 (2005)
- Date
- 2005-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 369)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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19 WK«!*!^W!*WW|!|WWiX<wa»ä Einweihung einer neuen Synagoge im Rahmen von "Yad Wa'Schem" Am 8. Juni d.J. wurde im Rahmen von "Yad Wa'Schem" eine Synagoge eingeweiht - in Anwesenheit von Minister Jizchak Herzog und der Spender - Herr und Frau Rubenstein aus den Vereinigten Staaten. Die Synagoge enthält religiöse Gebrauchsgegenstände, welche von Synagogen stammen, die von den Nazis und ihren Schergen zerstört wurden. In die heilige Lade wurde eine Thorarolle gebracht, welche in dem Kuhstall eines Bauern in der Nähe von Lublin (Polen) versteckt war. Dieser Bauer übergab die Thorarolle einem israelischen Touristen noch in der Zeit des kommunistischen Regimes. Diese Thorarolle, welche schon ganz auseinander gefallen war, wurde dank der Familie Grün aus Psaris wieder restauriert und gebrauchsfähig gemacht. Viele religiöse Requisiten, welche durch die Nazis und ihre Komplizen geschädigt und zerstört worden waren, finden jetzt ihren Platz in dieser Synagoge. Die heilige Lade wurde aus Rumänien gebracht und hier restauriert und der dazu gehörende Andenken an die von den Nazis und ihren Vorhang ist aus Klausenburg Komplizen geschändeten und zerstörten (Transylvanien). Synagogen in Europa. Die Synagoge von Yad Wa'Schem ist das Prof. Dr. Joseph (Jossel) Walk s.A. Jossel Walk war für die religiöse jüdische Jugend in Breslau ein Begriff. Der im Jahre 1914 in einer religiös-zionistischen Familie Geborene wurde als Sechsjähriger in die damals neu gegründete jüdische Volksschule eingeschult (sein Vater gehörte zu den Gründern dieser Schule). Da diese nur bis zum 10. Schuljahr aufgebaut war, absolvierte er die Gymnasialklassen bis zum Abitur am städtischen Reformrealgymnasium. Die meiste jüdische religiöse Jugend war damals in Breslau im "Esra" organisiert. Aber der in einem religiös-zionistischen Haus A u f g e w a c h s e n e gründete mit gleichgesinnten Kameraden den "Brith Hanoar schel Ze'ire Misrachi", der seinen Ansichten entsprach. 1932 kam Walk nach Köln an das jüdische Lehrerseminar, nicht zuletzt auf Anregung seines verehrten Lehrers Erich Klibansky, s.A., welcher an der jüdischen Schule in Breslau tätig war und dann als Leiter des Yawne-Gymnasiums nach Köln berufen wurde. Im Jahre 1936 brachte Joseph Walk eine Gruppe der Jugendalija nach Erez-Israel und wirkte viele Jahre als Lehrer und Direktor in S'de Ya'akow und dann als Schulinspektor der Nordzone von Erez-Israel. Im Alter von 40 Jahren kehrte er zu seinen Studien zurück. Gleichzeitig wirkte er als Direktor der religiösen Lehrerseminare "Talpiot" in Tel Aviv und "Ephrata" in Jerusalem. Nach Erreichung des Doktorgrades wurde er an die Bar-Ilan Universität berufen, an welcher er über Pädagogik und jüdische Geschichte dozierte. In diesen zwei Bereichen konzentrierte sich auch seine Forschungsarbeit. Der inzwischen zum Professor Avancierte arbeitete jetzt an einem großen Werk über die jüdischen Schulen in Nazi-Deutschland, "Jüdische Schule und Erziehung im Dritten Reich". Außerdem veröffentlichte er ein Buch, welches eine Sammlung aller antijüdischen Gesetze ist, welche in Nazi-Deutschland proklamiert wurden. Dieses Buch ist mit einer Einführung des berühmten Anklägers in den Nürnberger Prozessen gegen die Nazis, Robert Kempner, versehen. Als Historiker und Leiter des Leo-Baek-Instituts hat er viel zum Verständnis zwischen Christen und Juden beigetragen und wurde deshalb 1996 mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. Auch wirkte er als historischer Berater bei Yad Wa'shem. Viele Jahre wirkte er auch als Leiter des "Leo-Baek-Instituts" in Jerusalem. Als nach dem Tode der führenden Persönlichkeiten des Hapoei Hamisrachi, Mosche Schapira und Dr. Joseph Burg s.A., diese Bewegung einen rechtspolitischen Standpunkt einnahm, gründete Prof. Walk 1973 mit einer Gruppe von Gleichgesinnten die religiös-zionistische "Os we Schalom" Bewegung. Seine vielen Schüler und Freunde werden seiner gedenken. M.E.